Evolutionstheorie überhaubt möglich?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wooooohhh. Langsam. Das was du beschreibst ist keine Evolution. Die beschreibt nur die entwicklung des Lebens.

Die Entstehung des Lebens ist abiogeneseund noch Gegenstand aktueller Forschungen. Wir haben da noch keine Antwort aber wir sind drann.

Also: nach derzeitigen Stand so ungefähr:

Zellen sind nicht die kleinsten Bausteine. Sondern es gab davor noch etwas. DNA und davor auch noch RNA.

Beides sind Aminosäuren. Die aus den umgebenen Stoffen im Meer bei entsprechenden Verhältnissen entstehen. Das ist nichts anderes als ne chemische Reaktion.

Das das so geschehen kann haben wir nach meinem Wissen bereits nachgewiesen.

Nun haben wir also nen Haufen Aminosäuren die sich immer neu zusammensetzen verbinden und auch wieder trennen und freundig miteinander reagieren.

Irgendwann muss es nur eine Kombination schaffen Kopien von sich zu erzeugen. Die wiederum Kopien erzeugen. Dann haste schon sich selbst kopierende Aminosäuren.

Auf die kann man dann schon die grundlegenden Prinzipien der Evolution durch Selektion anwenden und du kommst auf Zellen. Etc. Denn nen Haufen Aminosäuren die zufällig mit anderen Stoffen so reagieren das nen Schutzmantel entsteht. (Zellmembran) wird sich leichter replizieren können als die freischwebenen Exemplare.

Google Mal nach dem Stichwort "rna Welt" und abiogenese. Da findest du die aktuellen hypothesen wie denn das Leben entstanden sein kann.

Wie gesagt: es braucht imgrunde nichts mehr als ein paar aminoSäureverbindungen die chemisch mit ihrer Umwelt so reagieren das sie sich selbst kopieren.

"Wie sind diese Bakterien entstanden, und woher wussten sie, wie sie selbst wachsen und sich weiter entwickeln mussten - dieses Wissen müsste es bis zu dem Zeitpunkt garnicht gegeben haben."

Die müssen das nicht wissen. Du wusstest als Embryo auch nicht, dass dir nun 2 Arme und 2 Beine wachsen sollten. Der Denkfehler ist, dass du die Evolution als vom Lebewesen "gewollten" Prozess ansiehst. Das ist aber nicht so.

Es ist ein genetisches Programm, welches beim Wachstum von Lebewesen abläuft, dies wird nicht willentlich gesteuert, dazu muss das Wesen auch nichts "wissen".

"Wie kann aus sauberem Wasser überhaubt Bakterien entstehen."

Es war ja bei der "Ursuppe" auch nicht die Rede von sauberem Wasser. Viele andere Substanzen sind oder waren im Wasser (vor allem damals, als die vulkanische Aktivität noch höher war als heute). Auch N- und S-haltige Moleküle.

"Dafür und für die weiteren Prozesse sind doch sozusagen Baupläne nötig, "

Ja. Dieser Bauplan ist die DNA.

"Die Frage nach dem Start ist für völlig ungeklärt"

Vieles weiß man noch nicht, aber die Evolution befasst sich ja auch mit der Entwicklung (weniger mit der erstmaligen Entstehung) von Lebewesen. Da es aber zweifellos Lebewesen gibt, kann man davon ausgehen, dass sie mal entstanden sein müssen.

Und auf den anderen Planeten des Sonnensystems scheint es kein Leben zu geben. Das spricht dafür, dass man spezielle Bedingungen dafür braucht.

"geschweige denn die ersten Organ Strukturen entwickeln"

Siehe oben. Ein eigenes Wissen des Lebewesens war dazu nicht erforderlich.
Die Fortpflanzung wird dann auch vom Instinkt gesteuert (dieses "Können" ist sozusagen angeboren). 

Kein Mensch "weiß" als Embryo, was für Organe es braucht als Mensch. Ich wüsste auch nicht, dass ich eine Milz habe, wenn ich es nicht gelesen hätte.

Danke für die Antwort, natürlich will ich nicht sagen, das Bakterien oder Zellen bewusst ihre Entwicklung gesteuert haben - es ging mir nur um die Zusammensetzung - denn mir ist nicht bewusst gewesen, dass aus „totem Material“ leben entstehen kann- schließlich gab es ja auch kein Pflanzen oder andere „Nahrungen“ oder Biomassen die schon zellstrukturen hatten.

Ich dachte es gab- Wasser, ggf Stein, und Mineralien - theoretisch müsste auch die Atmosphäre erst nach den ersten Lebensformen entstanden sein, schließlich bedarf es auch jedemenge Sauerstoff der normalerweise von nichts abgegeben wurde..

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@Dexy97

Eine Atmosphäre gab es schon vor den ersten Lebewesen, bloß war die Zusammensetzung anders. Sauerstoff kam später, als es Pflanzen gab. Zuvor war die Atmosphäre noch stärker mit stickstoff- und schwefelhaltigen Substanzen angereichert, soweit ich weiß (auch wegen starkem Vulkanismus).

Später ließ die vulkanische Aktivität nach (kam aber nie ganz zum Erliegen). Pflanzen produzierten Sauerstoff. Erst dann konnte es auch später Tiere geben, die atmen (Sauerstoff verbrauchen).

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Die ersten Lebewesen, die wir Menschen zurückverfolgen können ("der älteste gemeinsame Vorfahre") ist bereits ein Bakterium mit einer beträchtlichen Zahl an Genen. Es muss also noch etwas davor gegeben haben, aber hier beginnt eben wissenschaftliche Theorie. Es gibt die Theorie, dass das Leben über Himmelskörper auf die Erde gekracht ist. Oder dass Leben entstand, als aus anorganischen Verbindungen organische entstanden. Wasserstoff, Wasserdampf, Ammonium, Methan und starke Energie (z.B. Blitze) können bereits zur Bildung von Aminosäuren und damit auch von Kohlenhydraten führen. Wieso soll sowas nicht auch auf der Erde passiert sein? Nur weil wir es uns nicht gut vorstellen können heißt es nicht, dass die Theorie falsch sein muss.

Von einem "Wissen der Fortpflanzung" kann nicht die Rede sein. Wer sagt denn, dass die ersten Bakterien nicht einfach unabhängig voneinander in einer noch viel simpleren Vorstufe entstanden sind? Und dann per Zufall so angeordnet wurden, dass eine einfache Art von Zellteilung möglich wurde. Du musst bedenken: sie hatten ja Milliarden Jahre Zeit dafür! Das ist ein unfassbar langer Zeitraum um einen solchen Motor zum Laufen zu bringen. Vielleicht hat es auf Milliarden anderer Planeten nicht geklappt, aber bei UNS eben schon und deswegen sind wir heute hier.

Das Elementare aus deiner Frage:

Wie sind diese Bakterien entstanden, und woher wussten sie, wie sie selbst wachsen und sich weiter entwickeln mussten - dieses Wissen müsste es bis zu dem Zeitpunkt gar nicht gegeben haben.

Richtig - dieses Wissen ist nicht VOR der Evolution entstanden, sondern BEI der Evolution. Mutationen (sobald man von Genmutationen sprechen kann und nicht zufälliger Verteilung von Aminosäuren) sind zufällig und ergeben nur in der Summe eine lineare Entwicklung.

Deine Frage halte ich absolut für gerechtfertigt, allerdings wäre ich vorsichtig mit der Aussage:

jedoch ist mir ein neuer sehr wichtiger Aspekt aufgefallen der es im Grunde unmöglich macht, dass die Theorie stimmt

Damit suggerierst du, dass die ganzen Evolutionsforscher weltweit diesen Aspekt bisher nicht berücksichtigt hätten. Und gerade bei den ganzen Zweiflern da draußen wirst du schnell in die Ecke der Kreationisten gestellt.

Danke für die vernünftige Antwort,

die Theorie ist mir nicht direkt aufgefallen, sondern durch Eigenforschung „aufgefallen“.

Wie die Evolutionstheorie funktioniert bzw. Was sie aussagt ist mir bewusst - dennoch haben Zellen einen unglaublich kurzen Lebensrhythmus - daher wäre eine recht schnelle Evolution in dem Stadion möglich, solang sie sich vermehren - dennoch gab es ja keine biologische Masse - es musste also leben aus chemischen Vorgängen entstanden sein - eine Art zufälliger Impuls -

„Oder dass Leben entstand, als aus anorganischen Verbindungen organische entstanden. Wasserstoff, Wasserdampf, Ammonium, Methan und starke Energie (z.B. Blitze) können bereits zur Bildung von Aminosäuren und damit auch von Kohlenhydraten führen. „

Mir geht es um - zb dna, oder andere „Voreinstellungen“

Ohne das Leben exestiert, bedarf es ja eine Art Impuls, der dazu führt, dass eine Zelle entsteht, die sich selbst versorgt und sich selbst am Leben erhält - dass sowas durch ein paar Stoffe entsteht ist ja quasi unmöglich, solang die Stoffe selbst nicht schon „Leben in sich tragen“

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@Dexy97

Wie gesagt, das alles ist unfassbar schwer sich vorzustellen. Ich kriege da auch immer einen Knoten ins Hirn und denke mir "unfassbar, dass das jemals funktionieren kann". Aber es gibt halt Experimente, bei denen man die Grundzüge der Theorien gut belegen kann.

Ohne das Leben exestiert, bedarf es ja eine Art Impuls, der dazu führt, dass eine Zelle entsteht, die sich selbst versorgt und sich selbst am Leben erhält - dass sowas durch ein paar Stoffe entsteht ist ja quasi unmöglich, solang die Stoffe selbst nicht schon „Leben in sich tragen“

Nein, es ist nicht unmöglich. Es ist nur extrem unwahrscheinlich. Aber wer sagt denn, dass die Zelle gleich so ausgesehen haben muss, wie wir uns heute eine Zelle vorstellen? Da sind nicht von Anfang an alle Stoffe genau an die richtige Stelle geraten. Auch eine Zelle besteht aus einzelnen Bausteinen. Und auch diese bestehen wieder aus Bausteinen. Und diese auch wieder. Alle Dinge haben sich Stück für Stück in Komponenten entwickelt. Und letztlich sind die Bausteine alles Organischen und Anorganischen immer die Elemente des Periodensystems.

"Leben" ist ein menschlicher Begriff. In der Natur gibt es nur Physik und daraus abgeleitet die Chemie. Protonen und Elektronen, die Verbindungen eingehen. Wenn eine bestimmte Anzahl an Protonen in einem Element sind und sie gehen Verbindungen mit anderen bestimmten Elementen ein, nennen wir das "organisch". Zu sagen "nur Leben kann Leben hervorbringen" klingt zwar einleuchtend, aber ist im Grunde genommen nicht zwangsläufig richtig. Die Frage ist eher, ab wann ein Mensch definieren würde: JA, das hier ist Leben.

P.S.: Bitte sag nicht "Selbstforschung". Forschung ist etwas anderes als das, was du betreibst...du hast dich halt informiert und dir Gedanken dazu gemacht. Genau wie ich übrigens, zumindest in diesem Thema.

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@offeltoffel

Forschung ist im Grunde nachschauen, „nachforschen“ -:

durch intensives Bemühen jemanden, etwas zu finden oder zu ermitteln suchen

danke für die Antwort, jetzt ist es mir besser vorstellbar :)

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@Dexy97

Nein, Forschung im Sinne der Wissenschaft erfolgt nach besonderen Kriterien. Was du meinst ist "recherchieren".

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Wie sind diese Bakterien entstanden

Durch Zufall

und woher wussten sie, wie sie selbst wachsen und sich weiter entwickeln mussten

Garnicht

Schlußendlich ist Evolution nur Try-And-Error. Zufällig entsteht Zeug und wenn es nicht wieder verschwidnet, dann bleibt es und neues Zeug entsteht daraus.

Was hat denn Evolutionstheorie mit der Entstehung des Lebens zu tun? Damit beschäftigt sich eine andere Theorie. Evolutionstheorie beschäftigt sich damit, wie aus den ersten Lebewesen (die keine fertigen bakterien wie heute waren) die heutige Vielfalt entstanden ist. Bevor Du was kritisieren willst beschäftige dich doch bitte mal damit?

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