Evolution des Menschen/// Physik / Chemie / Biologie

6 Antworten

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Durch den aufrechten Gang des Menschen wird der Kopf oben auf der Wirbelsäule getragen, ohne dass große Muskeln an Knochenleisten ansetzen müssen, wie beim Gorilla, wo die Zugbelastung am Knochen der Ausbildung eines großen, runden, dünnwandigen Craniums entgegenstehen würde. Der menschliche Gehirnschädel ist nicht in den Bewegungsapparat eingebunden. Deshalb kann er die embryonale Form der frei getragenen Kugel auch nach der Geburt durch die Kindesentwicklung und Adoleszenz hindurch beibehalten und die Kugel kann ohne Nachteile größer werden.

Gleichzeitig bedeutet der aufrechte Gang eine vollkommene Befreiung der Hände. Sie haben - im Gegensatz zu den Händen der Affen und Menschenaffen - keine Funktion bei der Fortbewegung. Deshalb konnte der Mensch seine Hände zunehmend für technische und künstlerische Tätigkeiten einsetzen, die von der senso-motirischen Rinde bewusst koordiniert werden und bei denen die Planung von Tätigkeiten eine zunehmende Rolle spielte, die besondere Denkleistungen erfordert. Menschen mit diesen Fähigkeiten waren mit ihren technischen Errungenschaften erfolgreicher als weniger geschickte Artgenossen. (Werkzeugherstellung, Bau von Zelten und Hütten, Anfertigung von Kleidung u.v.a.m). So hatten die technischen und künstlerischen Tätigkeiten eine Rückwirkung auf die Weiterentwicklung der Intelligenz und der Gehirnleistungen, die mit der Erhöhung der Anzahl der Neuronen verbunden war und mit einem langsamen Größerwerden der entsprechenden Gehirnareale.

Dazu kam die Entwicklung von Sprachen und Gesängen. Sie ging nicht mit der Entwicklung des Brocaschen Spachzentrums einher. Durch die neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Weitergabe von Erfahrungswissen wurde auch die Vergrößerung anderer Gehirnareale, in denen Vorstellung, Reflexion und Verknüpfung von Informationen stattfinden, zum Vorteil für die Menschen. Zu den künstlerischen Leistungen gehörte neben dem Sprechen und Singen das Malen und die Entwicklung von Schriftzeichen, mit denen ebenfalls Wissen weiter gegeben werden konnte, was für die soziale Kooperation zunehmende Vorteile brachte. Die Gehirnentwicklung erfolgte also in Wechselwirkung mit der kulturellen Evolution, wobei jeweils das Eine das Andere verstärkte.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Biologie und Geografie studiert
 - (Menschen, Biologie, Prüfung)

Korrektur: Dazu kam die Entwicklung von Sprachen und Gesängen.

Sie GING mit der Entwicklung des Brocaschen Sprachzentrums einher.

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@evaness

Bei den älteren Menschenvorfahren in der abgebildeten Entwickungsreihe sieht man im Bereich der Jochbögen, Schläfen und Stirn noch große Ansatzstellen für die Kau-muskulatur. Je feiner die Nahrung mit den Händen durch Kleinschneiden und dann auch durch Kochen zubereitet wurde, desto mehr durften diese Knochenverstärkungen verschwinden zugunsten einer noch stärkeren Auswölbung der Stirn, die dem sich vergrößernden Lobus frontalis Platz machte.

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@evaness

Die Entwicklungsreihe auf der Abbildung entspricht nicht den neuesten Erkenntnissen. Man müsste eigentlich zwei Entwicklungsreihen machen, eine für den gröberen Menschentyp (Homo erectus, Neanderthaler) und eine für den feineren mit den weiter entwickelten Bewusstseinsfähigkeiten (Homo habilis, Homo sapiens). Hier sind alle noch in einer Reihe angeordnet, weil das früher noch nicht berücksichtigt wurde.

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Das Gehirn der Primaten war wegen der Anforderungen des Baumlebens (Orientierung im Raum, präzises Greifen, Balance etc.) schon früh besser entwickelt als etwa das bodenlebender Grasfresser. Beim Menschen kam der erweiterte Gebrauch der Hände hinzu mit so anspruchsvollen Aktivitäten wie Schlagen und Werfen. Ein gezielter Wurf ist nicht nur eine schwierige Koordinationsleistung von Wahrnehmung und Bewegungsablauf, sondern auch eine weit vorausschauende zielorientierte Aktion. Diese Anforderungen konnte nur ein wachsendes Gehirn erfüllen. Die Voraussetzungen für das Wachstum - das Gehirn ist sehr ein energieaufwendiges Organ - schufen wiederum die Erfolge seiner gesteigerten Leistungsfähigkeit (eine Art positive Rückkopplung). Der Durchbruch zum Erfolgsorgan schlechthin erfolgte mit der Entdeckung des Feuers und der dadurch enorm verbesserten Ernährung.

Also das war so: Es war einmal eine Zeit, da waren unsere Vorfahren noch Gorillas. Die Männer mit den dicksten Muskeln bekamen alle Frauen ab.

Das ärgerte Kurt, der statt dicken Muskeln nur ein großes Gehirn hatte, und deshalb keine einzige Frau für sich gewinnen konnte. Also erfand er mit seinem großen Gehirn das Bier, welches er den anderen beim Lagerfeuer gereichte.

Die Gorilla-Männer und -Frauen waren total begeistert und nahmen einen Becher nach dem anderen. Schon bald waren sie so betrunken, dass sie in einen tiefen tiefen Schlaf verfielen.

Kurt hatte jedoch die ganze Zeit nur so getan, als wenn er auch mittrinken würde, in Wirklichkeit bleib er als einziger nüchtern und wach. Das nutzte er weidlich aus, um sich an allen schlafenden Evas zu vergehen. Dazu sang er: "La-Le-Lu, nur der Mann im Mond schaut zu."

10 Monate später wurden Unmengen an Babies mit großen Gehirnen und dünnen Muskeln geboren.

Ja ja, so ist das alles gekommen. Ehrlich. Meine Ur-Oma war dabei.

Genial !!! :-DDD

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Hauptsächlich durch tierisches Eisen, das aus tierischen Fetten aufgenommen wurde.

Ja, tierische Fette erhöhen nicht nur den Cholesterinspiegel, sondern in gesunden Maßen auch die Denkfähigkeit.

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