Evolution - Wie findet Mutation statt?

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6 Antworten

Also warum gerade etwas, was vorteilhaft ist?

DAs, was nicht vorteilhaft ist, stirbt halt.

Du missverstehst die Evolution. Mutationen geschehen ständig in der DNA Kette. Und sie sind immer zufällig. Viele Mutationen werden nie bemerkt., haben keine Wirkung.
Dann gibt es zufällig Mutationen, die negativ sind. Bei Tieren ist es immer noch so, dass diese Tiere dann keine hohe Lebenserwartung haben. Sie sterben halt, wenn sie schlecht an die Umwelt angepasst sind. Bei den Menschen heutzutage kann die Medizin aber den Nachteil von Mutationen oft verringern. D.h. die Menschen sterben dann nicht mehr so ohne weiteres daran. Und manche können auch ganz normal leben und alt werden. Heutzutage, wohlgemerkt.
Allerdings sagte ein Freund von mir - Gynäkologe - dass viele Schwangerschaften ganz unbemerkt von der Frau schon sehr früh enden. Dann meint die Frau, dass die Periode diesmal etwas stärker ist, dabei war es eine Fehlgeburt. Das geschieht oft, weil der Embryo wegen irgendeiner Mutation nicht lebensfähig ist.

Und dann gibt es Mutationen, die sich als ganz positiv erweisen. D.h.sie machen das Lebewesen stärker, kräftiger, schneller, etc...

Bei den Giraffen war das halt auch so. Wobei nicht plötzlich ein Giraffenjunges mit langem Hals geboren wird.

Früher gab es zwei Meinungen bezüglich der Veranlagungen:

1. Die Giraffe hat einen langen Hals, damit sie von hohen Bäumen fressen kann.  Aber diese These ist falsch, denn sie unterstellt der Natur gezielte Mutationen.

2.Die Giraffe kann von hohen Bäumen fressen,weil sie zufällig einen langen Hals hat. Und gerade in der afrikanischen Savanne bedeutet das einen Vorteil gegenüber den Tieren, die sich vom spärlichen Gras ernähren müssen.

Die meisten Mutationen sind sehr nachteilhaft und daher sterben diese Mutanten aus, oft bevor sie die mutierten Gene weitergeben können.

Die seltenen Mutationen die vorteilhaft sind, wie der längere Hals der Giraffen, erleichtern den Mutanten das Überleben und erhöhen die Chancen dass sie sich vermehren und die Gene weitergeben.

Mutationen sind im Grunde zufällig. Durch natürliche Selektion entscheidet sich dann, ob etwas vorteilhaft ist - womit auch die Wahrscheinlichkeit zur Fortpflanzung steigt - oder zu einer Behinderung führt und ausstirbt.

Mutationen können über verschiedene Wege passieren, z. B. bei der Fortpflanzung durch Fehler/Lücken im Erbgut, die durch etwas neues ersetzt werden. Durch äußere Einflüsse wie Strahlung/chemische Stoffe die das Erbgut beeinflussen oder beschädigen. Spontane Mutation durch chemischen Zerfall usw.

Beispiel: Eisbären.

Schwarz- oder Braunbären werden in einer Schneelandschaft leichter entdeckt. Ihre Beutetiere werden dadruch früher alamiert und können entkommen, der Bär geht leer aus. Dann gab es irgedwann mal einen Braunbär der durch zufällige Mutation (ähnlich Albino) mit einem weißen Fell geboren wurde. Dieser hatte in der Schneelandschaft erhebliche Vorteile bei der Nahrungssuche. Daher wurde er groß und stark, hat leichter einen Partner zur Paarung gefunden und sein dominantes Gen, welches das weiße Fell verursacht, wurde vererbt. Die Nachkommen waren wieder gute Jäger im Schnee, bis es eine ganze Population von Eisbären gab. Die Braunbären sind in der Schneelandschaft ausgestorben, weil die Eisbären ihnen die Beute weggeschnappt haben.

Stell dir zwei Giraffenpopulationen von jeweils 1.000 Individuen vor.

Die eine hat einen 70cm langen Hals, die andere 72cm. Kein großer Unterschied, will man meinen.

In deren Verbreitungsgebiet kommt es ab und zu zu Dürren, ab und zu brechen Krankheitsepidemien aus, die die Tiere für ein paar Wochen schwächen. Auch Raubtiere sind dort unterwegs.

Welche Population wird tendenziell satter, insbesondere in Dürreperioden?

Was bedeutet Hunger für den Organismus?

Jetzt stell dir vor, ein paar Individuen sind durch unglückliche Zustände längere Zeit unterernährt gewesen (du ahnst schon, in welcher Gruppe die größere Zahl dieser Pechvögel ist).

Nun bricht eine Krankheitsepidemie aus. Welche Individuen rafft es am ehesten dahin, welche werden noch stärker geschwächt?

Und nun kommen die Raubtiere angewackelt. Welche Individuen nach den vorhergehenden Ereignissen werden sie wohl am leichtesten fangen?

Was bedeutet das für die Gesamtzahl der Populationen?

 

Wenn nun die eine Population kleiner ist, als die andere, was bedeutet das für die Auswahlmöglichkeiten der Sexualpartner?

Wiederhole o.g. Ereignisse 20 Generationen lang. Wieviel ist jetzt von den beiden Populationen übrig?

Ist nicht so.

Um bei deinem Beispiel zu bleiben:

Einige Giraffen bekamen längere Hälse und einige größere Nasen.

Die mit längeren Hälsen kamen an Nahrungsquellen heran und sie (ihre Gene) überlebten und pflanzten sich fort. Die mit der dicken Nase verhungern.

Mutationen sind zufällig und erst ihr Überleben und die Weitergabe der Gene erweisen sie als Vor- oder Nachteilhaft.

Die Giraffen, die vorteilhafte Mutationen für ihre ökologische Nische haben pflanzen sich eher fort, Tiere mit unvorteilhaften Mutationen eher nicht. Somit werden vorteilhafte Gensätze mit höherer Wahrscheinlichkeit von Generation zu Generation getragen.

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