Evolution - Themen!

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich poste hier mal einen Text, den ich schon gelegentlich zum Besten gegeben habe.

Hier wird faszinierend deutlich, wie Evolution funktioniert. Und das auf einer Ebene, daß man fast dabei zuschauen kann.

Evolution ist eine der faszinierendsten Dinge, die wir der Natur bisher entlockt haben. Und es ist oft ziemlich kompliziert. Aber dieses Beispiel sollte auch für den Biologieunterricht geeignet sein.

In England gibt es Sorte Falter, die waren sein Menschengedenken von der Farbe sehr hell. Sie saßen oft auf den Stämmen von Birken und ihre Farbe schütze sich gut vor ihren Freßfeinden. Als nun die Industriealisierung kam, wurden Unmengen an Ruß ausgestoßen, ganze Landstriche waren nach einiger Zeit von einer schwarzen Schicht bedeckt. Ähnliches kennt man aus dem Ruhrgebiet. Nun stellte man fest, daß diese Nachtfalter sich veränderten. Nach ein paar Jahren waren sämtliche Nachtfalter dunkel. Und es war definitiv die gleiche Art. Was war passiert? In jeder Population gibt es Varianten. Kein Individuum gleich dem anderen. Das ist bei Menschen so und auch bei Nachtfaltern. Nun hat es immer welche gegeben, die etwas weniger weiß waren als andere. Als nun die Veränderung anfing und mit der Landschaft auch die Birkenstämme dunkler wurde, hatten die dunkler gefärbten Individuuen eine bessere Chance, vom Vogel nicht entdeckt zu werden als die ganz hellen. Und somt auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich fortzupflanzen und diese Eigenschaft weiterzugeben. Nach nur wenigen Jahrzehneten war aus einer weißen Spezies eine fast schwarze geworden. So funktioniert Evolution. Und nun stell Dir vor, was für ein Potential darin steckt, wenn dieser Prozeß nicht nur ein paar Jahrzehnte andauert, sondern Millionen und Milliarden von Jahren. Solche recht nachvollziehbaren Beispiele belegen Evolution quasie live. Man kann fast dabei zuschauen. Übrigends: Nachdem man auch in England den Umweltschutz entdeckt hatte, wurde der Ausstoß von Ruß drastisch reduziert. Nun rate, was mit den Nachtfalter geschehen ist? Richtig. Sie sind heute wieder weiß. Ist das nicht geil? Und dieser Vorgang wird dann von Kreationisten als "Zufall" bezeichnet.

Ich dachte das Thema wäre Biologie und Evolution und damit ein naturwissenschaftliches. Was hat das mit Kreationismus zu tun? Die Kosmologen argumentieren schließlich auch nicht ständig gegen die Kreationisten, sondern fokussieren sich auf ihr Fachgebiet und die wissenschaftliche Arbeit.

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@Ursulala

Oh, Ich verstehe. Du hast nur den letzen Satz meines Beitrags gelesen. Aber Du kannst es ja noch mal versuchen...

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Ich habe drei Vorschläge für Dich:

1.Lamarckismus (Vererbung erworbener Eigenschaften) und staatliche Dogmen. In die Lehre von Karl Marx geriet der Lamarckismus. Um 1917 war längst bekannt, daß diese Lehre widerlegt ist, aber die kommunistischen Staaten dogmatisierten dennoch den Lamarckismus. Wer den als richtig erkannten Darwinismus vertrat, verlor seine Existenz oder landete im GULAG. Scharlatane, die behaupteten, den Lamarckismus "beweisen" zu können, waren hochangesehen, etwa Lyssenko.

In der DDR galt (zu Unrecht) die Jarowisierung von Saatgut als Beweis des L., die "Offenstallhaltung" wurde von der staatspartei mit dem gleichen Ziel propagiert und führte zu großen ökonomischen Verlusten. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn der Staat eine These der Wissenschaft absolut setzt und ihr Bestreiten mit Strafe bedroht. Ähnliches passierte in der Diktatur China: Der Dissident Auweiwei (?) wurde zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt, allerdings umgehend durch den Nobelpreis belohnt. Leider ist Derartiges auch in der BRD üblich. Jährlich werden Zehntausende von Strafverfahren durchgeführt, weil Bürger bestimmte offizielle Dogmen über Thesen der Geschichtswissenschaft bezweifeln. Es werden JAHRELANGE Gefängnisstrafen für gewaltfreies Bekunden von Zweifeln oder eine Analyse der betreffenden Thesen verhängt, bis zu 13 Jahren, und ohne Nobelpreis!

2.Die Steigerung des Gehirnvolumens auf das Dreifache (und sicherlich Entwicklung der Struktur) des Gehirns von frühen Hominiden bis zum h. sapien sapiens in der unglaublich kurzen Zeit von etwa drei Mio Jahren läßt sich nur mit einem außerordentlich großen Überlebensvorteil der schrittweisen Entwicklung geistiger Fähigkeiten erklären. Eine Horde, in der Varianten mit größerem geistigem Potential zugegen waren, hatte offensichtlich hohe Ü.-chancen.

3.Der Punkt am Körper von h. sapiens sapiens, der am wenigsten hitzeempfindlich ist, ist erstaunlicherweise seine Zungenspitze. Offensichtlich bot die Fähigkeit, erhitzte Speisen zu sich zu nehmen, einen deutlichen Ü.-Vorteil. Da abschätzbar ist, seit wann Frühmenschen gekochte Nahrung zu sich genommen haben, läßt sich der Schluß ziehen, daß dieser Evolutionsschritt in erstaunlich kurzer Zeit abgelaufen ist, daß diese Form der Nahrungsaufnahme also einen sehr starken Ü.-Vorteil geboten hat.

Man könnte eine Spezies herausgreifen die sich im Laufe der Zeit anpasste und weiterentwickelte.

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