Eventuell falsche Angabe bei der Vaterschaft

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2 Antworten

Hi!

Also erst einmal - eine gar so schlimme "moralische Verfehlung" ist das ja nun auch wieder nicht, als daß Dich dafür irgendein normal denkender Mensch verurteilen würde.

Ein Vaterschaftstest ist im allgmeinen immer rechtsgültig, weil ein solcher ohnehin nur von Labors durchgeführt werden kann, die dazu auch in der Lage sind.

Wenn "Mann1" die Vaterschaft anerkannt hat, aber "Mann2" der Vater sein sollte, kann Dir dennoch kaum etwas passieren, weil "Mann1" ja keinen Unterhalt gezahlt hat (dieser könnte ihn ansonsten zurückfordern). Ob "Mann2" dann zur Kasse gebeten werde könnte, weiß ich allerdings nicht.

Am besten, Du wendest Dich mit Deiner Frage an einen Rechtsanwalt oder auch an eine Frauenberatungsstelle, die auch Rechtsauskunft gibt, da die Situation rechtlich doch eine etwas konfuse ist. Also hole Dir lieber erst einmal eine kompetente und verbindliche Rechtsauskunft. Denn es geht dabei nicht nur um Unterhaltszahlungen, sondern auch um (spätere) Erbansprüche usw.

Lg

Also erst einmal - eine gar so schlimme "moralische Verfehlung" ist das ja nun auch wieder nicht,

Nein?

Immerhin wurde dem Kind über 13 Jahre lang der Vater vorenthalten und dem Vater das Kind.

Was würdest du dazu sagen, wenn man das mit einer Mutter machen würde?

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@Eifelmensch

Jeder Mensch macht Fehler, oft auch aus einer verwirrenden oder hilflosen Situation heraus - Verurteilungen in einem moralischen Sinn scheinen mir, mit Verlaub, in solchen Fällen eben unangebracht.

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@whynot63

Ich verurteile hier niemanden, mein Kommentar bezog sich auf die Relativierung der Situation. Dies erscheint mir absolut unangebracht.

Das Kind wird sicher noch die entsprechenden Fragen stellen, warum es keinen Vater hat.

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1) Rechtlich anerkannt wird nur ein vom Gericht in Auftrag gegebenes Vaterschaftsgutachten.

2) Für dich keine.

Hallo,

vielen Dank erst einmal für die Antworten vonwhynot63 und Eifelmensch.

Allerdings habe ich ja nun jeweils quasi 2 unterschiedliche Aussagen erhalten. Welche Aussagen sind nun richtig(er)?

Viele Grüße

Betina

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@Betina80

Hi! Also, wie gesagt, informiere Dich am besten bei einem Rechtsanwalt, auch bezüglich Vaterschaftstest (Rechtsgültigkeit). Lg

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@whynot63

Zu deiner Unsicherheit.

Vater 1 kann von dir keine geleisteten Unterhaltszahlungen zurückfordern. Wenn dann müsste er diese vom Kind fordern, da Kindesunterhalt immer ein Anspruch des Kindes ist und nicht der Eltern gegeneinander. Geleisteter Unterhalt gilt als verbraucht und kann grundsätzlich nicht zurückgefordert werden. Da eine rechtliche Vaterschaft besteht/bestand waren die Zahlungen auch rechtmäßig.

Vater 1 hätte aber ggfls. die Möglichkeit Vater 2 wegen der gleisteten Unterhaltszahlungen auf Schadenersatz zu verklagen, wenn Vater 1 Unterhalt gezahlt hätte.

Geleisteter Unterhaltsvorschuss dürfte inzwischen verjährt sein und von der Seite sind keine Forderungen zu erwarten.

Ein Vaterschaftstest in irgendeinem Labor (Kosten zwischen 80 und 200,-€) begründet nur ein Vaterschaftsanfechtungsverfahren bzw. kann die Begründung für ein Vaterschaftsgutachten liefern.
Dieses Verfahren ordnet ein Gericht an.

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