Evas biss in den Apfel, gut oder schlecht?

15 Antworten

Adam und Eva waren vollkommen. Also ohne irgendwelche körperlichen und geistigen Probleme. Sie würden nie alt und krank werden und müssten nie sterben. Sie hatten eine spannende Aufgabe vor sich (Erde bevölkern, Paradies auf die ganze Erde ausdehnen, Tierwelt kennen lernen und unterwerfen...). Sowohl Gott, als auch die Engel und die Menschheit bildeten eine Familie.

1.Mose 3: 5 zeigt, dass das eigentliche Ziel war gleichgestellt mit Gott zu werden. Selbst die Regeln für Richtig und Falsch aufzustellen. Sich von Gottes Führung loszusagen. Der Mensch ist jedoch nicht so geschaffen, dass er sich selbst führen könnte (Jeremia 10:23; Prediger 8:9).

Die Folgen der Rebellion betrafen letztendlich nicht nur Adam und Eva, sondern auch sämtliche Nachkommen. Aus einem egoistischem Wunsch heraus, wurde die Menschheit von der himmlischen Familie abgespalten. Krankheit, Tod, mühevolle Arbeit, Abhängigkeit... praktisch alles Schlechte, was heute Menschen widerfährt ist Resultat der Fehlentscheidung Adam und Evas.

Deine Frage hinsichtlich der Allwissenheit:

Gemäß dieser Auffassung hat Gott, bevor er die Engel oder Menschen schuf, seine Fähigkeiten des Vorauswissens und Vorhersehens benutzt und im voraus alles gewusst, was nach der Schöpfung geschehen würde, so auch die Auflehnung des ersten Menschenpaares und sämtliche daraus resultierenden schlimmen Folgen bis zum heutigen Tag und noch darüber hinaus. Das würde letztlich bedeuten, dass jegliche Schlechtigkeit im Laufe der Geschichte (Verbrechen und Unmoral, Unterdrückung und sich daraus ergebendes Leid, Lüge und Heuchelei, falsche Anbetung und Götzendienst) einst, vor Beginn der Schöpfung, nur in Gottes Sinn existierte, in Form seines Vorherwissens jeder kleinsten Einzelheit der Zukunft.

Hätte der Schöpfer der Menschheit aufgrund seiner Fähigkeit des Vorherwissens tatsächlich alles vorhergesehen, was sich seit der Erschaffung des Menschen abgespielt hat, dann hätte er mit den Worten „Lasst uns Menschen machen“ absichtlich den Anstoß zu all dem Bösen gegeben, was danach geschehen ist (1. Mose 1:26). Dies widerspricht jedoch der klaren Aussage, dass Unordnung und alles Schlechte nicht vom Himmel, von Gottes Gegenwart, stammen, sondern ‘irdischen, animalischen, dämonischen’ Ursprungs sind (Jakobus 3:14-18).

Die Definition von "allwissend" liegt letztendlich bei Gott. Es ist nicht eine Frage der Fähigkeit, denn bei Gott sind alle Dinge möglich (Matthäus 19: 26), sondern eine Frage des Wollens und ob es Gott überhaupt angebracht hält. Hier einige Beispiele, wo Gott sein Vorauswissen nicht angewandt hat: In1. Mose 11:5-8 wird beschrieben, dass Gott seine Aufmerksamkeit der Erde zuwandte, sich mit der Situation in Babel beschäftigte und sofort beschloss, etwas zu unternehmen. Er unterrichtete Abraham von seiner Entscheidung, (durch seine Engel) eine Untersuchung vorzunehmen, um „zu sehen, ob sie ganz nach dem darüber erhobenen Geschrei handeln, das zu mir gekommen ist, und wenn nicht, kann ich es erfahren“ (1. Mose 18:20-22; 19:1). Gott sprach davon, dass er ‘mit Abraham bekannt und vertraut geworden’ war, und nachdem Abraham tatsächlich versucht hatte, Isaak zu opfern, sagte er: „Jetzt weiß ich wirklich, dass du gottesfürchtig bist, indem du mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast“ (1. Mose 18:19; 22:11, 12; vgl. Nehemia 9:7, 8; Galater 4:9).

Gottes wahlweiser Gebrauch seines Vorherwissens bedeutet, dass er beschließen kann, nicht alle künftigen Taten seiner Geschöpfe vorherzuwissen. Somit konnte Gott dem ersten Menschenpaar in aller Aufrichtigkeit ewiges Leben auf einer von Bosheit freien Erde in Aussicht stellen, weil alles, was sich nach der Schöpfung abspielte, nicht lediglich der Ablauf von Dingen war, die er bereits vorhergesehen und vorherbestimmt hatte. Als er den ersten Menschenpaar, die vollkommen und frei von Sünde waren, gebot, die Erde mit Nachkommen zu füllen, sie zu einem Paradies zu machen und sich die Tierwelt zu unterwerfen, gab er ihnen nicht einen Auftrag, dessen Ausführung von vornherein zum Scheitern verurteilt war, sondern er gewährte ihnen dadurch ein Vorrecht, das seine Liebe und sein aufrichtiges Interesse an ihnen bewies.

Der "Biss" in die Frucht war wohl die größte Katastrophe, die jemals auf der Erde geschehen ist, weil die Folge davon Leid, Krankheit, Angst, negative Gefühle, Mobbing, Probleme und Tod war. All das gab es vor dem Sündenfall nicht und deshalb freue ich mich schon darauf, wenn Gott eine neue Schöpfung erschaffen wird, in der es das nicht mehr gibt: "Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, so daß man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden" (Jesaja 65,17).

"Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen" (Offenbarung 21,4).

"Dass auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt" (Römer 8,21-22). 

Adam und Eva hatten die freie Wahl, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. Die Allwissenheit Gottes steht dieser Wahlmöglichkeit nicht entgegen. Sie entschieden sich selbst ganz bewusst, gegen Gottes damals einziges Gebot zu verstoßen, um selbst wie Gott zu sein und "ihr eigenes Ding" zu machen.

Ebenso haben auch wir heute die freie Wahl, uns für oder gegen Gott zu entscheiden. Gott möchte keine Roboter, die wegen ihrer Programmierung an Gott glauben und ihn lieben müssen. Er sucht Menschen, die sich in aller Freiheit ihn entscheiden. Echte Liebe kann nur mit einer freien Wahl einhergehen...

Ohne Erkenntnis auch keine Möglichkeit, einander entsprechend als ergänzend zu erkennen und ohne diese Erkenntnis keine Möglichkeit, dem Gebot, sich zu mehren, zu folgen und daher auch nicht die Möglichkeit, Nachfahren hervorzubringen. Damit die Erde nicht in Rekordzeit überbevölkert gewesen wäre, musste nach Beginn der Erkenntnis der Zugang zum Baum des Lebens verwehrt werden, sonst würden sogar Adam und Eva noch immer leben, sofern all dies tatsächlich so gewesen ist, wovon man nicht immer von solchen Botschaften ausgehen kann, egal wie sehr diese tatsächlich von Gott inspiriert waren.

Um es kurz zu fassen: Ja ich finde, dass es eine gute Entscheidung war, sofern es sich so zugetragen hat. Ich sehe auch nicht, dass sich darauf so etwas wie die Vorstellung einer Erbsünde begründen ließe, sondern im Gegenteil die Möglichkeit einerseits zu leben und eigene Entscheidungen zu fällen und an Erkenntnis zu wachsen und andererseits durch den Tod am Ende des Lebens ins ewige Dasein (zurück) gelangen zu können. 

Blödsinn !

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@naaman

Ohne Begründung ist das keine konstruktive Kritik, sondern eine Beleidigung, also entweder begründest Du bis morgen Abend Deinen Kommentar oder ich melde diesen wegen Beleidigung.

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