Evangelisch und trotzdem agnostisch, geht das?

13 Antworten

Klar kann man evangelisch sein und trotzdem Agnostiker; man kann sogar katholisch und gleichzeitig Agnostiker sein. Die gläubigen Katholiken / Evangelischen gehen halt einen Schritt weiter als die Agnostiker. Sie sagen: Es gibt einen Gott. Der Agnostiker dagegen schließt die Existenz Gottes nicht aus, schließt allerdings auch nicht aus, dass es eventuell einen Gott nicht gibt. Der Agnostiker erkennt an, dass es das Unbegreifliche gibt, nur sagt er: man kann über das Unbegreifliche keine Aussagen machen; deshalb - so der Agnostiker – beschäftige ich mich nicht weiter mit diesen Fragen; tue ich es doch, tappe ich sowieso nur (spekulierend) im Dunkeln herum. Wenn die (gläubigen) Evangelischen / Katholiken ganz ehrlich sind, müssten sie eigentlich zugeben, dass ihre Auffassung von Gott keine bewiesene Gewissheit ist, sondern nur eine „Glaubensgewissheit“. Mit gleichem Recht könnte ein (radikaler) Atheist sagen: Es gibt keinen Gott und dies auch als „Glaubensgewissheit“ ausgeben. Eine andere Frage ist es, ob die Wahrscheinlichkeit eher dafür spricht, dass es einen Gott gibt. Dieser Meinung bin ich (Dawkin meint umgekehrt, die Wahrscheinlichkeit spreche eher dagegen, dass es einen Gott gibt). Nicht nur die zahlreichen sog. Gottesbeweise sprechen m.E. für die Existenz Gottes, auch die (von den Agnostikern nicht bestrittene) Annahme, die Naturgesetze seien dafür verantwortlich, dass es diese Welt und die evolutionäre Höherentwicklung der Lebewesen gibt. Fragt man sie aber, woher die Naturgesetze kommen, sagen sie (die Agnostiker): die waren schon immer da. Aber irgendwer muss sie sich doch ausgedacht und derart „ins Leben gerufen“ haben, dass die Welt und die Natur entstehen konnte, jemand, der auch schon immer da war: eben Gott! Wie gesagt: das ist nur eine „Wahrscheinlichkeitsannahme“, eben ein Glaube, kein wissenschaftlicher Beweis; der aber ist ohnehin in dieser Frage nicht möglich. Manche Agnostiker schließen zwar einen allmächtigen (Schöpfer-) Gott nicht aus, sie schließen aber einen „allgütigen“, liebenden (christlichen) Gott aus, und sie können hier beachtliche Indizien, wenn nicht Beweise anführen: z.B. das eigentlich schreckenerregende Gleichgewicht in der Natur (Fressen und gefressen werden); dann die Ungerechtigkeit der Menschenschicksale (die einen müssen aus unerfindlichen Gründen mehr oder weniger furchtbar leiden, andere werden aus unerfindlichen Gründen vom Glück begünstigt).

Da die Lutheraner allesamt sehr klamm bei Kasse sind, werden sie Dich nicht rauswerfen. Der Rest ist Deine Sache. Immerhin kannst Du Dich zurückziehen auf das erste Gebot, wo es heißt: Du sollst Dir kein Bild machen ... und im Buch Job wird der in den Senkel gestellt etwa mit den Worten, "Wer bist Du, dass Du mich erkennen willst?". Wenn man das ernst nimmt, ist Agnostizismus sogar im alten Testament begründet. An den Gleichnissen Jesu fällt zudem auf, dass er immer Wert auf Taten der Mitmenschlichkeit legt, nicht auf das Lippenbekenntnis. Damit haben die Lutheraner aus historischen Gründen (Der Glaube allein - gegen die Seligkeits-Kaufpraxis (z.B. Ablass) der röm. kath. Kirche) ein Problem, aber das muss Dich heute ja nicht mehr anfechten. Ich habe kein Problem damit, viele Fragen offen zu lassen, wenn ich zur Überzeugung komme, dass es für mich dazu nicht wirklich eine Lösung gibt. Es gibt viele Phänomene der Wirklichkeit, die man nicht glattbügeln kann und auch nicht glattbügeln muss. Albert Camus nennt diese Brüche DAS ABSURDE. Er macht meiner Meinung nach zu Recht vielen Philosophen den Vorwurf, dass sie nicht über die Welt reden, wie sie ist, sondern sich eine zurechtbiegen, in der ihre kleine Menschenlogik glatt aufgeht. Insoweit ist Camus ein Agnostiker nicht nur in Bezug auf Gott sondern auf alle Bruchkittungen der Philosophie.

Entweder du glaubst an Gott oder nicht oder du bist dir nicht sicher. Nur im ersten Fall kannst du Christ sein. Du kannst nicht so auf Verdacht sagen, dass du Christ bist (vielleicht um am Ende erlöst zu werden), wenn du nicht auch davon überzeugt bist.

Davon unabhängig kannst du beliebig evangelisch oder ein Anhänger Buddhas oder was auch immer auf dem Papier sein.

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Welcher Variante des Agnostizismus ist das, wenn ich nicht an einem Gott oder mehreren​ Göttern glaube, doch deren Existenz auch nicht ablehne, weil ich der Meinung bin, dass man kein Wissen über einen Gott /mehreren​ Göttern etc. haben kann, weil die angeblichen Beweise für den einen Gott oder Göttern der jeweiligen Religion/Glaube bei mir keinen Stand haben und ich die Definition Gottes auch nicht weiß, weil beispielsweise auch die Natur der Schöpfer sein könnte oder außerirdische Wesen und nicht unbedingt ein unsichtbares hochintelligentes Wesen?

Ich hatte mal auf Wikipedia beim "Varianten des Agnostizismus" nachgelesen was ich für ein Agnostiker bin, doch ich fand es nicht oder habe es vielleicht nicht verstanden.

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand helfen könnte.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus

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