Ev. Theologie studieren?

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10 Antworten

Ja, je nach dem wo du genau studierst (also welche Dozenten du hast, und Mitstudenten), kann das tatsächlich ein Problem werden. Das gilt auch für später, je nach dem können deine "Schäfchen" Mühe mit dir haben. Ich finde es aber ganz toll dass du deine freikirchliche Prägung und damit verbundene Beziehung zu Gott auch in andere Konfessionen bringen willst.

Andererseits studiert eine Freundin von mir katholische Theologie, und sie erlebt ebenfalls Gott persönlich in ihrem Leben. Derzeit kommt sie ganz gut klar damit. Aber sie strebt nicht unbedingt eine berufliche Laufbahn im kirchlichen Bereich an.

Hast du dir schon einmal überlegt auf einen Bibelschule zu gehen? Es gibt ja im deutsprachigen Raum verschiedene, und vielleicht würdest du dich dort wohler fühlen.

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homme 24.03.2013, 07:57

Auch hier gilt mein Kommentar "Traurig und für nicht Fachkundige schwer nachvollziehbar, aber wahr!" - Schließlich sollte es nach dem Inhalt der Bibel - der einzigen echten Grundlage des christlichen Glaubens - auch nur eine Glaubenspraxis geben.

Sehr gut auch der Vorschlag mit der Bibelschule. - Kann in diesem Zusammenhang die Bibelschule Brake empfehlen. Mehrere Freunde haben dort studiert. An den Früchten ihrer Prägung, ihres Fachwissens und ihrer Predigten gemessen, sehr empfehlenswert.

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Ich spreche jetzt mal für das Lehramt Theologie: Um Religion unterrichten zu dürfen, benötigt man die Vokation der ev. Kirche (ich geh jetzt einfach mal von ev aus). Diese bekommt man nur, wenn man nach den Leitlinien der Kirche unterrichtet. Allerdings bekommen auch die verschiedenensten Freikirchler diese Vokation, auch wenn sich die "Art des Glaubens" teilweise starkt unterscheidet. (V.a. in der Taufpraxis sag ich jetzt mal als Beispiel) Beim reinen Theologiestudium gibt es ja auch sowas wie die Vokation (Ich weiß grade nicht, wie es sich hier formal genau verhält). Wenn es beim Unterrichten so ist, dass auch Freikirchler die Unterrichtserlaubnis bekommen, dann könnte es doch bei Theologie ähnlich sein. Ausschließen würde ich es nicht. Wenn es dir nur um das Leben an der Uni geht: Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen. Die theol. Fakultät meiner Uni ist ein sehr bunt gemischtes Trüppchen von Evangelischen, Katholischen, Freikirchlern aller Art, Atheisten die das nur aus Interesse studieren und und und. Abgrenzung habe ich bisher noch nicht erlebt, vor allem nicht von Seiten der Profs.

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Ich denke, solange du für dich selber eine solide Glaubensbasis hast, geht das. Du musst ja nicht jede Theorie annehmen, die da gelehrt wird. also für dich selber annehmen. aber wenn du mit Gott in kontakt, also persönlichem kontakt(gebet) bleibst, dann wird er dich da auch führen. Aber nicht alle, die theologie studieren halten auch wirklcih was davon. viele dachten sich auch: ach reli, nehmen wir das, da macht man ja eh nciht so viel und es ist nicht so schwer. Von wegen! Also wunder dich nicht, wenn du da den ein oder anderen komischen seitenblick zuggeworfen bekommst, wenn du von einer persönlichen beziehung spichst. aber finde ich sehr cool!!! Kommt denke ich aber auch auf die ganze situation an, also wer ist der dozent, wie siehts bei den kommilitionen glaubensmäßig aus und so. aber viel erfolg, falls du dich dafür entscheidest!! :) LG & Bete doch eindach nochmal über deine entscheidung und frage eventuell einen pfarrer, der das schon hinter sich hat? Oder leute von der uni :) Ich bete auch für dich =) Hoffe, dass du die richtige Entscheidung triffst :) LG Jesuslovesyou =)

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anniegirl80 24.03.2013, 21:31

Drüber beten finde ich auch eine super Idee!

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Hallo.

Wie wäre es mit der FH Elstal? Die Studiengänge sind akkreditiert und die Bedingungen sind m.E. sehr gut dort.

http://www.theologisches-seminar-elstal.de

In meiner Gemeinde (ev.-freik.) studiert jemand an der Uni Theologie. Das ist nicht immer unbedingt einfach als praktizierender Christ. Fast alle ihrer Kommilitonen haben keine Beziehung zu Jesus und man erwartet Dinge, die Dich in einen Gewissenskonflikt bringen werden, wie z.B. Teilnahme an interreligiösen Gebeten. Außerdem wirst Du wahrscheinlich Erfahrungen gezielter Ausgrenzung machen, wenn Du Dich entsprechend Deiner Überzeugungen klar positionierst, statt die Klappe zu halten und Punkte zu sammeln.

Ich persönlich würde es für eine Verschwendung von Lebenszeit halten, wenn ich weiß, dass ich im Studium Dinge lernen sollte, die ich größtenteils nicht mittragen kann, während ich an einem anderen Ort in derselben Zeit "gesündere" Lehre mir aneignen könnte.

LG

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Also ich selber bin überhaupt nicht gläubig (in dem Sinne, dass ich ein überzeugter Agnostiker/Skeptiker bin) aber ich habe in Marburg an evangelischen Theologieseminaren teilgenommen. Ich kann dir sagen, dort kannst du es dir es sparen zu studieren. Ich weiß nicht, wie es an anderen Universitäten ist. Marburg ist ja auch bekannt dafür, dass dort eine relativ liberale evangelische Theologie gelehrt wird. Es ist aber auf jeden Fall so, dass viele Studenten aus den Freikirchen (es kommen da ja relativ viele Studenten aus dem Bereich Biedenkopf), die aus meiner Sicht nen Recht schweren Stand haben. Für mich als Philosoph war eine verkopfte Form von Theologie auf jeden Fall besser nachvollziehbar und studierbar, aber ich würde dir raten dann besser eine andere Universität zu nehmen. Von seiten der Professoren wurden eigentlich alle Positionen die man so eher als freikirchliche kennt schnell abgekanzelt und erstaunlich wenig einer Diskussion gewürdigt (was ich auch sehr schade fand, zumindest auseinandersetzen könnte man sich damit).

Im übrigen bin ich auch der Meinung, dass man tatsächlichen Zugang zu Glauben, wenn auf deinem Weg haben kann, nämlich über Emotionalität und nicht über Rationalität, von daher würde ich auf jedem Fall auf deinem Weg bleiben, wenn du Pfarrer werden willst. Ich denke Gott kann man vermutlich nur über ein "erleben" vermitteln, wenn man daran glaubt. Aber klar, wenn du Pfarrer werden solltest ist auch klar, dass jede Kirche ihrer Richtlinien hat. Machen was du willst kannst du da auch nicht... Allerdings, klar bei meiner "ungläubigen" Weltanschauung, würde ich aber auch dazu raten auf keinen Fall in einem rein freikirchlich geprägtem Umfeld zu studieren. Einfach damit du eine größeren Blick auf deinen Glauben bekommst und deine eigenen Glaubensinhalte mit denen anderer Strömungen und Denkrichtungen abgleichen kannst. Das wird nämlich entweder deinen Glauben festigen oder verändern. Wenn der Glaube nie geprüft wird, dann ist es auch kein fester ;-)

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Die ev. wie auch kath. Lehre ist klar definiert und diesem Weg musst Du folgen. Nur so kannst Du das Studium erfolgreich abschließen. Platz für den "eigenen Weg" gibt es da nicht viel.

Das gleiche gilt im Pfarramt. Dort hast Du die Lehrer der Kirche so zu vertreten und zu verbreiten, wie es eben jene Kirche vorschreibt. Auch hier bleibt nicht viel Platz für eigenen Interpretationen.

Zwar kann dich keiner zwingen dies nicht zu tun, also deinen eigenen Weg mit einfließen zu lassen, aber so wirst Du auf keinen Fall das Studium schaffen oder lange im Pfarramt sein (auch dort ist man "kündbar").

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homme 24.03.2013, 07:48

Traurig und für nicht Fachkundige schwer nachvollziehbar, aber wahr!

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Scaver 24.03.2013, 18:12
@homme

Aus Glaubenssicht gesehen ja, als Kaufmann kann ich nur sagen: Wenn ich Joghurts vertreibe soll mein angestellter ja auch ned sagen, dass die nicht das wahre sind und es bessere gibt.

Von daher schon richtig, dass die Kirchen nicht wollen, dass ihre Thesen und Wege anders dargestellt werden. Trotz allem, bis zu einem Gewissen Grad, sind auch die Kirchen etwas liberal. Unser Pfarrer in meiner alten Gemeinde (war da früher auch Messdiener) war auch sehr offen und frei. Leider nie wieder so einen Pfarrer kennen gelernt und nie wieder so schöne Messen... naja ^^

Wenn man mit seiner Meinung halt zu weit abweicht, muss man sich eine andere Religion suchen oder gar eine eigene Gründen.

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KaeteK 25.03.2013, 11:56

Und trotzdem bin ich dankbar, dass es ganz mutige Pfarrer gibt, die dennoch die Wahrheit von der Kanzel predigen, wie eins Wilhelm Busch..Solche Pfarrer braucht die Kirche, damit auch in diesen Kirchen noch Menschen zum wahren Glauben kommen und errettet werden. Ich weiß, dass es sie gibt und dies Pfarrer sehr darunter leiden und dennoch das Handtuch nicht werfen, aus Liebe zu ihrem Heiland.

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Also ich hatte deine Position auch und ein guter Freund (Pfarrer einer ev. Kirche) gab mir folgenden Tip: Du brauchst einen festen Glauben, einen guten Seelsorger und die Fähigkeit andere Meinungen einfach stehen zu lassen.

So hat es funktioniert. Wenn auch nicht ganz entspannt. Immer wieder gab es Herausforderungen. Die deutsche Theologie ist sehr, sehr liberal. Du wirst wahrscheinlich ordentlich herausgefordert sein. Du solltest das nur tun, wenn du eine gute Gemeinde im Rücken hast, die dich trägt. Wenn du die Möglichkeit hast, studiere in der Schweiz - in Basel zB. Die sind wesentlich bibeltreuer. LG Heiko

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Ich kenne Gemeinden der evangelischen Landeskirche, in denen du so Pfarrer sein könntest, wie du es beschrieben hast.

Leider weiß ich aber auch, dass es andere Gemeinden gibt und dass vor allem die Lehre an einigen Universitäten nicht gerade biblisch ist, um es vorsichtig auszudrücken.

Deshalb ein Alternativvorschlag: Wie wäre es, wenn du eine Ausbildung zum Pastor einer FeG (Freien evangelischen Gemeinde) an der Theologischen Hochschule Ewersbach machen würdest? Ich kann mir vorstellen, dass diese Ausbildung deinen Wünschen und Vorstellungen und vor allem deinem Glaubensverständnis wesentlich mehr entgegenkommen würde als ein Theologiestudium an einer Universität.

Die Homepage der Theologischen Hochschule (der Hochschulabschluss müsste mittlerweile staatlich anerkannt sein) mit weiteren Infos und Kontaktdaten: http://th-ewersbach.de/theologische-hochschule/startseite.html

Ich wünsche dir alles Gute, die richtigen Entscheidungen und Gottes Segen auf deinem Weg! LG

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Also eigentlich finde ich deine einstllung echt super. Eine persönliche, erfahrbare und erlebte Beziehung zu Gott sollte IMMER das Fundament sein!! :) LG

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Hallo, guck dir doch mal die Webseite von Beröa, einer pfingstlichen Bibelschule an: http://beröa.de/

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Abendsonne43 25.03.2013, 19:12

Das ist zu empfehlen!

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