Europäische Feuerwehrtechnik in den USA?

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2 Antworten

Hallo willom,

zumindest habe ich davon noch nichts gehört.

Ich denke, in den USA gibt es eine ganze Reihe von Schranken für deutsche Fahrzeughersteller.

1.) Besteht in den USA ein großer Nationalstolz, was sich auch auf den Vorzug amerikanischer Produkte auswirkt. Denk zum Beispiel man an Daimler-Chrysler. Die haben vor einigen Jahren versucht, den Mercedes-Benz Sprinter in den USA zu vermarkten. Ohne Erfolg. Dann hat man dem Sprinter ein Chrysler-Emblem auf den Kühlergrill geklebt - und schon lief der gleich viel besser (bis zur Abspaltung von Chrysler).

2.) Liegt es sicherlich auch nicht im Sinne des Staats, bei staatlichen Organisationen wie der Feuerwehr in ausländische Technik/Unternehmen zu investieren. Das wäre ja ein schlechtes Signal in Richtung der eigenen Wirtschaft und erst recht nach außen hin (mangelndes Vertrauen in die eigene Technik) und würde die eigene Wirtschaft schwächen.

3.) Dürfte die Ersatzteileversorgung sowohl beim Fahrgestell als auch beim Aufbau in den USA ein Problem sein. Einsatzfahrzeuge müssen in der Regel binnen Stunden einer Reparatur zugeführt werden können. Dafür bedarf es ein flächendeckendes Netz an Werkstätten und entsprechende Ersatzteileversorgung. Das ist in einem flächenmäßig derart großem Staat wie den USA "von Null an" schwer umzusetzen - vor allem in den ersten Jahren, wenn sich dieses Netz aufgrund der geringen Stückzahl an (deutschen) Fahrzeugen schlichtweg nicht rentiert.
Das ist übrigens auch in Deutschland ein großes Ausschlusskriterium bei ausländischen Feuerwehrfahrzeugherstellern. Fahrzeuge werden auch hier europaweit ausgeschrieben - trotzdem bekommt in den seltensten Fällen ein Exot aus dem Ausland den Zuschlag - eben weil Service und Ersatzteilversorgung in der vorgegebenen Zeit meistens nicht einzuhalten ist.

Davon einmal abgesehen beobachte ich in den letzten Jahren eigentlich eher, dass man sich in bei deutschen Feuerwehren bestimmte Dinge aus den USA abschaut. Beispielsweise Teleskopmastbühnen und Gelenkmäste, die in den USA schon in den 60er/70er Jahren genutzt wurden - und in Deutschland erst in den letzten 15 Jahren in Mode kommen. Oder Midship-Pumpen, wie sie z.B. Schlingmann in seinem neuen Varus anbietet und zuvor auch schon im LF-L. Dazu dann noch Werkzeuge wie das Halligan-Tool oder Signaltechnik wie  Bullhorn/Airhorn, Front- und Seitenblitzer usw.

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denke eher nicht

die interessieren sich nicht, ob es effizienter etc. oder länger haltbar ist solange es funktioniert

das problem bei solchen dingen ist, dass ersatzteile etc. teuer aus dem ausland geschifft werden muss und die wartung fällt dann auch teurer aus

mein dozent hat mir mal folgendes beispiel genannt:

es ist eine deutsche firma, die hochentwickelte produktions maschinen verkauft, hat aber auf dem US markt wenig erfolg

obwohl die deutschen maschinen länger halten und qualitativ besser sind

jedoch dauert es monate bis ersatz da ist und es ausfälle gibt

bei den amerikanischen maschinen kann einfach innerhabl von 4 stunden ein techniker gerufen werden oder ersatz innerhalb von einer woche geliefert werden, ist nicht effizienter aber schneller und so ist das nunmal in der wirtschaft

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