Europäer - Diebe der Weltweiten Territorien?

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9 Antworten

Hallo!

Tja, Herrschafts- und Profitgier war leider immer schon verlockend für den Menschen. Die Frage sollte also weniger lauten, weshalb Menschen so etwas tun, sondern eher weshalb ausgerechnet Europäer dies getan haben. Darauf gibt es eine logische Antwort:

Wenn Du einen Blick auf die Landkarte wirfst und die Form von Afrika mit der von Europa vergleichst, was fällt Dir dann auf? Afrika ist langgestreckt. Es beginnt am Mittelmeer, zieht sich über den Äquator und reicht bis weit nach unten ins gemäßigte Klima der südlichen Hemisphäre. Das afrikanische Land durchläuft also viele verschiedene Klimazonen: Von der Wüste Sahara geht es zur subtropischen Subsahara und weiter zu rein tropischen Klimagebieten, bis man im gemäßigten Südafrika ankommt.

Und nun sieh Dir Eurasien an: Im Gegensatz zu Afrika, das sich von Norden nach Süden erstreckt, beginnt Europa am Atlantik und erstreckt sich bis zu den Küsten Chinas und Vietnams am Stillen Ozean nach Osten. Es ist also klein und dick. Mit anderen Worten: Eurasien kann man vom Stillen Ozean bis zum Atlantik durchqueren und erlebt dabei nur einen verhältnismäßig geringen Klimawechsel. In Afrika hingegen stößt man auf dem Weg von Ägypten nach Südafrika auf viele verschiedene Klimazonen.

Die afrikanischen Gesellschaften, die eine Agrarwirtschaft entwickelt haben, konnten sich also nicht in Richtung Europa ausdehnen. Denn ihre Kulturen konnten weiter nördlich in Richtung Äquator bzw. in der Sahara natürlich nicht Wurzel fassen.

Die Völker Europas hingegen konnten sich nach der Entdeckung der Agrarproduktion unbeschränkt beliebig nach Westen oder Osten ausbreiten, in andere Gebiete eindringen und dabei die Überschüsse, aber auch die Kultur der unterlegenen Gesellschaften erobern, ihre Technik imitieren und ganze Reiche erschaffen.

Fazit: Die objektiven geographischen Bedingungen mussten die australischen Aborigines, die amerikanischen Ureinwohner und die Mehrheit der Afrikaner zu den heutigen Verhältnissen führen.

LG

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Kommentar von uyduran
29.03.2016, 21:41

Danke für die Auszeichnung!

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Die Europäer hielten sich für was Besseres und meinten, dass es gut für die Menschen in anderen Kontinenten wäre, wenn man Ihnen die "Kultur" brachte.

FRaglos wurden dabei viele Graussmkeiten begangen udn Völkermorde ausgeführt.

Aber sich für etwas Besseres halten, ist nicht eine Eigenschaft, auf die die Europäer ein Monopol haben.

Die Chinesen hielten sich alnge Zeit für weit überlegen (waren es ja vermutlich auch). Ebenso die Japaner.

Auch heute haben wir es gelegentlich mit Leuten zu tun, die Ihre Kultur für höherwertig halten.

Aber Du darfst die Eroberung und Ausbeutung von Kolonien nicht mit z. B. der Gründung des Staates Israel verwechseln. Auf dem Gebiet haben schon vor weit mehr als 2.000 Jahren Israelis gelebt udn auch wenn sehr viele von denen in den ersten Jahrhunderten des 1 Jahrtausends unserer Zeitrechnung von dort vertrieben wurden, haben dort immer welche gelebt.  Egal wer regierte. Araber hatten dort ebenso die Macht wie viele hundert Jahre die Osmanen. Die Gründung des Staates Israel war logisch. Und es leben sowohl Araber wie Palästinenser friedlich in Israel, sogar mit eigenen Parteien im Parlament vertreten.

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Kurz und bündig!

Des wohlstandes wegen! Andere länder und Kontinente bieten reichlich rohstoffe und vorkommen.. denkst du europa wäre heute das was es ist, wenn sie nicht über Jahrhunderte hinweg andere ausgebeutet hätten!? 

Die sogenannte dritte welt ist ein Produkt europäischer habgier! Welche nicht existieren würde, wenn europa vor allem in der Kolonialisierungszeit, nicht derart habgierig und skrupellos vorgegangen wäre.. 

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Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist,
wird der weiße Mann feststellen, dass man Geld nicht essen kann"

 

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Kommentar von Maxieu
28.03.2016, 16:22

Während die Cree und andere Stämme auf ihrer Büffeljagd durchaus einmal hunderte oder tausende von Büffeln auf einen Abhang zutrieben, um hinterher einen Bruchteil davon zu konsumieren.

War vermutlich auch ökologisch, nämlich als Präriegras schonende Maßnahme gedacht.

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Europäer  "...pflanzen sich..."

Wieso Präsens? Tun sie es noch?

Und du findest, es ginge den Algeriern, den Maliern oder den Vietnamesen
heute besser, wenn die Franzosen nie bei ihnen aufgetaucht wären?
Komisch, dass dann so viele von ihnen heute in Frankreich leben oder nach Frankreich emigrieren wollen.


"...in Südafrika die Apartheid geschaffen..."

Während doch im Rest Afrikas die vielen Völker und die arabischen Eroberer und Sklavenhändler in Harmonie zusammenlebten?

Hast du dich einmal gefragt, wieso man außerhalb der arabischen Halbinsel Arabisch spricht?

Und auch, wie es den Südafrikanern und den Zimbabwern heute so geht?

Und die Türken (Seldschuken/ Osmanen)?

Du findest, sie wären besser in Mittel-/ Ostasien geblieben, d. h. im Bereich der heutigen Mongolei, Turmenistans und Kasachstans?
Da wirst du hier vielleicht manche Zustimmung finden...

Ach so, ja, sie wollten ja die Griechen kulturell auf den neuesten Stand bringen.
Bei kulturell Unbelehrbaren wurden allerdings gelegentlich pädagogische Mittel eingesetzt, angesichts derer die UNESCO wohl den tadelnden Zeigefinger erhoben hätte...


"Israel wurde zum größten Teil von europäischen, verfolgten Juden...
...in die Unabhängigkeit gedrängt"...

Na, ja, sagen wir doch lieber: besiedelt - und zwar, wenn wir an die erste Hälfte des 20. Jh. denken - und wirklich nur diesen Zeitraum.
Zum Drängen in die Unabhängigkeit hat dann auch die (z. T. verständliche) feindselige Umgebung beigetragen.

Inzwischen leben in Israel aber mehr Juden, die von Juden
abstammen, die aus arabischen Ländern vertrieben wurden,  als solche europäischer Abstammung.

Und außerdem: In Israel leben heute auch mehr Palästinenser als dort lebten, bevor Juden sich nach 1900 dort ansiedelten, um aus dem zu großen Teilen unfruchtbaren Land, das vorher unter türkisch-osmanischer Herrschaft gestanden hatte, eine bewohnbare Wohlstandsregion zu machen, in der sich viele Palästinenser heute lieber aufhalten als in so manchem arabischen Nachbarstaat.








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Hier schmeisst du aber viele Dinge in den Topf. Zudem auch welche aus völlig anderen Zeiten unter anderen Bedingungen und Weltansschauungen. Und wieso nur die "Europäer"???

Das Eingeborene durch die Jahrhunderte durchweg miserabel behandelt wurden, oder als Störfaktor angesehen wurden, ist ein Effekt der bei einer Landnahme als normal galt. Man betrachtete die Wilden als minderwertig.

Dies vor allem mit dem Hintergrund der anderen Religion, oder der eigenen Arroganz der industriellen Nationen.

Warum du aber die Ammis hier ins Feld führst scheint mir hier aber des Pudels Kern zu sein. Ich denke du siehst den Amerikaner als Weltübel an. ;-)

Dazu fallen mir aber noch andere Nationen ein die sich nicht gerade als Menschenfreunde erwiesen haben.


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Warum? Weil sie es konnten/können.

Das sind zwar nicht die gleichen Dimensionen, aber du wirst auch darum bemüht dir Vorteile zu verschaffen, auch wenn jemand darunter leidet -- beispielsweise wenn du darum bemüht bist einen Job zu bekommen, den andere auch haben wollen, etc.

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Je größer der Privatbesitz an Produktionsmitteln, finanzgeschäften, Dienstleistungen, Grundstücken usw., desto mächtiger werden solche Menschen und ihre Staaten und umso größer der Appetit nach mehr.

Paradebeispiel der Hitler-Faschismus. Jwe mehr er erstarkte, desto größer ward seine Gier.

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Eine völlig verpeilte und einäugige Sicht.

Araber, Chinesen, Inder, Majas, Inkas, Atzteken etc.  haben sich ebenfalls alle mal als "Diebe" betätigt.

"Europäer" waren dabei nur diejenigen, die pahsenweise erfolgreicher waren/sind.

Historisch aber auch nur eine Momentaufnahme...

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