Europa Diskussion?

7 Antworten

Der letzte Satz ist etwas lang und wirr formuliert, ich bin mir nicht sicher, was du nun eigentlich fragen wolltest. Deutscher im Sinne des Gesetzes ist jeder, der die deutsche Staatsangehörigkeit hat, egal, wie er aussieht.

Natürlich kann man den Begriff "Deutscher" auch anders auffassen, wenn man das möchte. Dann muss man das entsprechend formulieren, wobei das gar nicht so einfach ist, denn nur allzu leicht tritt man damit in ein verbales "Fettnäpfchen". Man spricht manchmal (eher scherzhaft) von "Biodeutschen", aber einen anderen, richtig prägnanten Begriff dafür kenne ich auch nicht. "Deutscher ohne Migrationshintergrund", aber das klingt recht sperrig.

Natürlich gibt es so etwas wie eine "Selbstidentifikation". Wobei die offizielle Staatsangehörigkeit ja nicht beliebig ist, entweder hat man die deutsche Staatsangehörigkeit oder nicht. Es gibt auch Leute, die zwei haben. Zu welchem Staat sich letztere mehr hingezogen fühlen, ist auch ein Teil dieser Selbstidentifikation.

Begriffe wie "ausländisches Aussehen" und "normales Aussehen" sind relativ nichtssagend. Jeder Mensch ist fast überall auf der Erde ein Ausländer (außer im eigenen Land). Und was "normal" ist, kann überall verschieden sein.

Zudem schwirren in diesem Bereich viele Klischees herum. So sind "Südländer" keineswegs immer schwarzhaarig. Es gibt z.B. hellblonde Albaner (auch wenn die nicht die Mehrheit sind). Einen Begriff wie "südländisches Aussehen" halte ich persönlich auch für wenig hilfreich. Auch, wenn dieser Begriff oft in Debatten erscheint.

Habe ich als Deutscher für einen Schweden ein "südländisches Aussehen"?
(immerhin kann man eindeutig feststellen, dass Deutschland südlich von Schweden liegt). Oder hat ein hellhäutiger Südafrikaner für einen (vermutlich) schwarzen Bewohner aus Botswana ein "südländisches Aussehen"?

Das ist zumindest diffus.
Ein Europäer-Gen gibt es genausowenig.

Entscheidend für die Europdiskussion ist die nationale Zugehörigkeit, oder eben der Nationalsstaat.
Der ist genau nicht ausdem luftleeren Raum gefallen, sondern gehört zu Identität der jeweiligen Völker.

Auch wenn die Kelten fast gant Europa besiedelten, stellen diese heute keine Gemeinsamkeit für Europäer dar.

Ja die Kultur (eventuell Sprache) ist erhalten geblieben. Genetisch sind die Schotten und Iren gemischt.

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Russen, Iren, Deutsche und Engländer kamen erst nach der Völkerwanderung auf. Deutsche sind Germanen. Doch ein "reiner" Deutscher muss kein "reiner" Germane sein.

Davon abgesehen genügt es nicht mit einer Kultur vertraut zu sein. Man muss sich ihr auch emotional verbunden fühlen und hat ganz eigene, individuelle Vorstellungen davon, was einem diese Nationalität bedeutet.

Es gibt darüber hinaus viele Arten Nationalität zu bestimmen. Selbstbestimmung ist eine davon.

Warum eine schlechte Bewertung? Möchte die Person Ihren Widerspruch auch erläutern?

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