Eure pers. Meinung zur Sterbehilfe? (aktiv/ passiv)?

6 Antworten

Sterbehilfe ja wenn jemand unheilbar krank ist und die übrigen Tage nur noch eine endlose Qual sind. Auch wenn vorher verfügt wurde, dass im Falle zb von Alzheimer nachgeholfen werden kann - ab damit. Interessanter Weise wird bei Tieren immer ganz schnell gesagt, dass eingeschläfert werden muss aber wenn ein Mensch sich nur noch quält oder aufgrund von jeglichem Persönlichkeitsverlust nicht mehr er selbst ist, ist es ok wenn er vor sich hin vegetiert? Das ist dann weder die Person die sie mal war, noch gibt es eine Möglichkeit, dass es jemals besser werden wird - was hat diese Person dann noch vom Leben? Ich hab mal ein Praktikum in einem KKH für alte Menschen gemacht - einige haben mir ins Gesicht gesagt, dass sie lieber tot wären. Einige von Ihnen konnten nicht mehr gehen, nur noch durch eine Sonde ernährt werden und lagen in ihren eigenen Fäkalien. Besuch wenn einer kam war kurz und kalt.Kein schönes restliches Leben. Also in dem Punkt - ja.
Sterbehilfe nein wenn jemand den Lebensmut verloren hat.
Es gibt sehr sehr viele Menschen die an einem bestimmten Punkt in ihrem Leben gerne tot gewesen wären. Ernsthaft tot und weg. Soll man denen auch "helfen" nur weil sie an einem Punkt angekommen sind an dem sie nicht mehr weiter wissen? Depressionen sind sch***e und sie können immer mal wieder kommen. Andere psychische Störungen leider auch. Aber man kann den Menschen helfen. Für das Meiste gibt es eine Lösung oder Untersützung und Vieles ist nicht so schlimm wie man denkt. Wenn man an der Stelle die falsche Hilfe bietet gibt es kein zurück mehr. Keine Möglichkeit das jemals wieder zu ändern.

Ich bin unter gewissen Voraussetzungen für die Sterbehilfe auch für aktive sollte die passive nicht mehr möglich sein.

Allerdings müsste für mich mehr als zb eine Depression oder hohes Alter vorliegen um die Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Jeder Fall müsste im einzelnen betrachtet werden und individuell entschieden werden.

Die bettlägerige 90jährige in deinem Beispiel ist in meinen Augen noch keine Kandidatin. Egal wann sie jetzt ihren Mann verloren hat. Hat sie neben ihrer Bettlägerigkeit allerdings auch noch dauerhafte starke Schmerzen, sieht die Sache schon anders aus.

Auch Jugendliche würde ich nicht von der Sterbehilfe ausschließen. Wenn sie zb schwer an Krebs erkrankt sind und es besteht keine Aussicht auf Heilung, dann sollten sie selbst entscheiden dürfen, ob sie eine weitere Behandlung wünschen oder nicht. Dann sollte man ihnen ein schmerzfreies Sterben erleichtern.

Für mich müssten Depression unter neurologischer Behandlung gebracht werden. Genau diesen Leuten darf man das nicht ernst nehmen

0

Pro: Sie will nicht mehr. Ihre Entscheidung. Jeder darf über sein Leben und das ende selbst entscheiden.

Kontra: Ich will es weder tun, noch involviert werden. Sie muss es also schon selber beenden, ohne jemanden mit reinzuziehen.

Was möchtest Du wissen?