Eure Meinung zu Lgbtq+?

Das Ergebnis basiert auf 81 Abstimmungen

Jeder darf jeden lieben, geht mich ja nichts an 37%
Ich gehöre selbst dazu 32%
Hab kein Problem damit und akzeptiere es 10%
Ekelhaft 9%
Ich finde es sehr komisch /Dumm 5%
Ich unterstütze es 4%
Sonstiges 4%

15 Antworten

"Jeder darf jeden lieben, geht mich ja nichts an" - Würde ich im umgangssprachlichen Rahmen so unterstützen - außerhalb davon, wenn es in meinem sozialen Umfeld geschieht, geht es mich schon etwas an, aber nur im stark begrenzten Rahmen.

"hab kein Problem damit und akzeptiere es" - Ich toleriere es im Mindesten. Die sexuelle Orientierung mag mir mehr oder weniger ästhetisch vorkommen und bei Transsexualität wird es wohl häufiger in Richtung tolerieren gehen - ich finde es jedenfalls nicht gut (~akzeptieren), wenn Menschen mit ihrem natürlichen Sein unzufrieden sein sollten.

"Ich gehöre selbst dazu." - Nein.

"Ekelhaft"- Im begrenzten Rahmen, meine sexuelle Repulsion gegenüber dem männlichen Geschlecht wirkt sich hier etwas aus. Aber das ist üblicher Weise nichts von Belang.

"Ich unterstütze es." - Es gibt keine Gründe für mich es zu unterstützen, im Sinne von Fördern. Ich unterstütze höchstens in dem Sinne, dass auch jene Menschen ein 'normales' Leben führen können und nicht aktiv begrenzt werden.

"Ich finde es sehr komisch/dumm" - Wüsste nicht, was daran dumm sein soll. Komisch? Joah, dass vielleicht schon. Ist immerhin außergewöhnlich und für mich verständlich, aber nicht emotional nachvollziehbar.

Ich gehöre selbst dazu

LGBTQ ist mehr als nur 'jeder darf jeden lieben'. LGBTQ ist auch "Jeder darf als das Geschlecht leben, das er*sie wirklich ist". LGBTQ ist auch "Wer niemand lieben kann, darf das tun und sollte nicht gezwungen werden, heteronormativen Standards zu entsprechen."

LGBTQ ist "Die Welt ist bunt, und wer niemandem weh tut, darf er*sie selbst sein und seine Beziehungen so gestalten, wie es für ihn*sie richtig ist."

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Bin bisexuell und nichtbinär & kenne viele andere 'Queere'.

Da stimm ich dir voll und ganz zu!!

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Ich gehöre selbst dazu

Hallo WasGehtAb385,

es fehlt in meinen Augen noch ein "h" in der Abkürzung - denn wir sind eine Gesellschaft, unbenommen davon, wie wir uns identifizieren oder wem wir geneigt sind.

Ich erlaube mir - inoffiziell - das "h" zu ergänzen - und bin Teil davon.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – langjährige Lebenserfahrung und persönliche Anschauung

LGBT ist ein Sammelbegriff für die Minderheit. Für die Leute, die nicht hetero und/oder cis sind. Da ein H für Hetero dazu fügen macht keinen Sinn. Genauso, wie es zb keinen Sinn machen würde, an "POC" (People of Color) ein W für White dran zu hängen.

Wenn du über alle Menschen insgesamt sprichst, kannst du auch einfach "Alle Menschen" oder "Wir" sagen. Dafür muss man nicht einen Begriff verändern, der in seiner derzeitigen Form einen wichtigen Nutzen hat.

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@Seraphiel0

Den Begriff braucht man auch nicht, denn es muss keine Gruppe von Menschen klassifiziert werden, die eine Gesellschaft in eine Ecke stellt oder sogar ablehnt. Die Gruppe darf eben Teil der Gesellschaft sein.

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@EarthCitizen20

Auch, wenn die Gruppe zu 100% akzeptiert würde (Was noch nicht der Fall ist), gäbe es trotzdem Unterschiede zu anderen Leuten, und dann wäre es trotzdem sinnvoll, das zu benennen.
Mal ein anderes Beispiel: Auch, wenn Leute mit braunen, grünen, blauen und grauen Augen alle akzeptiert werden und Teil der Gesellschaft sind, macht es trotzdem Sinn, die Augenfarben zu benennen.

Auch, wenn das akzeptiert ist, bin ich trotzdem nicht hetero und du bist trotzdem nicht queer.

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@Seraphiel0

In dem Fall würden Menschen sagen, dass sie sich so oder so identifizieren, auch, dass sie diesen oder jenen Identifikationen geneigt sind.

Als Beispiel habe ich blaue Augen, identifiziere mich als Mann, bin Frauen gegenüber geneigt.

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@EarthCitizen20

Aber der Satz "Ich bin ein Mann, der sich zu Frauen hingezogen fühlt" ist ja doch ziemlich lang und sperrig. "Ich bin hetero" ist viel kürzer. Das ist der Sinn von Labels, und es gab nie einen anderen. Sprache abkürzen.

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@Seraphiel0

Das mag eine Seite der Medaille sein - und das Label mag die andere sein. Ich persönlich bin da eher gegen das Label - und nehme mir die Zeit von ein paar Worten mehr.

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@EarthCitizen20

Das kann man als Hetero ja auch noch machen. Ich brauche aber halt für "Eigentlich ist es mir egal, ich sehe keine Geschlechter wenn es darum geht, ob ich jemand mag. Männer, Frauen, Nichtbinäre, gab bei allem schon Leute, die ich toll fand. Wenn ich jemand mag, ist das einfach so. Zumindest bei der sexuellen Anziehung, bei der romantischen ist das wesentlich komplizierter, weil ich das Gefühl hab, mir alle meine Schwärmereien bewusst ausgesucht zu haben, und deshalb noch nie verliebt war. Da spricht auch für, dass ich keinen Liebeskummer oder Eifersucht empfinde und dieses Schmetterlinge-im-Bauch-Ding für mich eher eine befremdliche Erklärung von Gefühlen ist. Vielleicht kann ich mich gar nicht verlieben, aber ich möchte trotzdem mit jemand eine Beziehung führen, in der wir so Dinge tun, die man halt als Pärchen tut. Dates, Kuscheln, Aufmerksamkeiten usw." sehr lange.

"Ich bin bisexuell und auf dem aromantischen Spektrum" ist kürzer.

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Ich gehöre selbst dazu

Ich finde es auch OK wenn jemand es nicht so gut findet, solange er einen damit in Ruhe lässt und einen nicht beleidigt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

ich denke macht was ihr wollt man muss es nicht gut finden aber doll einen nicht herunter ziehen ich bin hald christin aber ist ja nicht meine sache

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Jeder darf jeden lieben, geht mich ja nichts an

"... und ist mir auch egal und ich möchte auch dass mich damit keiner nervt" ... Es ist mittlerweile ein Unterschied ob jemand schwul, lesbisch, etc. ist oder ob jemand LGBTQ+ ist.

Von mir aus soll jeder so schwul und lesbisch und bi und was weiß ich alles sein, solange er/sie/es mich damit in Frieden lässt. Ich drück auch niemandem meine Heterosexualität rein. Auf der Straße erkennt niemand den Unterschied zwischen einem heterosexuellen und einem homosexuellen Menschen, und es braucht auch niemand wissen, welchen Mehrwert hat man denn davon? Als heterosexueller Kerl interessiert mich die Sexualität anderer Männer nicht die Bohne. Wenn ein Kumpel homosexuell ist, dann unterstütze ich ihn ... nicht weil er homosexuell ist, sondern weil er ein Kumpel ist. Die Sexualität von Wildfremden ist mir doch egal. Warum muss man das so nach außen tragen? Was sind das für arme Menschen, die sich einzig und alleine über ihre Sexualität definieren?

Dazu kommt, dass die LGBTQ+-Community mittlerweile zu einer ideologisch vereinnahmten Sekte geworden ist, die in den Mustern "Wer nicht für uns ist ist gegen uns" denkt und damit immer mehr in Fanatismus und Radikalität abdriftet .. und das ist etwas, was unserer Gesellschaft schadet.

Besser kann man es nicht ausdrücken. Danke!

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