Euer Gefühl zum Terroranschlag am 11 September 2001?

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7 Antworten

Ich lebte damals im Californien und wir hörten zum aufwachen immer Radio.  Als wir davon hörten standen wir auf und machten den Fernseher an wo man kurz danach das zweite Flugzeug sah.
Das ganze fühlte sich wahnsinnig unecht an und es war ein allgemeiner Schock Zustand.

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Bei der ersten Eilmeldung "Flugzeug ins World Trade Center geflogen" dachte ich noch es handelt sich um eine kleine Sportmaschine, Typ Cessna oder so. Also Pilotenselbstmord oder tragisches Unglück. Ab der zweiten/dritten Meldung wurde klarer was passiert ist. Der Schock saß so tief, das ich mit jedem ein Gespräch darüber begann der die Firma besuchte (auch Kunden, die es im Autoradio gehört haben). Das Geschäftsleben stand still, weil die Gedanken bei den Opfern waren. Es waren nur noch automatisierte Handgriffe möglich.

Die abendlichen Berichte im TV waren unerträglich. Menschen sprangen aus den Hochhäusern um nicht lebendig zu verbrennen - wir sahen die Hoffnung auf einen schnellen Tod. Den flüchtenden Passanten auf der Straße sah man die Todesangst in ihren Gesichtern an, zufällige Helfer verkauften Wasser zu überzogenen Mondpreisen anstatt es zu verschenken. Ich konnte es nicht glauben das jede meiner Moralvorstellungen von jedem gebrochen wurde. Meine Wertvorstellungen gerieten ins wanken und stürzten mich in ein Mitgefühlschaos. Noch heute weiche ich diesen Bildern aus.

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Hi, also ich denke das das damals eine ziemliche Tragödie war. Das hat mir gezeigt wie einfach es doch damals war ein Flugzeug zu entführen und welche Sicherheits mängel das fliegen damals hatte. ALso ich war sehr erschroken als ich davon hörte. ALs ich VIedeos von den Menschen in den Gebäuden gesehen haben, die sich in die TIefe gestürtzt haben weil sie so nicht sterben wollten war das für mich sehr ängstlich, wenn man sich vorstellt das man selber hätte in dem Gebäude sein können. HOffe ich konnte dir helfen

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Ich kann dir schreiben, wie ich das erlebt habe. 

10.09. waren wir abends auf einem Konzert von Michael Jackson im Madison Square Garden. Danach gab es noch Gerüchte, dass er noch zu einer Party im Tavern on the Green im Central Park geht und ich habe mir überlegt, da mal hinzufahren. Habe es aber nicht gemacht - mir war kalt in meinem Abendkleid, es war nicht sicher, es war schon nach 2:00 h, und ich hätte mit dem Taxi fahren müssen. 

Am nächsten Tag sind wir spät aufgewacht, vielleicht 10:00 h oder so. Wir waren zu dritt. Ich habe geduscht, eine ist noch liegen geblieben,eine ist Frühstück holen gegangen. Als sie zurückkam, hat sie gleich den Fernseher eingemacht. Das hat mir gar nicht gepasst (ich meine, vor dem Frühstück!), und ich wollte gerade was sagen deswegen. Habe aber erst einmal hingeschaut, was da läuft. Da flog ein Flugzeug in das WTC. Ich war noch nicht ganz wach, habe aber nichts mehr wegen dem TV gesagt, sondern erst einmal meinen Muffin und Tee verlangt. 

Die nächsten Tage war NY im Ausnahmezustand. Es hatte vieles geschlossen, was sonst 24/7 geöffnet ist. Man sah überall diese Fotos von Leuten, die vermisst wurden - und wusste, dass die wohl nie mehr zurückkommen werden. 

Bei meinem Rückflug am 15.09. hatte ich einen Fensterplatz auf der rechten Seite. Wir sind von JFK gestartet und haben dann eine Kurve gemacht, und zwar so, dass ich den noch immer rauchenden Ground Zero unter mir sehen konnte. 

Auf diesem Flug habe ich wirklich gefühlt, dass wir in G'ttes Hand sind. Das Flugzeug war bis auf den letzten Platz ausgebucht, weil ja einige Tage nichts geflogen ist. Alle waren nervös - nicht nur die Passagiere, auch die Crew. 

Tja. Am Montag war ich dann wieder in der Arbeit. Und ausnahmsweise einmal war ich darüber sogar froh.

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Kommentar von Sophievw
24.11.2015, 14:22

Danke

das ist echt krass aber das hat mir sehr geholfen dankeschön

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Ich hatte gerade noch an einem trüben Dienstagnachmittag Kinder auf dem Sportplatz trainiert und auf dem Nachhauseweg das Autoradio angemacht. Ich war zunächst absolut fassungslos.

Zu Hause wusste meine Frau noch gar nichts davon, wir haben den Fernseher angemacht und das Unglaubliche gesehen. Uns war beiden klar, dass das eine Zäsur war, dass da sämtliche Grenzen überschritten worden waren. Wir hatten das Gefühl, dass die Welt nun nicht mehr die gleiche sein wird wie vorher.

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Erst konnte ich es nicht glauben und dann war ich total schockiert.

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Es ist traurig gewesen gab bei mir aber ein Gutes habe da meinen Mann kennengelernt:-)

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