EÜR bei Einzelunternehmen mit Handelsregistereintrag

2 Antworten

Wenn du dich freiwillig ins Handelsregister eintragen lässt, bist du sog. Kannkaufmann i. S. d. § 2 HGB. Grundsätzlich besteht damit für dich die Pflicht der Buchführung, §§ 238 ff. HGB.

Diese Pflicht entfällt jedoch, wenn du ein Einzelkaufmmann bist, und in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren nicht mehr als 500.000 € Umsatzerlöse und 50.000 € Jahresüberschuss aufweist, § 241a HGB. Es entfällt auch die Pflicht zur Aufstellung der Bilanz und GuV nach § 242 IV HGB.

Damit genügt eine Ermittlung des Gewinns mittels Einnahmenüberschussrechnung.


Danke für diese sehr hilfreiche Antwort! Ich glaube durch das

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz aus 2009 kamen die unterschiedlichen Aussagen im Netz zu stande. Durch Recherche in den von Dir genannten Paragraphen ist alles klar.

Danke!

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Bereits Deine Grundannahmen sind falsch. Ein Fantasiename bringt im Marketing wenig Vorteile. Natürlich kann man eine Jeans-Hose schlecht Peter Schmid nennen. Wer natürlich Boss heißt, der hat es da wieder leichter.

Ich unterscheide hier deutlich bei der Führung einer Marke und einer möglichen Firmierung.

Dazu ist es im deutschen Recht sehr wohl möglich einen Fantasienamen auch ohne Eintragung ins Handelsregister zu führen.

Es ist auch nicht gerade förderlich, wenn man Fantasiename e.K. überall schreiben muss. Das versteht schon in Deutschland nur ein geringer Prozentsatz der Leute. Selbst wenn Du eine Umfrage unter Unternehmern machen würdest, dann wäre schnell klar wie gering das Wissen um den eingetragenen Kaufmann ist.

Schon Deine Frage ist ein Indiz. Denn wer sich als Kaufmann eintragen lassen will, da ist es doch nur schlüssig zu erwarten, dass der sich auch wie ein Kaufmann verhalten will.

Es steht auch viel mehr die Vermutung im Raum, dass Du Dir über die zusätzlichen Nachteile der Kaufmannseigenschaft nicht wirklich bewusst bist. Es geht dabei um Verjährungsfristen. Es geht sogar darum wenn ein Postpaket bei Dir falsch abgegeben wird. Du hast ganz andere Verpflichtungen.

Was Du in Deiner Vorbereitungszeit wirklich brauchst, dass ist ein Unternehmensberater. Leider ein Guter. Der sich eben tatsächlich mit Dir die Zeit nimmt und die Nachteile (Vorteile sollte man natürlich auch im Auge haben) und Varianten bespricht.

Ein weiteres Problem bei der Markenbildung ist leider auch die doppelte Aufgabe für das Marketing. Es ist eine Marke zu entwickeln. Verbunden mit einem bestimmten Kern. Dieses Markenverständnis muss dann auch noch mit der Zielgruppe für das eigentliche Produkt übereinstimmen.

Wenn man die Marke in ihrer Bekanntheit und ihrem Image befördert, dann ist das keine Verkaufsförderung. Es ist und bleibt die Entwicklung einer Marke.

Vielleicht kann ich das mit einem x-beliebigen Küchengerät deutlich machen. Es gibt da bestimmte Marken. Die werden verbunden mit Ansprüchen wie leichte Bedienbarkeit oder einer langen Lebensdauer der Produkte. Vielleicht auch mit Service, großer Produktpalette, viel Erfahrung und was da alles mit der Marke verbunden wird.

Also wo guckt man als erstes? Bei den Produkten von Bosch oder Siemens? Was ist mit AEG? Das ist die Entscheidung Nummer 1, die ich von meinen Kunden erwarte, wenn ich auf Markenbildung setze. Das funktioniert natürlich im Baumarkt in gleicher Weise.

Der Markenbewusste wird also (auch als Entscheidungshilfe) das Markenimage wählen, dass seinen Überzeugungen zu und Anforderungen an ein Produkt entspricht.

Erst dann wird er in die jeweilige Produktgruppe gehen und gucken. Also bei einem Rührgerät sich die einzelnen Bestandteile in der Qualität und Nutzbarkeit, die Bedienbarkeit/Nutzerfreundlichkeit, die Leistung im Sinne von Watt-Zahl, den Preis und andere Dinge ansehen.

Allerdings haben Marken noch ein anderes Problem. Sie müssen dann auch noch Produktwerbung betreiben. Spätestens im Laden. Aber eigentlich schon vorher.

Wichtiger für Gründungen ist etwas anderes und da kann man vorausschauend schon ein Label einführen. Dein Produkt soll ja ein Problem lösen, also ein Angebot sein, womit die Leute ein Bedürfnis befriedigen können. Trotzdem musst Du ihnen aber im Rahmen von Werbung nicht nur sagen "mit meinem Produkt kannst Du ....". Sondern Du musst sie auch veranlassen für dieses "mit meinem Produkt kannst Du ..." die Bereitschaft verbinden Geld dafür zu zahlen. Das ist sicher einfach für ein Bekleidungsstück, doch für eine technische Innovation, die ein Problem löst, wofür es bisher keine Lösung gab, da ist das richtig schwer.

Dieser letzte Absatz ist die tatsächliche Hürde vor dem Verkauf. Wenn Du die regelmäßig nimmst und da ein kleines Logo mit verbindest, dann ist das die erste Vorbereitung auf die vielleicht einmal nötige Markenbildung.

Viel Erfolg!

Danke für Deine Antwort. Ich habe mich eventuell ein wenig unglücklich ausgedrückt. Die Firma wird in einem hochspezialisiertem Gebiet tätig sein, eben diese Tätigkeit soll aus dem Firmennamen ersichtlich werden. Da passt mein Name einfach nicht mit rein. Es müssen keine Produkte oder Marken im herkömmlichen Sinne damit beworben werden, diese bekommen ihre eigenen Begriffe.

Natürlich habe ich mich mit den Vor- und Nachteilen der einzelnen Geschäftsformen auseinander gesetzt, ein Einzelunternehmen ist für mich in den ersten Jahren die beste Wahl...

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@bjobi

Und wieso kannst Du Dir Deine Frage nicht selber beantworten bzw. die entsprechenden Gestaltungen so wählen, dass Du Deine gewünschten Anforderung wie Fantasiename und keine Bilanz hin bekommst? Tut mir Leid, aber ich kann und will gar nicht beurteilen wie gut Deine Informationsquellen sind oder wie Du fachlich da aufgestellt bist, solche Aufgaben möglichst genau zu lösen. Abstriche gibt es eigentlich bei jeder Gestaltung, aber das sollte jeder aus seinem Kernbereich kennen.

Die Gestaltung ist in Deiner Verantwortung. Wenn ich auch da schon die lustigsten Dinge erlebt habe. Was da Leute aus welchen Begründungen machen wollten. Da wird im Gespräch schnell mal aus der Kapitalgesellschaft eine Personengesellschaft (obwohl ich diese in ihren rechtlichen Gestaltungen ganz stark kritisiere und nur unter bestimmten Voraussetzungen in einer Beratung befürworte) und umgekehrt.

Auch aus einer GmbH wurde schon eine UG.

Keine Ahnung in welcher Branche Du tätig bist. Generell vergleiche ich das immer mit diesem "Do-it-yourself". Das was andere können, kann ich auch. Mache ich selber. Ein ganz tolles Beispiel aus dem Baumarkt. Tapeten, welche werden durch den Kontakt mit Leim größer und wie ziehen die sich zusammen, wenn der Leim getrocknet ist? Von einem Maler erwarte ich einfach, die Tapeten haben auf Stoß zu sitzen. Sicher ist es nicht gefährlich, wenn man selber tapeziert, dann hat man halt einen Millimeter Wand auf 12 cm zu sehen und an anderer Stelle überlappen die Tapeten eben um zwei Millimeter. Alles nicht schlimm, sollte man nur vorher wissen, wenn man selber daran geht.

So ist es bei Dir auch. Also aus meiner Sicht. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass unsere Ordnung im Sinne von Gesetzen so kompliziert ist, da sind dann selbst Gerichte überfordert und urteilen falsch. Also auch Spezialisten können Fehler machen. Doch erwarte ich da einfach das bessere Ergebnis. Kann ich Dir auch nur raten, dieses so zu betrachten und Deine Überlegungen mit jemanden zu diskutieren, der auch in der Lage ist solche Dinge zu prüfen.

Insgesamt natürlich: Alles Gute und viel Erfolg.

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