EU-Vermittlerrichtlinien für versicherung. MUSS ich mich pesönlich beraten lassen?

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6 Antworten

Gestern kam es in WISO im ZDF, daß die EU-Richtlinie ab heute in Kraft ist. Du kannst ja mal bei http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,5385678,00.html nachlesen.

So wie Du das beschrieben hast habe ich ganz stark den Eindruck, daß der Vertreter Dich über den Tisch ziehen will. Mit einer Versicherung, die solche Leute beschäftigt, würde ich nicht gern etwas zu tun haben. Es gibt keine Argumente gegen eine 1-jährige Laufzeit und für eine 5-jährige, außer für die Versicherung (Knebelvertrag), schon allein das macht stutzig. In der Zeitschrift "Finanztest" von der Stiftung Warentest bekommst Du unabhängigen Rat über Versicherungen. Danach kannst Du auch eine Direktversicherung abschließen, denn die ist dadurch schon günstiger, weil sie keine "Berater" bezahlen muß.

Die EU-Vermittlerrichtlinie ist nicht seit dem 01.05. sondern seit dem 23.05.2007 gesetzliche Grundlage.

Ursprünglich sollte sie zum 01.01.2005 in Kraft treten, aber nach Deutscher Gründlichkeit wurde alles genauestens geprüft und erst jetzt umgesetzt (als letztes Land in der EU), dafür musste die Regierung jeden Tag 200.000€ Strafe an die EU zahlen.

Die Richtlinie wurde zum Schutz der Verbraucher eingeführt. Es dürfen nur noch Vermittler mit einer Berufszulassung (von der IHK) Versicherungen verkaufen und die Vertreter, die abends nebenbei verticken verschwinden vom Markt.

Es soll zum einen die Qualität der Beratung fördern und den Kunden vor Versicherungen schützen, die er nicht benötigt, bzw. davor, dass ihm eine Versicherung die er benötigt hätte nicht angeboten wurde.

Wenn ein Kunde z.B. eine Lebensversicherung abschließt und ein Beratungsprotokoll nach der EU-Vermittlerrichtlinie gefertigt wurde, in dem nur etwas von der Lebensversicherung steht, könnte er Jahre später, wenn er z.B. Berufsunfähig ist, sagen, dass er falsch beraten wurde und bekommt in der Regel vor Gericht recht!!!

Moin Moin!!! Zunächst einfach gesagt: Das Beratungsprotokoll ist eine gute Sache. Für Verträge die ohne ein solches Beratungsprotokoll policiert werden ist der Sachstand das diese ´´schwebend unwirksam´´ sind. Somit derjenige rückwirkend von Beginn an seine Beiträge fordern könnte. Da eine Versicherungsgesellschaft dies wohl möglichst vermeiden möchte,ist das Beratungsprotokoll bei vielen Gesellschaften Pflicht um den Antrag überhaupt policieren zu können. Ein Besuch eines Vertreters zu vermeiden kann eigentlich in diesem Sinne nur negativ für den Verbraucher ausfallen,da ansonsten keine Rechtsgrundlage für den Verbraucher vorhanden ist.

Die Vermittlerrichtline ist bereits ab dem 1.5 in kraft, und das EU weit. Sinn ist es den Vers.Maklern und Vermögensberatern, die Schwarzen Schafe 'auszutreiben'. Damit sie nicht die Teuerste Vers. / Absicherung mit der größten Provision anbieten. Bei den Direktver. ist es eh klar, was die anbieten. Schön aufpassen, kann sein daß er auch nur ein Gespräch will, um mehr oder was teureres anzubieten.

Unausgegorenes Zeug aus dem EU-Horrorlabor also. Wird wieder alles Mögliche bringen, nur nicht den gewünschten Effekt.

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Er hat schon recht: seit heute gibt es zum Schutze der Verbraucher so eine Regelung. Dir bleibt also nur: Unterschreibe die Verzichtserklärung (wenn Du sicher bist, diese Konditionen mit allen Ecken und Winkeln auch verstanden zu haben) oder triff Dich mit ihm. Übrigens: So popelig ist eine Haftpflichtversicherung gar nicht - es gibt ziemlich üble Ausschlußklauseln, die man als "laie" nicht sofort durchblickt. Ich an Deiner Stelle würde mich persönlich beraten lassen - Du erältst dann auch ein "Beratungsprotokoll" - das ist ja das neue seit heute - wo er auf "habe ich gesagt " oder habe ich nicht gesagt" festgenagelt werden kann. Viel Erfolg!

Und was machen jetzt die vielen Direktversicherer?

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@Kabark

wahrscheinlich auf die Verzichtserklärung hoffen....

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@drkuwano

Oder eine Art vorgelesenes und genehmigtes Telefonprotokoll erstellen - wie bei Gericht.. ;-)

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Es ist richtig. Der vermittler hat recht. Ab heute den 22.05.2007 tritt die neue EU-Vemittlerrichtlinie in Kraft.

Der Beratungsverzicht kann dir nicht schaden.

Unabhängig davon: Vergleich bei den Anbietern haben auch noch nie geschadet.

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