EU Agrarreform - Sollten Fördergelder in Zukunft mehr an Bedingungen gebunden werden?

Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

Fördergelder sollten mehr an Bedinungen geknüpft werden. 93%
Das aktuelle System sollte beibehalten werden. 6%

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Fördergelder sollten mehr an Bedinungen geknüpft werden.

In Neuseeland stand man vor Jahren vor dem gleichen Problem und Bauern kamen mit den gleichen Argumenten die man heute hier hört. Dort hat man einfach alle Subventionen in der Landwirtschaft gestrichen und siehe da, der Markt ist nicht zusammen gebrochen und ein Bauernsterben gab es auch nicht. Ganz im Gegenteil! Heute fürchten sich selbst US Bauern vor der starken Neuseeländischen Landwirtschaft.

Wenn man hier glaubt dass man ohne Subventionen nicht auskommt, dann sollte man diese Subventionen wenigstens an Umweltauflagen binden. Wer einen Blühstreifen auf seinen Feldern anlegt, bekommt Geld. Wer Insekten überhaupt keinen Lebensraum bietet, geht leer aus. Das wäre so die grobe Richtung in die es gehen sollte.

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Die sog. "Subventionen" sind komplett an Umweltauflagen gebunden. Erfüllst Du die Auflagen nicht, bekommst Du die Suventionen gekürzt bis hin zu gestrichen.

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@kevin1905

Ich bin nicht Dein Nachhilfelehrer. Google mal "cross compliance", falls Du dazu imstande bist, das zu begreifen, was Du dort lesen wirst. Aber bei Deinem Vornamen sehe ich da leider schwarz...

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@Henryettex

Nein, für die Behauptung/These die du aufstellst, musst du die Beweise liefern und nicht jemand anderem erzählen, er solle sich dazu informieren.

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Fördergelder sollten mehr an Bedinungen geknüpft werden.

Wie @Kevin1905 schon richtig schreibt, sollten eigentlich alle Subventionen abgeschafft werden.

Aber, wenn das dazu führen würde, dass wir in Zentraleuropa keinerlei Landwirtschaft mehr haben, wäre es möglicher Weise sehr gefährlich für uns.

Zur Zeit können wir aus aller Welt billige Agrarprodukte bekommen. Ich sehe selbst im Supermarkt wie viel von Ausserhalb der EU kommt. Aber was wäre im Krisenfall?

Auf die Pilze aus der Ukraine und Russland kann ich ggf. verzichten. Aber Tomaten, Salatgurken usw. ds wird es schon schwieriger. Oder Wenn Trump plötzlich auf die Idee käme auf Futtermais der in die EU geht Zölle zu erheben, weil er weiß, dass wir die Flächen stillgelegt haben, weil uns die Subventionen für die Landwirtschaft zu teuer wurden.

Das große Problem an Fördergeldern ist, dass diese bereits jetzt schon an so enorm viele Bedingungen gebunden sind, dass meistens nur die riesengroßen landwirtschaftlichen Betriebe von diesen Geldern profitieren. Für die kleinen, immer weiter aussterbenden Betriebe bleibt da so gut wie nichts mehr.

Ich finde, dass das komplette System "Fördergelder" überarbeitet werden müsste. Weder das aktuelle System ist sinnvoll, aber noch mehr Bedingungen rotten auch noch die letzten kleinen Betriebe aus, welche eigentlich gar nichts bzw. kaum etwas falsch machen.

Ich wünsche allen alles Gute und ganz besonders auch den landwirtschaftlichen Betrieben, in der Hoffnung, dass es dort mal mehr um Gerechtigkeit und Sorgfalt für Tiere und Pflanzen geht und nicht um das Aussterben aller Kleinbetriebe. Es ist erschreckend zu sehen, wie seit dem Jahr 2000 mehr als 75% der kleinen Betriebe kapitulieren mussten.

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Und das ist nicht nur in der Landwirtschaft so, kleine Fleischereien, die selber schlachten und verarbeiten, Bäckereien und noch viele andere handwekliche Betriebe leiden ebenfalls darunter.

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@adianthum

So sieht es aus. Was war es doch früher schön, wenn man mal eben zum "Tante Emma" Laden gehen konnte und auch wusste, wo sich das Obst und Gemüse, welches man gekauft hat, groß geworden ist. Selbst die "Supermärkte" von ca. 40qm, die es vor 40 Jahren noch gab, findet man so gut wie gar nicht mehr. Alle setzen auf groß, größer, am Größten … und irgendwann wird der große Knall kommen. Da bin ich mir ziemlich sicher … zumindest wenn die Herren und Damen der Politik nicht kapieren, dass da momentan etwas ganz gewaltig falsch läuft.

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Mich würde interessieren wir ihr das seht? :-)

Mich würde interessieren, wie viele von denen, die hier jetzt abgestimmt haben, auch wirklich wissen, wie es hinter den Kulissen aussieht? Ich glaube nämlich ehrlich gesagt, dass hier nur fleißig das weiter geplappert wird, was man in irgendwelchem Klatsch und Tratsch gehört und sich dann selber zusammen gereimt hat. Ich will jetzt niemanden irgendwie verletzen oder korrigieren … ganz sicher nicht. Auch ich gebe durchaus mal meinen Senf zu Dingen ab, von denen ich eigentlich so gar keine Ahnung habe (das ist völlig normal und auch nicht verwerflich). Ich bin nur der festen Überzeugung, dass diese Umfrage hier zu überhaupt nichts führt und auch nicht wirklich verwertbar ist.

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@Sternenmami

ich bin selber Landwirtin und weis wovon ich rede. Die Beihilfen ist momentan eine Flächenbeihilfe, also viel Fläche viel Geld, wenig Fläche wenig Geld von den Milliarden von Euro die ausbezahlt werden bekommen 1% der Bauern(nämlich die Industriellen) 20 % vom Fördertopf.

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Die kleinen Betriebe sterben nicht aus, weil die großen Betriebe mehr Beihilfen bekommen als die kleinen (pro Hektar bekommen die kleinen Betriebe sogar deutlich mehr als die großen!), sondern weil eine hysterische Öffentlichkeit und eine Politik, die in vorauseilendem Gehorsam diese von der Ökolobby geschürten diversen Paniken ohne groß nachzudenken in atemberaubend unsinnige Gesetze umwandelt, die kleinen Betriebe kaputtmachen, welche von ihren Gelderträgen her gar nicht imstande sind, die vielen absurden Auflagen noch umzusetzen. So wird durch den Verbots- und Auflagenwahnsinn fleißig die deutsche Landwirtschaft zerstört, während man andererseits keinerlei Probleme damit hat, Agrarprodukte aus Ländern einzuführen, in denen nicht annähernd nach den hier bereits geltenden Standards produziert wird. Getreu dem Motto: was interessiert es mich, ob die Umwelt hinter dem Grenzzaun zerstört wird, Hauptsache, wir haben hier unser kleines Agrarmuseum mit einer Landwirtschaft wie zu Opis Zeiten, dann ist das grüne Gewissen beruhigt. Und man kann weiter die Bio-Kiwi aus Neuseeland kaufen. Kleine Betriebe überleben nur, wenn die Erzeugerpreise die Erzeugungskosten ausreichend und nachhaltig decken. Aber die Kostenführerschaft liegt nun einmal in denjenigen Ländern, in denen es keinen Mindestlohn gibt und keine Umweltauflagen. Ich bin für Mindestlohn und Umweltauflagen, aber dann bitte weiterhin mit Beihilfen aka Subventionen für die heimischen Produzenten, die genau wegen Mindestlohn und Umweltauflagen auf dem Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig sind. Es geht hier nicht um Luxusgüter, sondern um die Ernährungssicherheit. Wann kapiert der deutsche Michel endlich, daß man Autos und Handys nicht essen kann?

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