Ethisches Dilema im Krankenhaus, wie umgehen?Arzt Situation?

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5 Antworten

Hi,

solche Situationen habe ich auch schon oft erlebt. Ich bin allerdings mittlerweile in einer Position, in der mein Wort durchaus etwas zählt. Was die erfahrenen Deppen unter den Kollegen zwar nicht zum Einlenken bewegt, aber immerhin sind sie demnächst dann etwas zurückhaltender.

Einem Anfänger würde ich immer den Rat geben, sich die erste Zeit nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Sprich mit deinem Praxisanleiter oder der Vertrauensperson, damit du das los wirst. Es tut gut, ein wenig Rückenstärkung zu bekommen.

Lass die Docs erstmal ihren Kram machen, und halte dich da raus, bis du einschätzen kannst, wer dir zuhört, wer fachlich und menschlich gut ist, und wer nicht. Mitarbeiter, die sich sofort einmischen, wird meiner Erfahrung länger misstrauisch begegnet. Wenn die Kollegen dich einschätzen können, dann kannst du Kritik auch einfacher üben.

Der Vorfall ist sicherlich bedauerlich und war wahrscheinlich unnötig, aber du solltest das dennoch unter den Ärzten nicht breittreten. Die kennen sich untereinander und werden ihren Kollegen ohnehin in die richtige Schublade stecken. Sieh erstmal zu, dass deine Kollegen Vertrauen in dich gewinnen und schau, wer auf deiner Linie ist. Dann werden solche Situationen leichter.

In 1-2 Wochen kannst du das besser einschätzen.

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Hallo.

So sehr es dich auch mitnimmt , du solltest dich zu Anfang nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Gegen die Halbgötter  kommst du nicht an, Nachher bist du Schuld ? und hast das Nachsehen.
Hab Mut zum Weitermachen.
Kenn hier in den Kliniken auch keine Außennähte mit Faden. Alles wird geklammert, sofort im OP-Saal, und nach 9-10 Tagen wenn es nicht nässt rausgenommen etwa wie ein Bürotacker. Die Klammer mit einer Spezialzange entfernt, schmerzt überhaupt nicht.

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Sprich mit jemandem auf der Station darüber. Das wird dich entlasten, such dir jeamden, der kompetent und vertrauenswürdig für dich ist. Es soll nicht darum gehen, den Arzt anzuschwräzen, sondern darum, dass du das Erlebnis besser verarbeiten kannst. 

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Beschreib den Vorfall in einem Brief und schick ihn an den Oberarzt.

Sag, dass du das als Laie nicht objektiv einschätzen kannst, aber geschockt warst und möchtest, dass er davon weiß.

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Kommentar von Helper22
03.08.2017, 21:06

Ich kann das gut einschätzen, medizinisch gesehen komplett unnötig und fehlerhaft! Wir lernen in der Ausbildung viel über Wundmanagment, wobei das Verhalten meiner Ansicht nach auch gegen viele andere Leitlinien verstoßen hat...Brief schreiben weiß ich nicht....

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Wo ist da ein Dilemma? Vor allem ein ethisches?

Der Arzt ist der Arzt. Er hat seine Aufgaben, Du hast Deine Aufgaben; und zu Deinen Aufgaben gehört sicher nicht die Aufsicht über den Arzt.

Sofern sich der Patient nicht beschwert, ist die Sache erledigt.

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Kommentar von Helper22
04.08.2017, 20:37

Als Krankenpfleger habe ich u.a die ethische & gesetzliche Verpflichtung Patienten von abdingbaren Leid zu bewahren, in jeder Situation. Dieser Verpflichtung bin ich nicht nachgegangen, weswegen ich mich mitschuldig fühle. Wenn dein Fazit aus dem beschriebenen Beispiel ''Aufsicht über einen Arzt ''ist , scheint es, als ob dein Welt & Menschenbild stark von meinem Abweichen. Wobei ich mir nichtmal sicher bin ob diese Begriffe eine Bedeutung für dich haben - anhand deiner Antwort erkenne ich mit welchen Werten & Ansichten du durch das Leben gehst. Jeder entscheidet sich nunmal mehr oder weniger bewusst im Leben für eine der 2 Seiten- auch wenn es traurig macht verlorene Seelen auf der gegenüberliegenden zu erkennen, muss man es wohl akzeptieren.  Antworten werden ignoriert & nicht gelesen.
ich wünsche dir trotzdem alles gute für die Zukunft.

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