Ethische Handlungsmuster: Metaphysische Voraussetzungen

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Metaphysische Voraussetzungen bzw. ausschließlich metaphysische Voraussetzungen gibt es nicht bei allen genannten Ansätzen und es entspricht bei einigen der genannten Philosophen nicht ihrem Selbstverständnis, in ihrer Ethik auf metaphysischen Theorien zu beruhen. Daher ist es passender, das, was gemeint ist, einfach als Voraussetzungen oder grundlegende Annahmen zu bezeichnen.

Die genanten Ansätze schließen einander nicht alle aus.

1a) Eudaimonistisches/eudämonistisches Handlungsmuster

Glück ist um seiner selbst willen erstrebenswert und höchstes/oberstes Ziel.

Eudaimonismus/Eudämonismus ist eine ethische Theorie, die das Glück (griechisch ε�?δαιμονία; die Wortbildung geht auf die Vorstellung zurück, einen „guten Daimon“ zu haben, was bedeutet, ein wohlgeratenes, gesegnetes, gedeihliches, wunschgemäßes, preisenswertes Leben zu führen) in der Bedeutung eines guten Lebens in den Mittelpunkt stellt und für die Glück (lateinisch beatitudo; französisch bonheur; englisch happiness) das höchste Lebensziel ist. Die Frage „Was ist ein gutes Leben?“ ist grundlegend.

Beim Ethiktyp Eudaimonismus/Eudämonismus ist eine große Bandbreite möglich (es kommt darauf an, was der Begriff „Glück“ genau bedeutet, welches allgemeine Verständnis der Wirklichkeit zugrundegelegt wird und nach welchen Kriterien von wem bewertet wird).

Aristoteles

Glück(seligkeit) ist das höchste und letzte Ziel (τέλος [telos) menschlichen Handelns.

Alle streben nach Glück. Aristoteles ist der Auffassung, ein so großes Gut wie das Glück könne nur durch eine Tätigkeit/ein Tätigsein erreicht werden, indem Fähigkeiten und angelegte Möglichkeiten entfaltet werden. Die Entfaltung ist etwas, das Freude bereitet und zu einem guten, erfüllten Leben beiträgt.

Was mit Aktivität, Tätigkeit oder Tätigsein wiedergegeben werden kann, nennt Aristoteles �?νέϱγεια (energeia; lateinisch: actus; Bedeutung: Ins-Werk-Setzen, Wirksamkeit, Tätigkeit, Verwirklichung/Wirklichkeitsvollendung einer Möglichkeit). Die Seele der Menschen ist daran beteiligt.

Eine zentrale Textstelle mit einer Definition ist Aristoteles, Nikomachische Ethik 1, 16, 1098 a.

Als das einem Menschen eigentümliche Werk (das, wozu er speziell bestimmt ist) versteht Aristoteles die mit Vernunft verbundene Tätigkeit der Seele und ein entsprechendes Handeln. Das menschliche Gut (τὸ ἀνθϱώπινον ἀγαθὸν) ist nach ihm der Vortrefflichkeit gemäße Tätigkeit der Seele bzw. (wenn es mehrere Vortrefflichkeiten gibt) der besten und vollkommensten Vortrefflichkeit entsprechende Tätigkeit. Das hier mit Vortrefflichkeit wiedergegebene Wort heißt griechisch ἀϱετή [arete], was in der deutschen Sprache oft mit Tugend übersetzt wird, dabei aber in Gefahr gerät, in der Bedeutung zu sehr eingeschränkt verstanden zu werden.

Lust (ἡδονή [hedone]) ist ein Glücksbestandteil, aber nicht das höchste Gut. Nicht jede Form der Lust ist an sich wählenswert. Nicht jede Lust gilt Aristoteles als ein Gut. Das Lustvolle ist ein anscheinendes Gut, das wirklich gut sein kann oder nur scheinbar, in Wahrheit aber nicht.

Stoa

Ein zugleich geistiges und materielles/stoffliches Prinzip (ein feinstoffliches Feuer und ein warmer Hauch sowie die Weltvernunft), der Logos (griechisch λόγος; lateinisch ratio), durchwirkt alles, wohnt dem Kosmos inne und ist in jedem Wesen keimhaft anwesend. Der Logos lenkt den ganzen Kosmos und bestimmt das Weltgeschehen gemäß einer festen Gesetzmäßigkeit. Alles hat seinen Platz in der universalen Ordnung.

Vernunftbegabung gilt als eine Eigentümlichkeit/ein wesentliches Merkmal des Menschen, eine ihn besonders kennzeichnende Eigenschaft und Fähigkeit. Der Logos ist eine mit der Natur (griechisch φύσις; lateinisch natura) gleichgesetzte Norm des Handelns. Ein Individuum, das Wissen/Erkenntnis/Einsicht erreicht, stimmt mit der richtigen Vernunft des Kosmos überein. Der Mensch hat die Aufgabe, den individuellen Logos mit dem universalen Logos in Übereinstimmung zu bringen.

Der Mensch soll nach der stoischen Ethik in Einklang/Übereinstimmung leben bzw. anders ausgedrückt in Übereinstimmung mit der Natur leben/der Natur gemäß leben bzw. in Übereinstimmung mit dem Logos/der Vernunft leben/vernunftgemäß leben, was inhaltlich alles auf das Gleiche hinausläuft.

Eine Grundbestrebung in der Welt ist nach der Stoa die Oikeiosis (οἰκείωσις; „Einhausung“, „Aneignung“, „Zueignung“, „Selbstzueignung“). Jedem Lebewesen geht es um den ihm eigentümlichen Bestand seines eigenen Seins (Selbsterhaltung). Dafür Nützliches/Förderliches/Zuträgliches wird angestrebt, Schädliches/Abträgliches gemieden. Ausgehend von der Selbstzugewandtheit bezieht sich die Zuwendung nicht nur auf das eigene Selbst, sondern auch auf die anderen, verbindet schließlich die ganze Menschheit. Teilhabe an der Vernunft stiftenden Gemeinschaft gibt ein verbindendes Gesetz des Handelns vor.

Das einzige sittlich/moralisch Gute ist die Tugend/Vortrefflichkeit (griechisch: ἀϱετή; lateinisch: virtus). Die Vernunft erteilt von außen an sie herantretenden Vorstellungen, die ein Streben in Bezug auf eine Verwirklichung auslösen können, ihre bewußte Zustimmung oder nicht. Die menschlichen Entscheidungen bestehen in der dabei vorgenommenen Wahl (zustimmen oder nicht). Ein Antrieb kann als Handlungsauslöser wirksam werden, aber nur wenn die Vernunft, die eine Kontrolle ausübt, dies zuläßt. Wenn eine (aufgrund verführerischer Überredung der Außendinge oder schlechter Unterweisung der Mitmenschen) verdrehte Vernunft falsch urteilt, entstehen Leidenschaften/Affekte. Diese können zu falschem Verhalten hinreißen. Tugend/Vortrefflichkeit besteht darin, irrigen Meinungen nicht zu verfallen und so den richtigen Weg zum Glück zu beschreiten. Tugend/Vortrefflichkeit allein reicht in allen Lebensumständen aus, Glück/Glückseligkeit zu erreichen.

Anzustreben ist Apatheia (ἀπάθεια; lateinisch impassibilitas; nicht einfach mit „Apathie" als Mattheit, Stumpfsinn und Gleichgültigkeit gleichzusetzen). Dies bedeutet wörtlich einen Zustand der Erleidenslosigkeit. Dieser wird durch Leidenschaftslosigkeit gegenüber dem, worüber Menschen keine Verfügungsmacht haben, erreicht, eine seelische Verfassung, die gegen das Erleiden einer Gemütsbewegung unempfänglich macht.

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Epikur

Glück besteht in der Empfindung von Lust/Freude/Vergnügen.

Lebewesen streben von Natur aus nach Lust. Lust ist ein angenehmer Zustand des Wohlbefindens. Epikur liegt in seiner Ethik daran, Unlust, Schmerz und Leid zu vermeiden (ihre Abwesenheit ist Ziel und der Hedonismus insofern von der negativen Seite her aufgezogen). Wichtig ist ihm eine innere Ruhe. Angestrebt wird aufgrund mit Einsicht getroffener Entscheidungen ein Zustand der Seelenruhe, die Ataraxie („Unerschütterlichkeit“, griechisch ἀταϱαξία). Der Weg besteht in einer Konzentration auf die wirklich notwendigen Bedürfnisse (aber kein Leben ohne Bedürfnisse). Einsicht und Übung sollen zu einem vernünftig reflektierten Genießen mit einer anhaltenden Daseinsfreude führen.

Glückseligkeit enthält eine Zufriedenheit, einen friedvoller Zustand der Sicherheit über eine Erfüllung von Wünschen. Die Bewertung dieses Zustandes als höchster Wert ist keine Sache weiterer rationaler Begründung, sondern einer Gegebenheit der Sinnlichkeit (der Zustand wird so empfunden).

Ziel allen Handelns ist nach Epikur das gute Leben (εὐ ζῆν), das selige Leben (μακαϱίως ζῆν) oder anders gesagt das Glück/die Glückseligkeit.

Die konkrete Bestimmung dieses Zustandes ist für Epikur die Seelenruhe (ἀταϱαξία) und die körperliche Schmerzlosigkeit (ἀπονία).

Ziel (τέλος) der Ethik (alles Handelns) im prägnanten Sinn ist nach Epikur die Lust (ἡδονή). Sie ist der naturgegebene Ausgangspunkt und das Ziel des (glück)seligen Lebens (Diogenes Laertios 10, 128: καὶ διὰ τοῦτο τὴν ἡδονὴν ἀϱχὴν καὶ τέλος λέγομεν εἶναι τοῦ μακαϱίως ζῆν).

Dafür verweist Epikur auf die allgemeine Beobachtung (alle Leute streben von Natur aus nach Lust, weil sie ein Gut ist, meiden den Schmerz, weil er ein Übel ist), beruft sich auf Wahrnehmung (αἴσθησις) und Empfindung (πάθος).

Tugend/Vortrefflichkeit hält Epikur für ein Mittel, nicht einen Endzweck.

Die Vernunft/Klugheit hat eine wichtige Rolle beim klugen Abwägen, welches Handeln das lustvollere Ergebnis hat.

Die Vernunft kann Begierden richtig analysieren (die Begierden sind teils natürlich und notwendig, teils natürlich und nicht notwendig, teils weder natürlich noch notwendig) und erkennen, welche Begierden/Wünsche befriedigt werden müssen, um Glück zu erreichen und welche nicht. Die Einsicht der Vernunft kann Störungen (wie Furcht, z. B. vor Gottheiten oder dem Tod) eines glückseligen Lebens entgegenwirken.

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1b) utilitaristisches Handlungsmuster

Gut und richtig ist eine Handlung aufgrund ihrer (nützlichen) Folgen (Konsequenzen).

klassischer Utilitarismus (z. B. Jeremy Bentham und John Stuart Mill)

Grundsätze/Prinzipien:

a) Konsequentialismus: Die Beurteilung, was in ethischer Hinsicht gut ist, hängt von den Folgen einer Handlung ab. Die Folgen können individuelle oder gesellschaftliche Folgen sein, je nachdem wer von Folgen einer Handlung betroffen ist. Da Menschen gewöhnlich nicht isoliert leben, ist meistens nicht nur der sich entscheidende einzelne Mensch betroffen, sondern eine mehr oder weniger große Anzahl.

Prinzipien um ihrer selbst willen, innere Beweggründe, ein guter Wille oder Ähnliches sind für die Bewertung einer Handlung nicht maßgebend.

b) Nützlichkeitsprinzip: Handlungen werden nach ihrer Nützlichkeit beurteilt. Es geht um gute Folgen, aber das Nützliche ist eine Zweck-Mittel-Beziehung und bedarf zu einer inhaltlichen Bestimmung eines Kriteriums/eines Maßstabes.

c) Eudaimonismus: Glück ist das höchste Lebensziel. Damit wird das Nützlichkeitsprinzip mit einer Theorie des Guten inhaltlich aufgefüllt: Eine Handlung ist moralisch richtig, wenn sie das Glück fördert/vermehrt (die Tendenz dazu hat, also in diese Richtung geht) und falsch, wenn sie in der Summe ihrer Folgen Unglück hervorruft.

d) Hedonismus (griechisch ἡδονή = Lust, Freude, Vergnügen, Genuß): Der Nutzen wird als Glück bestimmt und dieses als Lust (bzw. Freude, Vergnügen, Annehmlichkeit, Gefälliges oder Ähnliches; die genaue sprachliche Bezeichnung ist nicht entscheidend). Hedonismus ist eine ethische Auffassung, das Streben nach Lust (ἡδονή) sei Ziel des Handeln und Lust der einzige grundlegende Wert.

e) Universalität (ein Prinzip der Allgemeinheit): Alle sind zu berücksichtigen, das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl ist anzustreben.

Beim größten Glück der größten Zahl (Maximierung des Glücks aller Betroffenen) steckt eine grundsätzliche Gleichheit der Menschen (bei allen individuellen Unterschieden) in dem Grundsatz und als Glück einer Gesellschaft/Gemeinschaft gilt die Summe des Glücks der Individuen, aus denen sie zusammensetzt ist.

Die grundlegende Orientierung und das Motiv ist für die einzelnen Individuen die eigene Lustbefriedigung. Auch die Interessen anderer Menschen werden berücksichtigt (Wohlwollen und eine Art Sozialprinzip), aufgrund der Vernunft (wohlverstandenes Eigeninteresse) und gegebenenfalls durch Sanktionen (Strafen bei Nichtbeachtung) nahegelegt

Handlungsutilitarismus und Regelutilitarismus

Die Gegenüberstellung von Handlungsutilitarismus (act utilitarianism) und Regelutilitarismus (rule utilitarianism) stammt aus dem 20. Jahrhundert.

Handlungsutilitarismus: Die Folgen einzelner Handlungen sind zu beurteilen.

Regelutilitarismus: Die Folgen einer Handlungsregel (einer Handlungsweise allgemein als eines Prinzips) sind zu beurteilen.

Beim Regelutilitarismus bekommen Grundsätze für das Handeln/Handlungsregeln (Sekundärprinzipien, da auf einer zweiten Ebene stehend) Bedeutung, die das auf einer ersten grundlegenden Ebene stehende (daher Primärprinzip) ziemlich abstrakte Nützlichkeitsprinzip für die moralische Praxis in etwas konkretere, lehr- und lernbare Anleitungen umformen. Die Sekundärprinzipien erhalten eine eigenständige Verbindlichkeit.

Die Beachtung von Handlungsregeln/Grundsätzen des Handelns gilt als wichtig, weil dadurch moralische Entscheidungen besser voraussehbar und für Personen größere Verläßlichkeit und Erwartungssicherheit geschaffen werden. Die Regel wird im Regelutilitarismus aufgrund des größeren Gesamtnutzens als verbindlich begründet, weil eine nicht zuverlässige Regelbefolgung schädliche Folgen für die Gesellschaft und die Beziehungen der Personen in ihr hat.

Präferenzutilitarismus (z. B. Peter Singer)

Beim Präferenzutilitarismus sind die Präferenzen (das, was von einem Lebewesen vorgezogen wird), die in den Wünschen und Interessen vorliegen, Grundlage der Ethik. Statt auf Maximierung von Glück/Lust/Freude/Vergnügen bzw. Minimierung von Unglück/Schmerz/Unlust kommt es auf die maximale Erfüllung von Präferenzen an.

Das Ausmaß, in dem die Auswirkungen/Folgen einer Handlung mit den Präferenzen des betroffenen Wesens übereinstimmen, ist zu prüfen. Als richtig (moralisch gut) gilt, was am meisten die Präferenzen erfüllt, als falsch (moralisch schlecht), was die Präferenzen mißachtet/verletzt.

Damit wird der Begriff „Nutzen“ nicht durch subjektive Befindlichkeiten definiert, sondern durch eine Erfüllung der Wünsche und Strebungen, die sich im Verhalten und Äußerungen zeigen.

Peter Singer hält (in seinem Werk „Praktische Ethik“) den Grundsatz der gleichen Interessenabwägung (gleiches Gewicht aller betroffenen Interessen) für die Grundlage der Gleichheit. Als Interesse gilt, was ein Lebewesen nach Abwägung aller Umstände, die von Belang sind, vorzieht. Alle Wesen mit Interessen sind Subjekte ethischer Überlegungen.

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2) Mitleidsethik (Arthur Schopenhauer)

Nur das in einer Anteilnahme sich mit anderen gleichsetzende Mitleid kann Beweggrund für moralisches Handeln sein und die Macht des Egoismus brechen.

Grundlage der Mitleidethik ist eine Metaphysik mit pessimistischer Tendenz: Die Welt in ihrer Tiefenschicht ist ein blinder Wille/Drang, der als Ding an sich ohne Ziel, Sinn und Grund (ohne Beweggrund) wirkt und jeder Vorstellung zugrundeliegt. Die Individuen seien alle Erscheinungen dieses Willens.

Der Weltzustand sei durch unendlichen Mangel gekennzeichnet, weil die Welt in ihrem Wesenskern durch den ewig hungernden Willen bestimmt sei, für den jede Triebbefriedigung nur Übergang zu neuen Begierden sei. Wo Mangel herrsche, da herrsche Leiden.

Schopenhauer meint, in Verstand und Vernunft sei nichts enthalten, was nicht dem Egoismus, der Befriedigung der eigenen Lebens- und Überlebensansprüche dient. Verstand und Vernunft seien Produkte der Hirntätigkeit und könnten nicht in der gewünschten Weise auf die Handlungen des Leibes einwirken, weil sie der Macht der Triebe unterlegen blieben. Weil Moral sich auf das empirische und wirkliche Handeln richte, müsse auch die moralische Triebfeder eine empirische sein.

Die moralisch wertvolle Tat versteht Schopenhauer als Verneinung der Grundtriebfeder Egoismus und Widerspiegelung einer Einsicht, die Trennung zwischen Ich und Du (principium individuationis, das Prinzip der Individuation, des Einzeldaseins alles Lebendigen) als Täuschung zu erkennen. Ein und dasselbe Wesen sei es, das sich in allen Lebewesen darstellt und leidet. Dies werde beim Mitleid durchschaut, der innere Widerstreit und die wesentliche Nichtigkeit des Willens der getrennten Individuen zum Leben erkannt. Die unmittelbare Teilnahme erkenne und empfinde intuitiv im Leidenden sich selbst, sein eigenes Wesen. Die Identifikation mit dem anderen, dessen Wohl und Wehe könne die Macht des Egoismus brechen.

Schopenhauer tritt für die Verneinung des Willens zum Leben als Weg zur Erlösung ein (Zustand freiwilliger Entsagung). Wo der Wille sein Wollen verloren habe, sei auch die Macht der Natur außer Kraft gesetzt. Der Wille und seine Verneinung seien nicht dem Satz vom Grunde unterworfen, sie gehörten einer metaphysischen Wirklichkeit an. Die Verneinung des Willens führe aus dem Naturzusammenhang heraus.

Grundsätze (Prinzipien) und abstrakte Erkenntnisse taugten zwar nicht als erste Grundlage der Moral, seien aber Behälter, in denen die der Quelle aller Moralität entsprungene Gesinnung aufbewahrt werde.

Der oberste Grundsatz der Ethik ist dabei: Neminem laede, imo omnes, quantum potes, juva - verletze niemanden, vielmehr hilf allen, soweit du kannst. Der Zustand des anteilnehmenden Leidens trete unmittelbar durch das Wahrnehmen der konkreten Situation von Leid hervor, d. h. er kann nicht absichtlich herbeigeführt werden. Die Anteilnahme könne aber durch die eigene Phantasie oder durch die Anschaulichkeit der dichterischen Sprache ausgelöst werden. Das mitgefühlte, das fremde Leiden, fülle den Anschauenden ganz aus. Der Anschauende vergesse sein individuelles Ich und die eben noch vorherrschenden egoistischen Motive seines Tuns. Eine alte deutsche Redewendung laute: jemanden sein Herz öffnen.

Der Unterschied zwischen Ich und Du sei kein absoluter mehr. Erkenntnis meint beim Mitleid einen vorbegrifflichen, vorrationalen Zustand, in dem der Mensch anders sieht und anders will.

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3) Tugendethisches Handlungsmuster

Gutes Verhalten ist tugendhaftes Verhalten und dieses von der inneren Haltung/Einstellung bestimmt.

Dieser Ansatz ist z. B. von Platon und Aristoteles vertreten worden (John Rawls gehört nicht dazu).

Mit Tugend wird eine vorzügliche Charaktereigenschaft bezeichnet. In einer Tugendethik geht es um das Anstreben des Guten aus einer inneren Haltung/Einstellung heraus. Tugendethiken richten ihre Aufmerksamkeit auf das Gute bei Personen und deren innerer Haltung/Einstellung. Etwas inhaltlich Wertvolles ist Thema.

Die Handelnden und ihre Beweggründe werden bewertet. Tugendethik ist auf Vervollkommnung ausgerichtet.

Aristoteles bestimmt die Charaktertugenden in seiner Lehre von der Mitte (Mesotes) als das in einer Lage angemessene Verhalten von jemandem. Ziel ist Glück.

4) Kontraktualistisches Handlungsmuster

Eine Vertragstheorie wird entwickelt und moralisches Verhalten wird aus vertraglichen Vereinbarungen abgeleitet.

Ein erträgliches und geordnetes Zusammenleben in einer Gemeinschaft erfordert zustimmungsfähige Verträge als Grundlage, deren Einhaltung notfalls durch Sanktionen garantiert wird.

Thomas Hobbes

Thomas Hobbes kommt einem Utilitarismus nahe und hat auch einen eudaimonistischen/eudämonistischen Ansatz.

Menschen streben nach Glück. Glückseligkeit besteht nach Hobbes aber nicht in einer zufriedenen Seelenruhe. Es gibt bei ihm kein höchstes Gut bzw. letztes feststehendes Ziel als Ruhe- und Endpunkt. Glückseligkeit versteht Hobbes als ständiges Fortschreiten des Verlangens von einem Gegenstand zu einem anderen.

Die Menschen sind wesentlich egoistische Nutzenvermehrer, vom Streben nach einer Maximierung ihres eigenen Nutzens bestimmt.

Selbsterhaltung ist für jeden das erste Gut. Denn die Natur habe es so eingerichtet, daß alle ihr eigenes Wohlergehen wünschen. Um dies bekommen zu können, sei es für sie nötig, Leben und Gesundheit zu wünschen und deren Gewährleistung für die Zukunft, soweit dies möglich sei.

Das Streben nach Selbsterhaltung schließt nach seiner Auffassung die Bereitschaft ein, alle zur Verwirklichung dieses Ziels erforderlichen oder förderlichen Mittel zu erhalten und anzuwenden.

Die Sinnesempfindung der Menschen sind von Natur aus so beschaffen, einander zu mißtrauen und zu fürchten, wenn nicht die Furcht vor einer über alle bestehenden Macht sie zurückhält. Jeder könne durch seine Kräfte sich mit Recht schützen und wolle dies auch notwendigerweise.

Ohne staatliche Ordnung befinden sich Menschen in einem Naturzustand. Konkurrenz, Mißtrauen und Ruhmsucht prägen das Verhalten. Diese Konfliktursachen veranlassen Menschen zu Übergriffen um eines Vorteils wegen, zum Erreichen von Sicherheit und zur Erhöhung des eigenen Ansehens.

Ein gedachter Vertrag besteht darin, einen Staat zu bilden, der über Furcht Außenstabilisierung bewirkt und einen Friedenszustand herstellt.

Dies geschieht durch Unterwerfung. Denn bei Hobbes stellt sich mit Hilfe eines auf Interessen reduzierenden Ansatzes nur die Alternative, den Naturzustand zu verlassen und in den Gesellschaftszustand einzutreten oder dies nicht zu tun.

In einem Gesellschaftsvertrag aufgrund rationaler Kalkulation wird der Staat gegründet und ein Souverän übernimmt die Aufgabe, die Konflikte einzudämmen, die bedrohlichen Kräfte in der Menschennatur durch Furcht niederzuhalten und Schutz zu bieten. Das grundsätzliche natürliche Gesetz ist nach Thomas Hobbes, nichts sich selbst Schädigendes zu tun. Zur Überwindung des Kriegs aller gegen alle in einem fiktiven und abstrakten Naturzustand werden 2 oberste natürliche Gesetze aufgestellt:

1) Frieden suchen und, wenn keiner kommt, nach anderen Mitteln der Selbsterhaltung suchen

2) auf das Recht auf alles verzichten, sofern dies auch die anderen tun, und so viele Freiheiten einräumen, wie sie haben wollen (um mit dem Abgeben von Rechten andere Vorteile zu bekommen)

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Jean-Jacques Rousseau

In der menschlichen Natur gibt es eine Fähigkeit zur Selbstentwicklung (perfectibilité), die den Menschen dann aus diesem Naturzustand herauslöst. Dies ist unumkehrbar. Der Mensch ruht nicht einfach selbstverständlich in einer Umwelt. Seine Selbstbezüglichkeit ist eine natürliche Anlage und ihre Entfaltung kann nicht abgestreift und durch reines Instinktverhalten ersetzt werden.

Das Leben im Naturzustand wird von Rousseau als einfach und selbstgenügsam, aber auch hart, bindungslos und ohne Annehmlichkeiten beschrieben.

Beim Verlassen des Naturzustandes geht nach Rousseaus Darstellung ein Gleichgewicht verloren. Die Natur des Menschen wird gesellschaftlich überformt, wobei Besitz eine wichtige Rolle spielt. Die wahren Bedürfnisse werden entstellt. Die Lösung kann aber nur sein, auf neuen Wegen einen angemessenen Ausdruck für die menschliche Natur zu finden und ein Gleichgewicht zwischen Bedürfnissen und Möglichkeiten, zwischen Wollen und Können herzustellen.

Rousseaus politische Philosophie duldet nicht, den freien Willen der Einzelnen einfach im Kollektiv zu brechen, weil dies eine Verletzung der Würde der Person wäre. Angestrebt werden Verhältnisse, in denen die einzelnen Personen einem allgemeinen Willen folgen, weil sie ihre eigene Selbstbestimmung in ihm wiedererkennen.

Es gilt nicht einfach Autorität (z. B. durch Herkunft oder Gottesgnadentum), sondern eine legitime staatliche Ordnung soll von einem gedachten Naturzustand aus für Individuen freiwillig zustimmungsfähig sein, woraus sich wechselseitige Beziehungen und eine Bindung an diesen Vertrag als Selbstverpflichtung ergeben.

Grund der Verbindlichkeit ist nach Rousseau die Übereinstimmung der über ihre ethischen Ziele aufgeklärten Personen mit einem allgemeinen Willen (volonté générale), auf das Allgemeinwohl ausgerichtet.

Nur wenn sich der Einzelne dem allgemeinen Willen unterwirft, gehorcht er sich selbst. Wenn das Mehrheitsprinzip für den allgemeinen Willen anerkennungsfähig ist, können alle Personen ihm zustimmen und mit ihrem Einverständnis (eine „wenigstens einmalige Einstimmigkeit“) wird es verbindlich.

John Rawls

Gerechtigkeit wird als Fairneß bestimmt.

Die Prinzipien (Grundsätze) bei der Verteilung der Grundgüter (Rechte, Freiheiten, soziale Chancen, Einkommen und Vermögen/Besitz) werden durch ein als fair aufgefaßtes Verfahren ermittelt.

Grundsätze der Gerechtigkeit für die Grundstruktur der Gesellschaft sind Gegenstand eines gedachten Vertrages, einer ursprünglichen Übereinstimmung/Vereinbarung. Die Grundsätze würden freie und rationale Personen, die sich um die Förderung ihrer eigenen Interessen kümmern, in einer Ausgangslage der Gleichheit als Bestimmung der grundlegenden Bedingungen ihrer Vereinigung/ihres Zusammenschlusses akzeptieren (annehmen). Von der persönlichen Lage mit Fähigkeiten und Interessen soll abgesehen werden (Ausblendung durch einen „Schleier des Nichtwissens“), weil sonst Verzerrungen die Wahl der Grundsätze beeinflussen.

Dieser Gerechtigkeitsmaßstab wird in Form von zwei Grundsätzen der Verteilung auf verschiedene Grundgüter bezogen.

1) Der erste Grundsatz ist ein Grundsatz der Freiheit und Gleichheit und spricht allen ein gleiches Recht auf ein größtmögliches Gesamtausmaß an Grundfreiheiten und Grundrechten zu.

2) Der zweite Grundsatz ist ein Differenzprinzip (es geht um Bedingungen, unter denen Unterschiede - soziale und wirtschaftliche Ungleichheit – als gerecht gelten können und daher erlaubt sind).

a) Der Zustand einer Gesellschaft wird mit anderen möglichen Zuständen verglichen. Verlangt wird, auch die am Schlechtestgestellten (die Gesellschaftsmitglieder in der ungünstigsten Lage, z. B die mit dem geringsten Vermögen, Einkommen, schlechtesten Wohnverhältnissen und Ähnlichem) sollen in einem Zustand der Ungleichheit möglichst günstig gestellt sein und so alle in einer besseren Lage als in einem Zustand der Gleichheit sein (z. B. bestehen zwar Einkommensunterschiede, aber alle haben ein höheres Einkommen als in einem Zustand, in dem alle ein gleiches Einkommen haben). Ungleichheit unterliegt einer Rechtfertigungsanforderung und trägt die Beweislast, allen zum Vorteil zu dienen.

Hinzugefügt ist als Einschränkung ein Spargrundzusatz, in dem es um die faire Behandlung zukünftiger Personen (könnte auch als Generationengerechtigkeit bezeichnet werden). Augenblickliche Maximierung von Vorteilen soll nicht auf Kosten später Lebender die Zukunftsmöglichkeit vernichten.

Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten müssen mit einer echten Chancengleichheit verbunden sein. Der Zugang zu gesellschaftliche und politische Ämter und Stellungen soll allen offenstehen. Dies gilt nicht nur in einem formalen Sinn, sondern Menschen mit ähnlichen Fähigkeiten und Bereitschaft sollen unabhängig von Herkunft und ihre anfänglichen gesellschaftlichen Stellung ähnliche Lebenschancen haben.

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5) Nietzsches Moralkritik

Nach Friedrich Nietzsches Auffassung (Hauptwerke zu dem Thema: Jenseits von Gut und Böse. Vorspiel einer Philosophie der Zukunft (1886); Zur Genealogie der Moral. Eine Streitschrift (1887) gibt es keine Eigenschaften der Erscheinungen selbst, moralisch gut oder schlecht zu sein, sondern dies ist erst eine nachträglich an sie herangetragene Deutung aus einer bestimmten Perspektive.

Moralische Bewertungen haben seiner Meinung nach einen außermoralischen Ursprung. Jede Moral ist von (gesellschaftlichen) Machtverhältnissen abhängig. Nietzsche ist der Auffassung, es gebe keine feste, allgemeinverbindliche Wahrheit und alles sei eine subjektive Setzung.

Maßstab ist, ob etwas lebensdienlich und lebensfördernd ist.

Herangehensweisen sind:

  • Moralpsychologie: von allgemeinem Verdacht ausgehend, darauf gerichtet, die egoistischen Motive vermeintlich altruistischen Handeln aufzuzeigen

  • Moralgeschichte: bestrebt, den Nutzen gemeinschaftlichen moralischen Handelns zu zeigen und damit die amoralische Herkunft von Moral nachzuweisen

  • Kritik moralischer Grundbegriffe

Nietzsche stellt «Herrenmoral» und «Sklavenmoral» einander entgegen:

Die Herrenmoral entspringt einer Selbstbejahung der Starken/Höhergestellten. Sie verherrlichen ihre Kraft, ihre Macht, ihre schöpferische Tätigkeit, ihre Erhöhung. Gut, vornehm, edel, mächtig und schön werden gleichgesetzt. Der Herr ist der Vornehme. Dieser Typ Mensch wird z. B. auch gesund, lebenskräftig, stolz genannt. Die Herren halten sich für überlegen und im Rang höher. Niedrigen/niedrig Gestellten und Gesinnten gegenüber haben sie eine Haltung des Abstandes und der Verachtung. Herrenmoral ist eine Moral, die das Leben bejaht, wertschaffend und aktiv ist.

Sklavenmoral ist (weiterhin alles nach Darstellung Nietzsches) in ihrem Ursprung eine Reaktion, kein aktives Werteschaffen von sich her. Während in der Herrenmoral Personen für das eigene Tun eintreten, wird in der Sklavenmoral anderen Personen Verantwortung als Schuld zugeschrieben, um sich von ihr zu entlasten. Sklave ist ein Mensch, der infolge äußerer Unterdrückung oder innerer Selbst-Unterdrückung gehorsam macht, was von irgendwelchen Befehlenden auferlegt wird. In einer Umkehr der nach außen gewendeten Triebe und Begierde gegen den Menschen wird das schlechte Gewissen erfunden. Sklavenmoral ist eine aggressive Verteidigung der Mittelmäßigkeit mit dem Ziel, Rangunterschiede auszulöschen und den Individuen oder Gruppen von höherem Rang die Norm der Mittelmäßigkeit aufzudrängen. Überlegene sollen erniedrigt und verkleinert werden. Sklavenmoral erwächst aus Ressentiment (von Gefühlen der Unterlegenheit und des Neides geprägte gefühlsmäßige Abneigung). Nietzsche nennt die Sklavenmoral auch eine Herdentier-Moral (zur Herde gehören die Mittelmäßigen/Durchschnittlichen, die sich behaglich einrichten wollen). Sklavenmoral ist nach Nietzsche wesentlich durch ein Nützlichkeitsdenken gekennzeichnet.

Die Sklavenmoral hält Nietzsche für eine Umwertung der Werte ins Lebensfeindliche.

Bei der Sklavenmoral trete geschichtlich eine Herrschaft des asketischen Priesters auf, mit dem Judentum beginnend und sich im Christentum fortsetzend.

Nietzsche nennt seinen eigenen Standpunkt einen Immoralismus. In der Sache bedeutet dies, gegen die herrschende Moral (seiner Zeit) zu sein. Dieser Immoralismus kann letztlich kein Standpunkt außerhalb jeder Moral oder Ethik sein und sein wollen, auch wenn Nietzsche jede Moral für ein Stück Tyrannei gegen die Natur hält. Nietzsche will ja selbst eine Orientierung für das Handeln bieten. Er ruft Menschen dazu auf, ein freier Geist zu werden.

Nietzsche hat einige Zuneigung zur Herrenmoral, während er Sklavenmoral ablehnt, auch wenn er dabei bestimmte Leistungen bemerkt. Er vertritt ein Ethos der Vornehmheit und neigt einer geistesaristokratischen Einstellung zu. In einer Umwertung aller Werte will er eine Umkehrung hin zur Lebensbejahung erreichen.

Bloße Selbsterhaltung ist dabei nicht das angestrebte Ziel. Leben ist auch auf Wachstum Erweiterung, Steigerung, Erhöhung ausgerichtet. Ein Wille zur Macht liegt zugrunde.

Inhaltlich ist das Kriterium „Leben“ sehr unklar und bei jeder Erscheinung, die es gibt, kann Anspruch erhoben werden, sie sei Teil des Lebens, womit Einwände der Vernunft gegen diese Erscheinung abgelehnt werden könnten.

Nietzsche hat in einigen Äußerungen das Urteil des Geschmacks als Grundlage, auf die Moral zurückgeführt wird, vorgeschlagen.

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@Albrecht

Hallo :) 

Kann mir auch jemand sagen, wieso man die Mitleidsethik von Schopenhauer nicht als Handlungsmuster ethischer Begründung bei Köck im Handbuch findet? Vielen Dank schon einmal im Voraus!

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Ein ganz großes Dankeschön! Bist der Beste ... :)

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Ich weiß nicht, wer da mal wieder welche Schubladen erfunden hat oder erkünstelt hat. Aber einige Zuordnungen oben gehen gar nicht. Aristoteles und Stoa gehören in (3.) und nicht in (1.). Epikur gehört auch in (4.), Hobbes in (1). Wie doof die vorgegebenen Schubladen sind, zeigt das "Eudämonistische Handlungsmuster", was immer darunter subsumiert wurde. Kann mir jemand irgendeinen Philosophen nennen, der für seine moralischen Ansprüche nicht beansprucht hat, dass es damit den Menschen besser ginge? Das ist kein disqualifizierendes Kriterium.

Hallo erst einmal :),

Die "Schubladen" entnehme ich dem "Handbuch des Ethikunterrichts" von Peter Köck (Auer-Verlag) - bis auf die Einteilung zu Schopenhauer und Nietzsche. Diese habe ich aus einem Ethik-Seminar.

Liebe Grüße

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@Sophialeinchen

@Sophialeinchen

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