Ethiklehrerin anstatt Muslime "Islamisten" gesagt? (Schule, Religion)

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11 Antworten

Versehentliche Versprecher sagen überhaupt nichts aus über über eine geistige Haltung (immer auf der Lauer liegen nach "verräterischen Freud'schen Versprechern"!). Außerdem herrscht hier, wie hier FreundGottes richtig feststellt, ein heilloser sprachlicher Wirrwar, der schon solche Versprecher provoziert.

Dem Wortsinne nach ist der Islamist zunächst ein Anhänger des Islam, genauso wie z.B. der Hinduist oder der Buddhist ein jeweiliger Anhänger seiner Lehre ist. In meiner Jugendzeit hießen die Moslems und Muslime noch Muselmänner und Mohamedaner. Anscheinend beanspruchen diese Leute immerzu eine sprachliche Sonderbehandlung und fortwährende Umbenennungen.

Weiterhin hat das Wort Islamist neben der abwertenden Bedeutung im Sinne des religiösen radikalen Fanatikers auch noch eine ganz andere Bedeutung: Der Islamist ist auch ein Islamwissenschaftler. Genauso bezeichnen wir seit alters her Angehörige anderer kulturwissenschaftlicher Disziplinen z.B. als Germanisten, Anglisten, Romanisten, Judaisten, Hinduisten und dergl. Somit hat das Wort "Islamist" nicht von vorherein eine abwertende Bedeutung. Und wo es im Sinne eines Radikalismus gemeint ist, wenn z.B. von der "radikalislamischen Hisbollah" die Rede ist, dort ist der Gebrauch des Wortes auch keinesfalls unseriös. Es handelt sich schließlich nicht um ein ausgemachtes Schimpfwort. Für manche Menschen ist die Bezeichnung eine Ehre.

Es ist übrigens eine weit verbreitete moderne Unsitte, Geisteshaltungen und Urteile statt an den Sachaussagen am jeweiligen Vokabular fest zu machen. Da zählen nicht mehr Vernunft und Schlüssigkeit, sondern nur noch die Höhe des aktuellen vokabularen Zeitgeistes, selbst ohne Berücksichtigung des Bedeutungswandels und der Bedeutungsvielfalt mancher Wörter: "An der Wortwahl sollt ihr ihn erkennen!"

Ich hoffe einfachmal, dass sie sich nur versprochen hat. Und selbst wenn nicht würde ich da jetzt nicht zuviel rein interpretieren wollen(nicht dass nachher iwelche Gerüchte entstehen). Aber korrekt ist das natürlich nicht.

in der Wortbedeutung, vom Studium her kann mann Islam Wissenschaftler werden und das nennt sich dann Islamist, also jemand der viel Wissen über diese Religion hat!, die Begriffsverfälschung ist erst neueren Datums und ich denke, sie ist falsch.

Der Begriff Moslem und so, sagt heute aus...ich gehöre der islamischen Familie an, bekenne mich zu deren Werten , obwohl wir Moslems( 30zig + Gruppen) ihn ..den Koran...unterschiedlich auslegen und dementsprechend unterschiedlich leben bis hin von solidarisch bekundeten Gewaltanschlägen :(

Ale Islamisten bezeichnen sich heut zu Tage selbst sehr häufig gewalttätige/bereite Moslims...ich denke wir sollten unsere(n) Sprach/e-Inhalt nicht irgendwelchen trends umgewandelt anpassen und sie ihrem verständlichen Inhalt entsprechend weiter verwenden....m.l.G.h

Hey! :)

Der Unterschied der Bedeutungen ist schon drastisch. Es kann sein, dass es ihr nicht nur "ausgerutscht" ist, aber dies muss nicht sein! Ob es etwas über ihre Einstellung sagt, ist schwer zu sagen, da wir über die Community leider nicht mehr kennen als den Sachverhalt, wir wissen ja nicht, wie sie sonst drauf ist und wir wissen leider auch nichts über ihre Mimik, wenn sie das sagt.

Liebe Grüße! :)

Nimm ihr das nicht übel. In Deuschland lernt man sehr wenig über den Islam.

Ein Rat an dich, und jeden anderen:

Lege nicht immer jedes Wort auf die Goldwaage. Lerne es Dinge zu überhören und immer positiv zu denken. Geh immer davon aus, dass dein Gegenüber es nicht böse meint (Es sei denn er brüllt dich an und schwingt mit einem Messer^^)

Als ich damals mein Abitur nachgeholt habe, sagte ein Lehrer mal, dass er kurz nach einer Flugzeugentführung in England, die von einem Moslem angeführt wurde, in ein Flugzeug stieg, in dem sich fast ausschließlich "Turbanträger mit Rauschebart" befanden, und er "Angst vor einem Attentat" hatte.

Eine Muslima regte sich darüber derart auf, dass sie ihn daraufhin anzeigte und als Rassist beschmipfte. Daraufhin wurde er vorrübergehend suspendiert. Durch die Aussage von mir und anderen Studierenden wurde er aber wieder zugelassen.

Du siehst also, wenn man jemandem immer zuerst schlechte Beweggründe unterstellt, kann das schnell nach hinten losgehen.

Also bemühe dich einfach, in solchen Situationen zu denken: "Das ist dem so rausgerutscht" oder "schlecht formuliert, aber ich weiß was er damit sagen wollte".


Viele Deutsche kennen den Unterschied zwischen Islamist und Moslem nicht. Mach dir da also keine Sorgen drum. Das Problem ist halt, dass es hier viele gibt, die sich als Moslems ausgeben, sich aber ganz anders verhalten. Hinzu kommen noch die Medien, die alles nur einseitig berichten (weil positive Dinge keine Schlagzeilen sein können).

Ich selbst bin zwar der Meinung, dass der Islam genauso schädlich ist wie da Christentum und andere Religionen, aber dennoch weiß ich zu differenzieren und spreche nicht von den Moslems oder Islamisten oder Christen etc. als Einzelpersonen, sondern beziehe mich auf die Religion an sich.

Denn auch wenn der Islam eigentlich kriegerisch ausgelegt und gedacht ist, so handelt ein Großteil der Moslems nicht so, sondern nutzt nur die friedliche Seite ihrer Religion. Nur Fanatiker nutzen den Koran exakt, so wie es auch bei Christen in Bezug auf die Bibel der Fall ist.

Das ist zumindest meine Meinung dazu, aufgrund meiner persönlichen Erfahrung. Von mir aus soll jeder glauben was er will, nur soll er seine Religion nicht über die der anderern oder über den "Unglauben" der anderen stellen. Mit solchen eventuellen anklagen gegen deine Lehrerin würdest du dich selbst als etwas bessers darstellen und könntest arrogant wirken. Wer weiß was sonst noch passieren könnte, wenn du so etwas erst mal ins Rollen bringst ...

Besser einfach drüber hinwegsehen ...


Aber wie gesagt, ich würde bei deiner Lehrerin nicht davon ausgehen, dass sie mit dieser Aussage ihre Haltung oder Einstellung verrät. Denn das darf sie nicht. Schulen sind staatliche EInrichtungen in Deutschland und Deutschland ist ein säkulärer Staat. Das heißt, sie darf Religionen nicht bewerten, sondern nur darüber informieren. Schule ist dazu da um Wissen anzueignen/zu vermitteln, und nicht um Glaubensansichten oder Ideologien weiterzugeben.

Der Wortanhang " ...ist" ist ein Suffix und ohne Wertung. Ein Guitarrist spielt Guitarre, ein Kapitalist hat Kapital, ein Kommunist ist für die Kommune, ein Sozialist für das Soziale, ein Fundamentalist denkt und handelt grundlegend, ein Faschist verherrlicht den Faschismus. So etwa kann man es fortführen.

Wenn aber ein Islamist an den ISLAM glaubt und nach ihm handelt, so ist das kein Fehler, ihn so zu benennen.

Eine Abwertung geht leider in die falsche Richtung!

Hinduismus => Hinduisten

Buddhismus => Buddhisten

Schamanismus => Schamanisten

Taoismus => Taoisten

Judentum => Juden

Christentum => Christen

Wicca => Wiccas

Odinismus => Odinisten

u.s.w. ,

nur die Anhänger des Islam wollen keine Islamisten genannt werden, sondern

Moslems oder Muslime oder Muselmanen oder Mohamedaner sein. Komisch, oder? Alle 20 Jahre eine neue Bezeichnung.

Vermutlich wollte eure Lehrerin euch zum Nachdenken anregen, warum die Moslems immer eine Extrawurst gebraten haben wollen. Im Übrigen ist die Bezeichnung "Islamisten" für moslemische Terroristen sehr verharmlosend.

Christentum = Christen, Islam = Islamisten. Das kann schon mal aus Unachtsamkeit passieren, dass man einfach nach dem gleichen "Wortstamm" das Wort bildet. Natürlich sollte man das checken, dass es eigentlich Muslime sind.

Moslems sind Menschen die an den Koran glauben und sich danach ausrichten (und eventuell noch die Sunna dazu).

Islamisten sind Moslems, die ihre Religion zur Staatsmacht machen wollen, also einen religiösen Staat haben möchten, bei dem die höchste Instanz der religiöse Führer ist.

Merke:

Jeder Islamist ist ein Moslem, aber nicht jeder Moslem ist Islamist

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@brunf

Merke: Jeder Islamist ist ein Moslem, aber nicht jeder Moslem ist Islamist. Merke: Jeder gewalttätige Rechtsradikaler ist ein Rechtsradikaler, aber nicht jeder Rechtsradikale ist gewalttätig.

Wirklich nicht?

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ist respektlos muss ich sagen. mein geschichtslehrer bezeichnet uns sogar als mohammedaner und das finde ich abstößend. wir sind muslime und das bleibt auch so!! oder nennen wir sie jesuiten? oder papstikaner?

versteh mich nicht falsch bruder aber so leute haben es meist drauf abgesehen, insgeheim ;)

Bitte mäßige Dich, Mohammedaner war jahrhundertelang ein gebräuchlicher Ausdruck, heute aber soll das eine Beschimpfung sein?

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@Nunuhueper

Wenn ein Geschichtslehrer Mohammedaner sagt ist doch gar nichts dagegen einzuwenden. Den Begriff Moslem od. Muslim kannte und verwandte man früher überhaupt nicht. Den kennt man erst seit neuerer Zeit und das hat sich noch nicht überall rumgesprochen. Der Geschichtslehrer hält sich wohl noch an den historischen Begriff, ist ja in der Geschichte od. historisch gesehen nicht anders bekannt.

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@Nunuhueper

natürlich, weil wir uns nicht mohammed , sondern gott ergeben. wir verehren ihn als propheten und nicht als gott!?außerdem war mohammedaner immer eine beleidigung! außerdem hat man früher auch immer n*ger gesagt und heute ist es auch bzw. ist immer eine beleidigung gewesen.

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Zeigt wahrscheinlich einfach nur inkompetenz ^^

Vielleicht hat sie wirklich Islamisten (Fanatiker) gemeint?

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