(Ethik-) Referat: Das Computerspielen

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4 Antworten

Meiner Ansicht nach ist deine bisherige Beschäftigung deutlich zu einseitig- der einzige "positive" Faktor, den du erwähnst ist ein Erholungsaspekt, ansonsten unterstellst du ausschließlich im negativen Bereich zu verortende Motivationen und Auswirkungen. Ein paar Denkanstöße liefere ich deshalb gerne: Zum ersten Ansatz, dem "mehr Leute spielen Computerspiele":

a) Es haben mehr Leute die technischen Möglichkeiten- sollte man nicht vergessen! Inzwischen besitzt nahezu jeder einen Computer, und leistungsfähige Computer sind auch nicht mehr so teuer, allein deswegen kann man schon damit rechnen, dass in den vergangenen Jahren sich mehr Leute mal spielerisch mit diesem Medium beschäftigt haben.

b) Inzwischen ist die erste Generation erwachsen, die schon mit dem Computer aufgewachsen ist und ihn als selbstverständlichen Bestandteil ihrer Umgebung ansieht- Menschen, für die das Internet ein selbstverständlicher Raum und die Bedienung eines PCs ebenso selbstverständlich sind- auch spielerischer Zeitvertreib am Computer liegt da nahe.

c.)Rollenübernahme. Nicht nur "beruflich Erfolglose" schlüpfen gerne mal in eine andere Rolle, sind mal für ein paar Stunden ein tapferer Ritter, geschickter Schurke, Bürgermeister oder Gott- dieselbe Motivation, aus der heraus wir uns Filme ansehen: Identifikation mit anderen Rollenbildern

d.)Wettbewerb. Viele Computerspiele online gespielt, man tritt mit Mitspielern in Kontakt, interagiert und konkurriert- Wettbewerb ist gesellschaftlich sehr stark verankert, Erfolg im Wettbewerb macht Spaß- ob der nun beruflich, sportlich oder virutell stattfindet, ist den Belohnungssystemen in der menschlichen Psyche egal. Hinzu kommt der soziale Aspekt gemeinsamer "Unternehmungen"- ich spiel gern online zusammen mit Freunden, die in anderen Städten studieren und die ich nicht ohne weiteres besuchen kann- man unterhält sich, hat dabei aber eben auch noch was zu tun, gemeinsame Aufgaben zu lösen etc. Gerade diese Komponente sollte nicht unterschätzt werden, da gerade der Bereich der Multiplayerspiele online gewaltig gewachsen ist. Kleine Anmerkung zu deinem Punkt 3) im ersten Abschnitt: Vorsicht, du riskierst mit der Punkt Trägheit/keine Hobbys sofortigen Widerspruch: Computerspielen ist ein Hobby bzw. kann zumindest sehr gut eins sein, weswegen ich den Aspekt "kein Hobby" unter allen Umständen streichen würde- auf den Aspekt "Trägheit" kannst du natürlich eingehen.

Nun zum zweiten Teil, Auswirkungen für die spielende Person und die Gesellschaft: Beim ersten Punkt rate ich dir, dich über das Auftreten der Häufigkeit von Computerspielsucht zu informieren und die Zahl derjenigen gegenüberzustellen, die zumindest gelegentlich spielen- finden sich im Internet die Zahlen und sind für eine differentierte Darstellung unumgänglich. Beim "gewollten Realitätsverlust" solltest du auch auf die Reversibilität dieses Realitätsverlusts eingehen: Die große Mehrheit der Spielenden "flüchtet" nur für ein paar Stunden und zur Entspannung aus dem monotonen Alltag, ein dauerhafter Realitätsverlust ist nur für die kleine Gruppe der pathologisch Spielenden relevant.

Folgen für Umwelt/Gesellschaft: Den Punkt würde ich so wie du ihn bisher formulierst, streichen, es sei denn, du kannst ihn mit sehr guten Argumenten unterfüttern- schlechtere Sozialkompetenz oder eine längerfristige negative Auswirkung von Computerspielen ist bisher nämlich nicht belegbar. Die Umstellung der zwischenmenschlichen Beziehungen hat eher was mit dem großen Einfluss des Mediums"Internet" zu tun, weniger mit dem des Mediums "Computerspiele", deswegen gehört das eigentlich nicht zu deinem Thema.

Zusammenfassend würde ich noch erwähnen wollen, dass du deine Eingangsfrage nicht eindeutig bewantworten kannst- eine "richtige" Darstellung würde darauf hinauslaufen, dass Computerspiele in Verbindung mit dem generell gestiegenen Einfluss neuer Medien ein Teilrückzugsgebiet für Teile der Gesellschaft geworden sind und sich die Situation für bestimmte Gruppen problematisch darstellen kann.

So, ich hoffe, ich habe dir damit etwas helfen können- zu den negativen Auswirkungen des Spielens hast du dir ja scheinbar schon Gedanken gemacht, deswegen geh ich darauf mal nicht weiter ein- mir wars wichtig, dass du dich nicht auf den Bereich der Süchtigen beschränkst, da diese nicht den Hauptteil der Spielenden ausmachen und die Gesellschaft eher schlecht charakterisieren- generell erreicht man gute Noten ja am besten mit Vollständigkeit, also mit der Darstellung von Pro UND Kontra. Hoffentlich hab ich dir ein paar brauchbare Ergänzungen und Denkanstöße liefern können.

ich glaub du hast zuviel bildzeitung gelesen. glaubst du wirklich das jeder der computer spielt einen stressigen alltag hat und im realen leben erfolgslos ist ? computerspiele sind wie der name es schon sagt spiele, früher hat man mensch-ärgere-dich-nicht gespielt und heute spielt man starcraft, anno2070, portal oder sonstiges...

aber du willst gar nicht über computer spiele reden sondern due redest über die vorurteile von onlinespielen oder sogenannten ballerspielen oder ? ziemlich einseitig find ich diese betrachtung

btw spielst du nicht am computer / konsole ?

arbeite vllt noch heraus dass pcgames nicht nur schlecht sind^^

Ja klingt doch gut

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