ESt: Kinderfreibetrag und Nachweis

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3 Antworten

§ 32 Abs. 4 EStG:

Ein Kind, das das 18. Lebensjahr vollendet hat, wird berücksichtigt, wenn es [...] 3. wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten; Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.

Das Kind ist aber nicht wegen der Biehinderung außerstande, sich selbst zu unterhalten, sondern aus anderen Gründen. Daher ist aufgrund des Gestzeswortlautes der Kinderfreibetrag nicht zu gewähren.

Noch ein Hinweis von mir persönlich an A: bevor er sich erdreisten sollte, für sein Kind eine Freibetrag beantragen zu wollen, sollte er zunächst einmal das Verhältnis zu seinem Sohn wieder reparieren.

lesekatze32 13.11.2014, 11:10

Danke für die Antwort. Die moralische Verwerflichkeit des A seinem Kind gegenüber mal außer Betracht gelassen: Weil K sich selbst nicht unterhalten kann, wird das Kindergeld weitergezahlt. Besondere Prüfungen hierfür gibt es durch die Familienkasse nicht mehr. Ausreichend seien der Schwerbehindertenausweis und die Studienbescheinigung als Nachweise gewesen.

Das Kindergeld und der Kinderfreibetrag hängen doch zusammen, oder nicht? Die Formulierung des Gesetzestextes ist in diesem Zusammenhang auch identisch.

Könnte dann A allein wegen dem Hinweis, dass Kindergeld gezahlt wird, den Kinderfreibetrag beantragen?

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Eulenhasser 13.11.2014, 18:06
@lesekatze32

A's komplette Ignoranz seinem Kind gegenüber einmal außer Acht gelassen, wird ihm auch das nichts nützen. Die zuständige Familienkasse setzt das Kindergeld fest. Der Kinderfreibetrag jedoch wird vom Finanzamt gewährt. Es handelt sich hier um ein zweistufiges Verfahren, bei dem die Voraussetzungen auf den Anspruch doppelt überprüft werden. Wenn das Finanzamt zu dem Schluss kommen sollte, dass der Kinderfreibetrag nicht zu gewähren ist, was es wird, weil die Voraussetzungen immer noch nicht vorliegen, dann wird es eine Kontrollmitteilung an die zuständige Familienkasse übersenden und diese wird das zu Unrecht ausgezahlte Kindergeld nebst Zinsen wieder zurückfordern.

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Schön, dass du den Buchstaben A* für den netten Kerl benutzt, der zu seinem behinderten Kind KEINEN Kontakt mehr hat....aber gerne den Kinderfreibetrag nutzen möchte.

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