Esst ihr Fleisch? Was sagt ihr zu dem Thema?

Das Ergebnis basiert auf 80 Abstimmungen

Fleisch 71%
Vegetarisch 16%
Vegan 12%

40 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Vegetarisch

Mich stört eher die Tatsache, wie die Tiere gehalten werden. Deshalb kann ich das nicht für mich vereinbaren. Hätte ich tatsächlich Lust darauf, Fleisch zu essen, würde ich gerne mehr Geld ausgeben für faire Tierhaltung und diesen Wahnsinn nicht unterstützen. Bei Milchprodukten konsumiere ich ausschließlich Demeterprodukte von Kühen aus Weidehaltung.

Ich gehe einer Mischkost nach aus ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Gründen. Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren nur Pflanzen zu konsumieren da der Ackerbau das schädlichste ist.

Ich hab mir die Frage gestellt: "Wann ist man Veganer?"

Die Antwort: "Wenn man auf tierisches verzichtet. FERTIG."

dann habe ich mich informiert z.b:

91% der Sojaernte wird zur Herstellung von Sojaöl benutzt. Rund 27 Prozent des 2007/2008 gerodeten tropischen Regenwaldes etwa in Borneo gehen direkt auf das Konto von Palmölplantagen. Neun von zehn Früchten, die bei uns gegessen werden, stammen ursprünglich aus tropischen Regenwäldern oder werden heute in den Tropen angebaut. faszination-regenwald.de

Bis zu 70 Prozent der Äcker in China verseucht
Laut einer Studie sind die Äcker des Landes größtenteils mit Giften und Herbiziden verseucht. Die gesundheitlichen Folgen sind dramatisch.

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article115177291/Bis-zu-70-Prozent-der-Aecker-in-China-verseucht.html

Obst, Gemüse, Pilze oder Kräuter aus China landen zunehmend in den Regalen der Supermärkte - eine Folge der Globalisierung. Doch dem Verbraucher hierzulande ist oft nicht bewusst, dass auch die Zutaten für Marmelade oder Joghurt häufig von dort stammen. Der zunehmende Import von Lebensmitteln aus Fernost birgt auch Risiken für den Verbraucher. Denn Chinas Landwirtschaft setzt großzügig Pestizide ein und die Umweltverschmutzung ist enorm.

feelgreen.de/pestizide-in-marmelade-saft-und-joghurt-stecken-oft-chinafruechte/id_69433032/index

Für den Anbau von Ölpalmen wird massiv der Regenwald gerodet - auf Kosten von Klima, Artenvielfalt und indigener Bevölkerung.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/palmoel-regenwald-rodungen-fuer-den-supermarkt-1.1457107

Die Globalisierung der Märkte ermöglicht uns den ganzjährigen Einkauf von Obst und Gemüse. Der Import von Lebensmitteln, die auf der Südhalbkugel der Erde erzeugt wurden, lässt uns das Wissen „was wächst wann“ vergessen. Da gibt es Erdbeeren zu Weihnachten, Spargel im März und Weintrauben zu Pfingsten.

http://www.dlr.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/0/D58A32E6A3826437C1257727004728C8?OpenDocument

Für 1 kg Gemüse aus Übersee könnten 11 kg innerhalb Deutschlands transportiert werden, im Vergleich zum Transport mit dem Flugzeug sind es sogar fast 90 kg.

https://www.ugb.de/forschung-studien/hohe-umweltbelastung-durch-lebensmitteltransporte/

oder Spargel. Es dauert 3 Jahre bis er geerntet werden kann. Er hat wenig Nährstoffe. Er besteht zu 95% aus Wasser. Gleiches gilt für Salat. Hauptsächlich Wasser keine Nährstoffe aber verschwendestes Ackerland und Wasser.

Treibhausgase, Feinstaub, Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung, Hybridpflanzen usw. Es wird viel mehr Obst und Gemüse konsumiert, als nachhaltig produziert werden kann. Lachgas was 300mal schädlicher ist als CO2 kommt hauptsächlich von der Pflanzenprodunktion und zerstört Ozon. ganze 75% des Lachgases aus der EU kommt aus der Landwirtschaft. Der zweit größte Methanprosuzent ist Reis.

Für pflanzliche Lebensmittel müssen Myriaden Schermäuse, Wühlmäuse, Feldmäuse, Feldhamster, Eidechsen, Ratten, Vögel, Wildschweine, Rehe grausam getötet werden. Ferner weiß man bekanntlich seit Darwin, dass Humus, Kompost und Ackererde unter anderem durch zahlreiche Würmer gebildet werden, die natürlich bei der Bodenbearbeitung millionenfach sterben. Doch die Wirbellosen, welche immerhin 95 Prozent aller Arten ausmachen, sind für viele Tierethiker bloß „niedere Tiere“, die man ruhig malträtieren kann.

https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/veganer-in-berlin-warum-veganes-leben-unsinn-ist-22396672

und

Der größte Irrtum vieler Vegetarier und Veganer ist, dass für ihre Ernährung niemand sterben müsse. Bei konsequenter Umsetzung ist sicher richtig, dass für Veganismus kein Stück eines getöteten Tieres auf dem Teller landet. Dies lässt jedoch die Kollateralschäden der Pflanzenproduktion außer Acht. Und diese sind teils 25 mal höher als bei der Produktion von Weidefleisch, schreibt Professor Mike Archer von der UNSW Australia. Richtig gelesen: Pro kg nutzbaren Proteins aus Getreide werden hier unter Umständen 25 mal mehr fühlende Wesen getötet als durch nachhaltige Fleischproduktion. Mehr noch: Auch die Umwelt kann stärker unter der Pflanzenproduktion leiden.

https://www.urgeschmack.de/verursachen-vegetarier-mehr-blutvergiessen-als-fleischesser/

UND VIELES WEITERE.

Der Genuss von Pflanzen bringt also die qualvolle Vergiftung und Zerstückelung von Milliarden Tieren, Raubbau, Ausrottung ganzer Arten durch Monokulturen, die Vernichtung von Nahrungsmitteln, die Wasserverschwendung durch nährstoffarme Pflanzen, Feinstaub durch Massenimport/export, Treibhausgase die den Klimawandel verschlimmern, Regenwaldvernichtung wegen Südfrüchten und Palmöl, Wasservergiftung durch massiven Pestizideinsatz und Kunstdünger, mit sich.

z.b.

Pestizde, die auf 95% aller Pflanzen gesprüht werden die es in DE zu kaufen gibt, müssen, damit sie in Deutschland eine zulassung bekommen durch einen Tierversuch geteste werden. z.b. dem Tier werden die Augenlieder abgeschnitten um die Folgen bei Augenkontakt zu testen, damit sie nicht blinzeln können um das Testergebnis nicht zu verfälschen. Das Tier leidet und verreckt.

Der Hund gilt als das ideale Versuchstier um Pestizide zu testen. Der klassische Versuchshund ist der Beagle, da er gutmütig, klein und handlich ist. Es werden aber auch Golden Retriever und andere Rassen verwendet.

https://www.aerztefuertierschutz.ch/index.html?id=40

Pestizde die auf Felder gesprüht werden führen z.b. zu Unfruchtbarkeit bei Feldhasen, Rehen, Wirdschweine, Feldhamstern...usw. und zu fehlgeburten.Pestizide töten Tiere z.b.

Pflanzenschutzmittel auf Feldern entfalten in nahen Gewässern offenbar tödliche Wirkung: Untersuchungen haben ergeben, dass dort erschreckend viele Arten verschwinden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/landwirtschaft-pestizide-verringern-artenvielfalt-in-gewaessern-a-906263.html

Durch Ackerbau sterben nicht nur Kleintiere sondern Rehe, Fische, Vögel usw. Es raubt ihnen den Lebensraum, dass sie Aussterben.

und stelle daher fest: Sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte können schaden. Es kommt auf den Zusammenhang an, in dem sie hergestellt werden.

Wie soll da der Verzicht auf tierisches helfen? garnicht aber eine regionalen, ökologisch nachhaltige Mischkost schon denn diese begrenzt ihren Fokus nicht auf "Bambi" sondern beleuchtet das ganze system wie Lebensmittel produziert werden.

Den Aufwand, den Veganer betreiben müssen, um tierische Produkte nicht nur beim Essen zu ersetzen, übersteigt den ökologischen nutzen. Bleibt also nur eine Verzichts-Ethik: Durch mein Opfer rette ich die Welt. Das ist ein sehr religiöses Motiv. Der Verzicht muss gesteigert werden, um dem bisherigen Verzicht einen Sinn zu geben. immer weiter...denn auch für andere Produkte leiden und sterben Tiere so z.b. auch für Ackerbau. Den Fokus auf Tierproduktefrei zu setzen führt also in die Sackgasse. Es ist mehr eine art "Selbstbeschäftigungstherapie"...mit unerfüllbarem Dogma.

für viele sind Tiere nur Schwein, Rind, Hunh, Hund und Katze. Das nennt man Speziesismus den Tieren in freier Natur das Leben abzusprechen und sich nur auf Nutztiere beschränken und das nur für den kurzen Genuss von Pflanzen.

Mit einer regionalen, ökologisch nachhaltigen Mischkost ohne Industrieprodukte fördert man seine Gesundheit, gute Tierhaltung, regionale Produkte, ökologisch nachhaltige Lebensmittelproduktion, Umweltschutz, Artenschutz, Naturschutz. Man verzichtet auf Tierversuche, Supplemente, Pestizide, Chemischer Dünger, Massentierhaltung, Monokulturen, Artensterben, lange Transportwege...usw. usf. Vegan/Vegetarier ist man bereits wenn man NUR auf tierisches/fleisch verzichtet somit nicht hilfreich. Man ist auf Pflanzen aus aller Welt angewisen da Deutschland nur 20% Obst und 40% Gemüse produziert gemessen am eigenbedarf. Die Importware verbraucht 11-mal mehr Energie, stößt 11-mal mehr CO2 aus und erzeugt 28-mal so viel Schwefeldioxid wie einheimische Produkte. Die Früchte aus Übersee werden mit Schiffen transportiert: 15 Transportschiffe, ballern bei einer Tour, etwa soviel Abgase in die Luft, wie alle Diesel Fahrzeuge zusammen auf der Welt. Es macht mehr sinn einer ökologisch nachhaltigen Mischkost nachzugehen als diesem Hipstertrend hinterher zu rennen..

Was Tierschutz, Ethik, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und eine bessere Zukunft für künftige Generationen auf diesem Planeten angeht ist eine regionale, ökologisch nachhaltige Mischkost das Beste was man machen kann.

Danke für die lange Antwort

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"Der Genuss von Pflanzen bringt also die qualvolle Vergiftung und Zerstückelung von Milliarden Tieren, Raubbau..."

Typischer und schon viel zu häufig gehörter Denkfehler!

Würden sich alle Menschen vegetarisch ernähren, bräuchte man nur einen BRUCHTEIL der Ackerflächen zur Ernährung der Menschheit. Um ein Stück Fleisch zu essen, ist erst mal ein Vielfaches an Nahrung für das Tier nötig.

"Pro kg nutzbaren Proteins aus Getreide werden hier unter Umständen 25 mal mehr fühlende Wesen getötet als durch nachhaltige Fleischproduktion" ---->Da wurden wohl bei der Erzeugung von Getreide für die Veganer alle vergifteten Insekten mitgezählte, und für die Herstellung von Viehfutter nicht. (Deshalb vermute ich hier einen Auftrag der Agrarindustrie für den zitierten Professor.)

Und ähnliche "Falschheiten" und Halbwahrheiten.

Wo du aber UNBEDINGT Recht hast: Sinn macht es, regionale Produkte zu verwenden (in vieler Hinsicht!!!) und Bio-Produkte, weil achtsamerer Umgang mit Ressourcen.

Aber achte auf den Ursprung der Quellen, die du benutzt! Alles Gute!

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@upsala007

Typischer Denkfehler den bereits die Cornell-Universität widerlegt hat. Die Nährstoffe die man über Fisch und weidetiere zu sich führt müssen nicht angepflanzt werden. Diese fehlen komplett beim Vegetarier und können nur über Ackerland erzeugt werden.

Denn ACHTUNG ich schreibe von einer:

regionalen, ökologisch nachhaltigen Mischkost ohne Industrieprodukt

Und die beinhaltet Fleisch von nachhaltiger Zucht und nicht irgendein Fleisch...

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Vegan

Um auf Fleisch oder Tierprodukte im Allgemeinen zu verzichten gibt es viele Gründe. Das fängt damit an, dass die Tiere die in unserer Gesellschaft getötet und gegessen werden, auf genau die gleiche Weise empfindungsfähig wie wir. Das, was wir ihnen antun, nehmen sie sicher genau so wahr, wie wir es an ihrer Stelle tun würden. Sie mögen nicht unseren Intellekt haben, aber um zu Leiden braucht man keinen Intellekt. Dabei gibt es in den Industrienationen der ersten Welt heute keine Notwendigkeit mehr Tiere zu essen oder als Rohstoffquelle auszubeuten. Kein Tier will ausgebeutet werden, kein Tier will eingesperrt sein, und kein Tier will sterben.

Hinzu kommt, dass viel zu viele Menschen viel mehr Fleisch essen, als überhaupt ökologisch verträglich produziert werden kann. Die moderne Nutztierhaltung ist einer der größten Einzelposten des menschengemachten Klimawandels. Allein die Mengen an Treibhausgasen welche die Tiere selbst produzieren machen 15 % am Gesamtvolumen aus, und da sind die CO2 Emissionen für Haltung, Schlachtung, Verarbeitung, Lagerung und Transport noch gar nicht eingerechnet. Hinzu kommt der große Zusatzaufwand an Energie, Wasser und Nutzflächen. Dazu kommt der exorbitante Ressourcenverbrauch. Es müssen durchschnittlich sieben und in manchen Fällen bis zu 33 Kalorien pflanzliche Nahrung aufgewendet werden, um eine Kalorie Fleisch zu produzieren. Die moderne Nutztierhaltung vernichtet tatsächlich mehr Nahrungsmittel, als sie produziert.

In Deutschland werden 40 % der Ackerflächen für den Anbau von Tierfutter in Beschlag genommen. Auf vielen dieser Flächen könnte auch Nahrung direkt für den Menschen angebaut werden. Trotzdem müssen noch ca zwei Drittel der Eiweißfuttermittel für Nutztiere in Deutschland aus dem Ausland importiert werden. 2016 waren das 2,37 Millionen (!) Tonnen. Diese stammen hauptsächlich aus Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern, wo für den Anbau der Regenwald brandgerodet wird.

Die Entsorgung der Fäkalien verseucht das Grundwasser mit Nitrat, und die Ammoniak-Ausdünstungen sind die größte Feinstaubquelle im Land. So lange das alles so ist, ist jeder, der bereit ist kein Fleisch mehr zu essen, ein Segen für Mensch und Umwelt. Für die Tiere sowieso.

Außerdem gibt es mittlerweile viele Daten die zeigen, wie sich das Risiko von Zivilisationskrankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen mit dem Anteil an Fleisch und weiteren tierischen Nahrungsmitteln in der Ernährung erhöht.

Ab und zu hört man Eisen könne bei einer veganen Ernährung ein Problem sein. Das stimmt jedoch nicht. Man kann eine vegane Ernährung so gestalten, dass man sogar eine überdurchschnittlich gute Eisenversorgung hat. Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse und Samen sowie grünes Blattgemüse, aber auch Brokkoli, Fenchel, Mangold oder Rosenkohl sind hervorragende pflanzliche Eisenquellen. Dazu sehr Vitamin C haltige Nahrungsmittel zu essen hilft die Eisenaufnahme weiter zu verbessern. In Fleisch ist Eisen als sogenanntes Häm-Eisen gebunden. In dieser Form wird es über den Eisenbedarf hinaus in Zellen eingelagert. Dort kommt es dann zu Oxidationsprozessen, die freie Radikale verursachen. Dies erhöht das Krebsrisiko.

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