Essen auf dem Campingplatz?

5 Antworten

Hoi Nino,

auf einem Gaskocher mit zwei kleinen Töpfen und zwei Tellern kann man schon leckere Sachen machen. Allerdings bin ich kein Brontosaurier und nehme dann schonmal Muscheln, Austern, Rind und Schwein zu Hilfe.

Folgendes Menü könnte klappen:

  1. Hopfenblütentee-Kur - Bier ist ein guter Kalorien-Lieferant und wenn man schon nicht weiß, wie man beim Zelten kocht, dann weiß man meistens auch nicht, wie man das bedienungsunfreundliche Aldi-Zelt richtig behandelt oder hat ein sündhaft teures Zelt bereits ruiniert (fubar = fucked up beyond all recognition) - da macht eine Hopfenkaltschale vergessen, was man selbst nicht kann und man ist sicher, nicht in der Nacht vom Fleisch zu fallen.
  2. The day after - am zweiten Tag merkt man das noch. Man könnte jetzt Hopfenkaltschale nachfassen, aber das lässt man besser bleiben und meistens erinnert man sich auch noch düster, daß man das tun sollte. Dann ist es Zeit, zusammen zu konferieren, wie man ein Ravioli-Dose öffnet und erhitzt. Obacht beim Umgang mit dem Öffner: der kann Bluten machen! Und Obacht beim Gaskartusche Einsetzen - sie beißt nicht und explodiert auch nicht unerwartet - aber man sollte schon die Bedienungsanleitung lesen und halbwegs nüchtern sein und nicht nur das, was man für nüchtern hält. Wenn alles geklappt hat, Dose aufs Feuer und ab dafür!
  3. Wenn der erste Anflug von "Duschen ist echt nicht der Feind!" kommt, ist es Zeit für das erste Frühstück. Wenn man vorgesorgt hat, Eier und Gemüse da sind, dann kann man sich nach dem Gelage über die Erstfreude ein deftiges Frühstück zaubern. Das gelingt meist noch. Also nur Mut und nichts anzünden, was nicht der Gaskocher ist. Meist setzt am dritten Tag auch eine leichte Depression ein, weil man schon lange nicht mehr in der Zivilisation war und das Handy nicht mehr darüber hinweg zu trösten vermag: dann geht es ab zum amerikanischen Gasthof "Zum Goldenen M" und man ist für den Tag versorgt.
  4. Bergfest ist vorbei: wo Profis traurig werden, weil es bald zurück ins große Arbeitslager geht, haben Smartphone-Kiddies aller Altersstufen noch Spaß. Also hat irgendjemand vegetarische Würstchen und Halumi besorgt, die den Namen nicht verdienen, aber man muss ja nicht immer alles wissen und so haut man einfach noch ein paar fertig gewürzte Lebensmittelabfälle auf den Grill, die nur deshalb gewürzt sind, damit niemand merkt, daß sie längst abgelaufen waren - die Hitze tötet alle Keime.
  5. Man wacht einigermaßen zerstört auf und fragt sich, ob das alles gewesen ist. Und tritt deshalb den Weg in die nächste Ortschaft an, die mehr zu bieten hat, als der olle Kiosk auf dem Campingplatz - aber auch dort hat es niemand wirklich drauf - zumindest nicht von der an Touristen verkaufenden Fraktion. Ein letzter Tag voller Entbehrungen steht an. Man kann ja noch ein paar Tomaten essen, weil Grünkernfrikadellen gibt es ohnehin nicht. Die Eier vom Anreisetag klingen zwar verlockend, aber sind es nicht mehr - zum Glück hat jemand Brot besorgt... auch wenn es nicht glutenfrei und schon längst steinhart ist.
  6. Endlich geht es nach Hause: noch schnell ein Bier auf den Sieg 'Ich habe XY überlebt'-T-Shirts werden ausgetauscht, als habe man eine sportliche Weltmeisterschaft gewonnen - die Kalorienbilanz ist ok, man ist nicht gestorben, man sagt sich 'Nie wieder zelten' - dann weiß man, wenn am 7. morgens der Wecker zur Schule oder Arbeit klingelt: 'Endlich wieder zuhause!'

Will sagen: Du kannst kochen oder Du kannst es nicht! ;) :)

Danke, aber so arm bin ich nicht das ich mit einem Zelt urlaub mache. Ich kann mir schon ein Wohnmobil leisten. Und auf dumme Kommentare kann ich mit einer deutlich besseren Antwort antworten.

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  • Nudeln kochen, mit Sahne und Knoblauch anbraten, Parmesan und Basilikum drüber. Bei Bedarf Cashews dazu.
  • Taboule, Gurke und Karotte dazu, Zitrone, Olivenöl
  • Tofu mit Sesam und Sojasauce anbraten, Reis dazu und Tomatensauce

Nudeln mit Soße (Tomatensoße oder verschiedene Gemüsesoßen)

Gemüsepfanne

Kartoffeln mit Spinat

Salate (z.B. Nudelsalat)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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