Es liegt nicht am CO2, warum ist das denn so schwer zu verstehen?

25 Antworten

Du verstehst schon das ppm keine Mengen, sondern eine Konzentrationsangabe ist ? Du verstehst schon das auch wenn die Atmosphäre des Mars annähernd zu 96 % aus CO2 besteht, sie aber im gesamten weit geringer in ihrer Ausdehnung ausfällt ?

Du verstehst das die Konzentration an Ozon hier außen vor gelassen wurde ?

Auch beim Mars im Vergleich mit seiner äußerst Staubhaltigen Atmosphäre und der Tatsache des starken absenken der Sonnenabgewandten Seite im Verbund damit das fast ein Viertel des Gehalts als Trockeneis nieder gehen wurde nicht genannt.

Ihr könnt jede Rechnung (immer in SI-Einheiten),(...) jede Zahl nachfragen.(...). Die Rechnung ist sehr einfach (...)

Du nanntest bis auf Kelvin (als Zwischen- bzw. Endergebnis) keine einzige Einheit, nicht einmal die Ausgangsformel.

Nein, CO2 kühlt nicht. Die Strahlungsbilanz der Atmosphäre ist immer negativ, die Frage ist nicht warum sie das dennoch tut, sondern ob es bei höherer Konzentration diese Strahlungsbilanz sich verändert. Anders gesagt, es wird von "unten" dabei erwärmt und die Frage richtet sich ob eine erhöhte Konzentration der Klimagase diesen Unterschied der Strahlungsbilanz beeinflußt. Kein Mensch hat jemals behauptet das CO2 selbst die Hitze entlässt. Natürlich kann es dies nicht "erwämern", jedoch kühlt ganz sicher keine CO2 Atmosphäre ab.

Der positive Effekt auf Planzen von CO2 ist auch nur im Bereich eines Optimums vorhanden und würde ab einer "zu hohen" Konzentration abnehmen. Eine reine CO2-Atmosphäre (übertireben) würde kaum Pflanzenwachstum möglich sein.

Das ist nur in einem bestimmten Bereich möglich, welche von der Art der Pflanze sich unterscheidet.

>Du verstehst schon das ppm keine Mengen, sondern eine Konzentrationsangabe ist ? Du verstehst schon das auch wenn die Atmosphäre des Mars annähernd zu 96 % aus CO2 besteht, sie aber im gesamten weit geringer in ihrer Ausdehnung ausfällt ?

Hier die Berechnung des von mir genannten Wertes von `26´:

Die Masse me der Erdatmosphäre pro m² beträgt me = Druck / Erdbeschleunigung =

1,01325E5Pa / 9,81 m/s² = 1,033E4kg/m²

Es liegen vor N2, Molmasse 28E-3 und Konzentration 0,781, O2, Molmasse 32E-3 und Konzentration 0,209, sowie Ar Molmasse 40E-3 und Konzentration 0,01. Dadurch ergibt sich eine

durchschnittlichen Molmasse der Gaspartikel von

0,209 * 32E-3 + 0,781 * 28E-3 + 0,01 * 40E-3 = 0,02897 kg/Mol

Dies entspricht 3,566E5 Mol/m². Die CO2-Konzentration beträgt zur Zeit 410ppm, d.h. über 1m² Erdoberfläche befindet sich eine CO2-Säule von 1,46E2 Mol/m².

Die Masse mm der Marsatmosphäre pro m² beträgt mm = 6,36E2Pa / 3,69 m/s² =

172,4kg/m2

Es liegen vor CO2, Molmasse 44E-3 und Konzentration 0,96, N2, Molmasse 28E-3 und Konzentration 0,02, sowie Ar Molmasse 40E-3 und Konzentration 0,02. Dadurch ergibt sich eine

durchschnittlichen Molmasse der Gaspartikel von

0,96 * 44E-3 + 0,02 * 40E-3 + 0,02 * 28E-3 = 0,0436kg/mol

Dies entspricht 3,954E3 Mol/m². Die CO2-Konzentration beträgt 0,96, d.h. über 1m² Marsoberfläche befindet sich eine CO2-Säule von 3,796E3 Mol/m².

Die CO2-Säule über dem Mars beträgt also das 3,796E3/1,46E2 = 26-fache der Säule über der Erde.

>Du verstehst das die Konzentration an Ozon hier außen vor gelassen wurde ?

https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Stratosphärisches_Ozon_und_Klimawandel

>Entgegen einer in der Öffentlichkeit verbreiteten Vorstellung führt die Ozonabnahme in der Stratosphäre nicht zu einer Erwärmung in den bodennahen Luftschichten und ist schon gar nicht Ursache für den menschengemachten Treibhauseffekt. Das Gegenteil ist der Fall: Die stratosphärische Ozonabnahme hat in der unteren Troposphäre eine - wenn auch geringfügige - Temperaturabnahme zur Folge.

Du schreibst

>Auch beim Mars im Vergleich mit seiner äußerst Staubhaltigen Atmosphäre und der Tatsache des starken absenken der Sonnenabgewandten Seite im Verbund damit das fast ein Viertel des Gehalts als Trockeneis nieder gehen wurde nicht genannt.

Die kühlende Wirkung des Staubes und des Trockeneises geht in die sphärische Albedo ein.

>Ihr könnt jede Rechnung  (immer in SI-Einheiten) ,(...) jede Zahl nachfragen.(...). Die Rechnung ist sehr einfach (...)
Du nanntest bis auf Kelvin (als Zwischen- bzw. Endergebnis) keine einzige Einheit, nicht einmal die Ausgangsformel.

IMMER ALLES IN SI-EINHEITEN, versprochen.

>Nein, CO2 kühlt nicht.

Das stimmt nicht. Du weißt vielleicht, dass Bäume unter dem Einfluss von CO2 (und NOx) mehr und effektivere Pollen emittieren. Allergiker wissen das jedenfalls ;-) Ähnlich ist es mit Kondensationskeimen für bodennahe Wolken. Bäume emittieren unter dem Einfluss von CO2 (und NOx) mehr und effektivere Kondensationskeime für bodennahe Wolken. Ein Mehr an bodennahen Wolken wirkt sich kühlend aus. Außerdem wechselwirkt das CO2 mit dem Phytoplankton. Eine Zunahme der CO2-Konzentration verändert die Zusammensetzung des Phytoplanktons, so dass die emittierten Kondensationskeime die Wolken heller machen.

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article144188818/Winzige-Lebewesen-machen-die-Wolken-weisser.html

>Der positive Effekt auf Planzen von CO2 ist auch nur im Bereich eines Optimums vorhanden und würde ab einer "zu hohen" Konzentration abnehmen. Eine reine CO2-Atmosphäre (übertireben) würde kaum Pflanzenwachstum möglich sein.

Das ist nur in einem bestimmten Bereich möglich, welche von der Art der Pflanze sich unterscheidet.

Das Optimum ist aber NOCH LANGE nicht erreicht. Neuere Forschungen zeigen, dass sich sowohl C4- als auch C3-Pflanzen über mehrere Jahre einer erhöhten CO2 Deposition anpassen und es immer besser als Dünger zu nutzen wissen, auch unter Emission von mehr und effektiveren Kondensationskeimen, um sich auf diese Weise mit pumpbarem Wasser zu versorgen.

Zusammenfassung: Es liegt am Flugverkehr in Höhe der Tropopause

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@Maarduck

Zusammenfassung: Nein, worauf du auch immer mit deinem Mist hinaus willst mit den Flugzeugen der Tropopause.

Nenne dafür einen haltbaren Beleg was "Flugzeuge" daran ausrichten wenn keine Klimagase abgeben.

Immer noch fehlen jede Angaben innerhalb deiner Aufstellung an Einheiten

Du kapierst anscheinend nicht einmal wie sich der Treibhauseffekt auswirken soll ... Noch einmal das entscheidene ist wie viel Wärmestrahlung zurückgehalten wird. Dein Schluss ist in Gänze falsch wenn du erwartest es würde es aufheizen müssen.

Der Düngeffekt für Pflanzen geht aus der CO2-Konzentration ziemlich gegen 0. Anderes trägt weit bedeutender für ein höheres Pflanzenwachstum bei und es sind weit mehr Stoffe es nur CO2 nötig. Da es das nicht zwingend bedingt, ist es ein Fehlschluss das alleine dies zu einem verbreiteten Pflanzenwachstum anregt. In der Realität nimmt die Artenanzahl dank Monokulturen sogar ab. Gerade auf die Aufnahme z.B. von Eiweiß und Proteingehalt im Getreide wirkt es sich Negativ aus. Eine höhere Temeratur oder eine veränderte Niederschlagsmenge wirken sich sehr viel fataler aus als der CO2-Gehalt dem "zugute" wirken könnte.

Eine deutliche Erhöhung würde das Optimum deutlich für andere als unsere Nahrungspflanzen verschieben.

Bei Farnen und Ginkos wäre das Optimum beim 3fachen der heutigen Konzentration, bei unseren ist der Bereich ein gutes Stück darunter. Und ja, immer noch über dem heutigen Bereich bei ca. 800-1000ppm, aber die Wirkung ist bei weitem geringer als du es dir ausmalst. Bei C4-Pflanzen ist die Sättigungskonzentration bereits erreicht.

In der Realität jedoch ist der Ertrag selbst durch eine gezielte Düngung der Böden auch ca. 750 ppm bei C3-Pflanzen bereits unter der Menge gegenüber Normalbedingungen.

Eine übermäßige CO2-Konzentration ist sicherlich nicht förderlich.

Die neuesten Forschungen gehen von deutlich stärkerer Verödung, Verwüstung und Austrocknung des Bodens aus, welcher weit schlimmer sich auswirkt, nicht zu letzt durch den Klimawandel.

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@wonno93

Zur Bedeutung des Flugverkehrs in Höhe der Tropopause möchte ich schlicht einige Quellen zitieren.

http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Auswirkungen_des_Luftverkehrs

>Obwohl die CO2-Emissionen des Luftverkehrs lediglich 2,2% der von Menschen verursachten Emissionen ausmachen (weniger als der Straßen- und Schiffsverkehr), wird er im Zusammenhang mit dem Klimawandel oft problematisiert. Dies scheint aus mindestens drei Gründen gerechtfertigt: …

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/luftverkehr-erstmals-klimagefahr-durch-eiswolken-berechnet-a-754112.html

 

>Flugzeuge schaden dem Klima gleich mehrfach - neben dem CO2-Ausstoß auch durch Schleierwolken, die sich entlang von Kondensstreifen bilden. Deutsche Forscher haben erstmals ermittelt, wie stark diese die Erderwärmung fördern. … Die Kondensstreifen-Zirren verursachen nach Angaben der Forscher insgesamt einen Strahlungsantrieb von 31 Milliwatt pro Quadratmeter. Dieser Wert übertrifft damit knapp die Klimastörung des von Flugzeugtriebwerken ausgestoßenen Kohlendioxids. …

 

http://www.upi-institut.de/flugverk.htm

 

>Zunehmender Flugverkehr beeinträchtigt klare und kontrastreiche Sicht in der Atmosphäre

 

Das Wachstum des Flugverkehrs führt nicht nur durch CO2-Emissionen und durch Bildung von Wolken zu einer Zunahme des Treibhauseffekts, sondern auch zu einer Abnahme klarer Sonnentage und zu einem Rückgang der klaren Sicht in der Atmosphäre.

 

Durch die Emission von Wasserdampf aus den Flugzeugtriebwerken bilden sich im oberen Bereich der Troposphäre sichtbare Kondensstreifen, die in vielen Fällen in Cirruswolken übergehen. Nach einer Untersuchung von Boucher, O., Universität Lille, nahmen die Cirruswolken allein im Jahrzehnt 1982 bis 1991 weltweit über Land um etwa 1%, über den Ozeanen um 3,5% zu. Über dem Nordatlantik lag die Zunahme aufgrund des starken Flugverkehrs bei mehr als 7%, über den USA mit dem stärksten Flugverkehr bei Flugrouten bis zu 16%. …

Anmerkung von mir: Die katastrophalen Ernteausfälle in den USA im letzten Jahrzehnt sind meines Erachtens auf den besonders starken Flugverkehr in den USA zurückzuführen.

 

Wenn man sich den Verlauf der Kurve der Globaltemperatur betrachtet

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung

 

(Bild oben, rechts) fällt auf, dass die Kurve erst ab etwa 1970 wirklich kontinuierlich und steil nach oben geht (und erst ab 1970 von der Sonnenaktivität entkoppelt ist), was auch etwa der Beginn des massenmäßigen Flugverkehrs in großer Höhe ist, während die CO2-Konzentration bereits seit Beginn der Messungen 1880 stetig ansteigt.

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@Maarduck

Was den Flugverkehr zusätzlich schädlich macht, ist dass er den Luftaustausch über und unter der Tropopause verstärkt.

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@Maarduck

Das Fliegen nicht gerade der förderlichste Methode ist, ist unbestritten ... dank des CO2-Verbrauchs.

Was ich befürchtete an Mist kam Ansatzweise auf über die "mysteriösen" Kondenzstreifen.

Nein, der Anstieg war in der Graphik seit 1915 sehr deutlich erkennbar. Die Sonnenaktivität ist darin nicht mal erwähnt.

Deine Ausführung ist sehr krude.

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@wonno93
>Du kapierst anscheinend nicht einmal wie sich der Treibhauseffekt auswirken soll ... Noch einmal das entscheidene ist wie viel Wärmestrahlung zurückgehalten wird. Dein Schluss ist in Gänze falsch wenn du erwartest es würde es aufheizen müssen.

Ich erkläre es dir kurz: Der Boden des Planeten (kann Gestein oder Wasser sein) absorbiert Sonnenstrahlung, erhitzt sich und emittiert darauf hin Strahlung gemäß des T^4-Gesetzes. Die Strahlung ist gerichtet in den Weltraum. Moleküle aus der Gruppe der Treibhausgase können diese gerichtete Wärmestrahlung des Bodens absorbieren und gehen für kurze Zeit in einen elektronisch angeregten Zustand über. Dann fallen sie auf ihren Grundzustand zurück. Das kann in einem Schritt geschehen, oder in zwei, drei kleinen Schritten. Dabei emittieren sie die zuvor aufgenommenen gerichtete Strahlung in alle Richtungen. Ein Teil der Strahlung (abhängig von der Höhe) geht zurück zum Boden und erhitzt diesen dort zusätzlich.

Alle Strahlung die der Boden emittiert und NICHT in den Weltraum entweicht, erhitzt den Planeten in irgendeiner Form. Die IR-Strahlung die der Boden emittiert und NICHT in den Weltraum entweicht, wird von den Treibhausgasen gemäß der Extinktionsgesetze geschwächt.

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@wonno93
>Das Fliegen nicht gerade der förderlichste Methode ist, ist unbestritten ... dank des CO2-Verbrauchs.

Es sind mehr noch die Cirrus- und Schleierwolken. Lies es doch einfach hier nach:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/luftverkehr-erstmals-klimagefahr-durch-eiswolken-berechnet-a-754112.html

  >Flugzeuge schaden dem Klima gleich mehrfach - neben dem CO2-Ausstoß auch durch Schleierwolken, die sich entlang von Kondensstreifen bilden. Deutsche Forscher haben erstmals ermittelt, wie stark diese die Erderwärmung fördern. … Die Kondensstreifen-Zirren verursachen nach Angaben der Forscher insgesamt einen Strahlungsantrieb von 31 Milliwatt pro Quadratmeter. Dieser Wert übertrifft damit knapp die Klimastörung des von Flugzeugtriebwerken ausgestoßenen Kohlendioxids. …

Dazu kommt der verstärkte Luftaustausch zwischen Troposphäre und Stratosphäre.

>Nein, der Anstieg war in der Graphik seit 1915 sehr deutlich erkennbar. Die Sonnenaktivität ist darin nicht mal erwähnt.

Die CO2-Konzentration steigt aber seit Beginn der Messungen. Anfangs gingen die Temperaturen leicht zurück, waren aber an die Sonnenaktivität gekoppelt. Die Entkoppelung fand erst ca. 1970 statt, dem Beginn des massenhaften Flugverkehrs. Der kühlende Einfluss von CO2 ist aber klein, ebenso der Einfluss der Sonnenaktivität - beides im Vergleich zum Einfluss des Flugverkehrs.

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@Maarduck
kühlende Einfluss von CO2 ist aber klein

Er ist nahezu vernachlässigbar und spielt für diese Aufstellung keine Rolle.

ebenso der Einfluss der Sonnenaktivität

Der ist nicht einmal erwähnt. Der Anstieg ist nicht nachweisbar und spielt nicht nur einen kleinen, sondern spielt überhaupt keine Rolle daran oder zu mindest keine nachzuweisende und schon gar nicht das es damit korreliert.

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@wonno93
>Und ja, immer noch über dem heutigen Bereich bei ca. 800-1000ppm, aber die Wirkung ist bei weitem geringer als du es dir ausmalst. Bei C4-Pflanzen ist die Sättigungskonzentration bereits erreicht. In der Realität jedoch ist der Ertrag selbst durch eine gezielte Düngung der Böden auch ca. 750 ppm bei C3-Pflanzen bereits unter der Menge gegenüber Normalbedingungen. Eine übermäßige CO2-Konzentration ist sicherlich nicht förderlich.

Von Biologie hast du ja Ahnung, ich kann den Hofreiter übrigens gut leiden :-) Du vertrittst hier das Wissen und die Ansichten der Biologie noch vor wenigen Jahren. Inzwischen gibt es überraschende neue Erkenntnisse aus Langzeitversuchen. Gerade C4-Pflanzen profitieren langfristig von der CO2-Düngung. Übrigens sind auch NOx-Gase Dünger. Das blöde am NOx ist nur, dass es im Sommer die Produktion von O3 fördert, und das ist nun wirklich schlecht für uns Menschen UND die Pflanzen.

>Die neuesten Forschungen gehen von deutlich stärkerer Verödung, Verwüstung und Austrocknung des Bodens aus, welcher weit schlimmer sich auswirkt, nicht zu letzt durch den Klimawandel.

ABER die Erwärmung ist doch auf den Flugverkehr zurückzuführen, nicht auf das CO2. Wie oft muss ich das denn noch predigen?!

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@wonno93
>Der ist nicht einmal erwähnt. Der Anstieg ist nicht nachweisbar und spielt nicht nur einen kleinen, sondern spielt überhaupt keine Rolle ...

Doch, ich kann das auseinanderrechnen. Es ist wie von mir beschrieben. Dass die Temperatur von 1880 bis 1910 nach unten geht, `obwohl´ die CO2 - Konzentration nach oben geht, das sieht man doch schon mit bloßem Auge.

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@Maarduck

Es geht damit das die Erwärmung nicht im geringsten mit der Sonnenaktivität einher geht.

Doch, ich kann das auseinanderrechnen

Woraus ? Das ist nicht in der Graphik enthalten. Du hast viel Mist beschrieben das ist kein Kriterium.

Einen Abfall ist zu erkennen, nur hat es keinerlei Aussage über der Sonnenaktivität.

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@wonno93

Sieh dir mal hier das Diagramm an.

https://skepticalscience.com/translation.php?a=18&l=6

Der lange Zeit - bis ca. 1960-1970 - gekoppelte Verlauf ist kein Zufall. CO2 - Konzentration ist immer gestiegen. Die Kurve müsste man darüberlegen. Außerdem die Flugkilometer in der Tropopause. Ich arbeite noch an einem Diagramm und Verfeinerungen, aber das Ergebnis zeichnet sich jetzt schon ab.

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@Maarduck

Es gibt da nicht wirklich ein gekoppelter Verlauf.

Verschwende an dem Mist keine Zeit ... Das einzige was sich abzeichnet das du nicht fähig bist eine Aussage an einem Zusammenhang zu lesen, sondern ohnehin jeden vermeintlichen Zusammenhang auf deine Aussage anpasst.

Es zeigt nur die Sonnenaktivität hat eine absolut untergeordnete Rolle am Temperaturanstieg. Es hat kaum- gar keine Korrelation und selbst davor ging sie nicht einher.

Deine These mit den "Kondenzstreifen" ist eine dämliche Verschwörungstheorie ... Keiner deiner Aussagen lässt sich mit etwas anderem als dem CO2-Gehalt belegen. Über den Zeitraum der vermeintlichen Abkühlung vor 1915 zeigt dieser Kurvenverlauf gar keine Aussage.

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@wonno93
>Deine These mit den "Kondenzstreifen" ist eine dämliche Verschwörungstheorie ... 

Da stellst du dich aber gegen den Mainstream der Klimaforscher, deren Narrativ `es liegt am CO2´ du ansonsten hier vertrittst. Lies es einfach in dem Link nach, den ich dir genannt habe.

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@Maarduck

Diese Skepsis ist bereits derart breit ausgelutscht das sie unlängst Mainstream ist.

Der vermeintliche "Mainstream" ist der gültige Wissensstand und ja, ich bin nicht derart eingebildet dass meine eigene Haltung, nach der selektiv versuche einzulesen, müsse ohne jeden Beweis eine bessere Erklärung liefern ...

Wo du auch immer die Daten her hast...

Habe ich unlängst, nur trifft keine dort getroffene Aussage deinen Kauderwelsch. Welchen du im Moment meinst ergibt sich mir nicht, du hast mindestens 8 hinein gestellt alleine in dieser "Unterhaltung".

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@wonno93

Du brauchst dringend ein besseres Übersetzungsprogramm. Kannst du es mir vielleicht in Englisch sagen, was du meinst?

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@Maarduck

Du solltest aufhören beim Leugnen und blinde Folgen von Verschwörungstheorien als "gegen dem Mainstream" dir recht zu fertigen.

Kurz um, eine Theorie wird den Indizien und Beweisen angepasst und nicht umgekehrt.

Du solltest deine eigenen Quellen (welche du von den 8en du auch meinst erstmal selber ausführlich durch lesen und noch besser, etwas davon annehmen.

So dämlich wie du tust bist du wohl kaum, um dem vermeintlich nicht Folgen zu können.

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@wonno93

Habe unlängst nur, ich trifft keine getroffene Dortige deinen Kauderwelsch ausgesagt. Welchen Moment du meinst im Ergebnis sich hast nicht, du mir mindestens 8 alleine gestellt in hinein dieser/diese/dieses "Überhaltung".

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Das Problem liegt schon mal an deiner Formel. Du berücksichtigst keine Wärmeleitung auf der Oberfläche, keine Rotation und damit keine Tag-Nacht-Effekte usw. Auch die Energieerzeugung im Planeten selbst ignorierst du komplett (du weißt schon, dass Radioaktivität und freiwerde Gravitationsenergie erheblich zur Temperatur eines Planeten beitragen, oder?)

Benutzen wir doch mal deine Formel für einen anderen Himmelskörper OHNE Atmosphäre (du behauptest ja, dass diese Formel in diesem Fall funktioniert), wie z. B. unseren Mond. Albedo für den Mond beträgt 0.12 und für die Solarkonstante benutzen wir 1.361 kW/m^2 (gemäß Erdabstand; den Term für den Emissionsgrad in der Formel kenne ich so nicht, aber nehmen wir mal für das Mondgestein ähnliche Werte an).

=> Durchschnittstemperatur Mond beträgt laut deiner Rechnung dann 274 Kelvin. Wie sehen die echten Werte des Mondes aus? Die Durchschnittstemperatur beträgt 218 Kelvin!

In der obigen Rechnung gehen ja noch nicht einmal der Verdeckungseffekt der Sonne durch die Erde mit ein. Dieser würde nochmal die aufgenommene Energiemenge und damit die Temperatur auf dem Mond senken.

Der Fehler mit deiner Formel liegt beim Mond also bei über 26 Prozent. Deine Rechnung scheint irgendwie nicht so gut zu funktionieren, oder?

Wenn du eine richtige Rechnung machen willst dann musst du eben die erzeugende Energie im Planeteninneren (Radioaktivität, freiwerdende Gravitationsenergie durch Fluss von dichteren Materialien Richtung Kern), die absorbierte Sonnenenergie, das Emissionsverhalten von der Oberfläche, die Rotation und gesamte Bewegung des Planeten, die Wärmeleitung entlang der Oberfläche und natürlich noch die gesamten Effekte der Atmosphäre (Reflexion und Absorption der einfallenden Strahlung, Rückreflexion der Oberflächenstrahlung, Wärmekapazität und Wärmeleitung der Atmosphäre selbst usw.) berücksichtigen.

Wenn du die Rechnung fertig hast kannst du dich nochmal melden. Aber irgendwas sagt mir, dass du diese Rechnung nicht hinkriegen wirst.

Ich danke dir für deine Kritik. Darauf lässt sich aufbauen. Ich werde in Kürze ausführlich antworten.

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@Maarduck

Wie schön! Du hast bisher auch viel zu wenig ausführlich auf deine eigene Frage geantwortet. :)

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@Horst824

Irgendwo muss man einen Anfang machen.

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>Das Problem liegt schon mal an deiner Formel. Du berücksichtigst keine Wärmeleitung auf der Oberfläche, keine Rotation und damit keine Tag-Nacht-Effekte usw.

Im Prinzip richtig. Da sich Mond und Venus so langsam drehen, lässt sich die Formel auf sie nicht anwenden. Da aber Mars und Erde zufällig gleich schnell rotieren, kürzen sich die von dir genannten Phänomene bei dem Vergleich heraus.

>Auch die Energieerzeugung im Planeten selbst ignorierst du komplett (du weißt schon, dass Radioaktivität und freiwerde Gravitationsenergie erheblich zur Temperatur eines Planeten beitragen, oder?)

Ich habe das mal für die Erde berechnet. Der Wärmestrom aus ihrem Innern lässt sich gegenüber der Solarkonstanten komplett ignorieren.

Gemäß

https://www.google.de/search?q=erdkern+temperatur&rlz=1C2LENN_enDE452DE455&hl=de&gl=de&biw=1366&bih=662&tbm=isch&imgil=vVQRI-otvED7GM%253A%253BiKtre9RDV6lhOM%253Bhttp%25253A%25252F%25252Fwww.geothermie.de%25252Fwissenswelt%25252Fgeothermie%25252Feinstieg-in-die-geothermie%25252Fursprung-geothermischer-energie-und-geothermischer-gradient.html&source=iu&pf=m&fir=vVQRI-otvED7GM%253A%252CiKtre9RDV6lhOM%252C_&usg=__ejmd3BrydMrr0k4rtFAOBWbKW-4%3D&ved=0ahUKEwiJtcSvtKTSAhXKlCwKHUIRDWIQyjcIaA&ei=ieKtWMnMKMqpsgHCorSQBg#imgrc=7YnoXh-wgbma3M:

gilt, dass die Kruste 0-170km dick ist und eine Temperatur von -50-500°C (Vulkanausbruch) an ihrer Oberfläche hat. Der Obere Mantel ist 10-900km dick und hat eine Temperatur von 450-1400°C.

Für die Wärmeleitung gilt:

https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmeleitung

Q° = Lambda * A * deltaT/d

http://www.schweizer-fn.de/stoff/wleit_sonstiges/wleit_sonstiges.php

Wärmeleitfähigkeit von Granit und anderem festen Gestein 3,5 W/(m * K)

damit Q°= 3,5 * 1m² * 700K/85000m = 0,029W/m²

fließt aus dem Erdinnern an die Oberfläche ein Wärmestrom von ca. 0,03W/m². Dies ist mit 0,002% der Solarkonstanten tatsächlich vernachlässigbar.

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@Maarduck

Bei der Energieerzeugung im Inneren gebe ich dir Recht. Diese kann in guter Näherung bei der globalen Temperatur vernachlässigt werden. Bei der langsamen Drehung muss ich leider widersprechen, denn rechnet man damit den Wert für Merkur (.12; 9228) aus, so erhält man mit 434 K, bei einem realen Mittel von 440 K, eine sehr gute Übereinstimmung. Der synodische Tag dauert auf dem Merkur ca. 176 Erdentage, er rotiert also extrem langsam relativ zur Sonne.

Um sich den Einfluss der Atmosphäre mal zu veranschaulichen nehmen wir mal die Venus (.76; 2586; 96.5% CO2). Berechneter Wert läge bei 229 K, realer Wert bei 737 K. Der Einfluss der Atmosphäre läge hier also bei über 500 Grad.

Aber gehen wir nun mal zu den eigentlichen Problemen. Ohne Berücksichtigung des Emissionsgrades in der Formel erhält man für Mars (.25; 591) und Erde (.306; 1366): T_mars = 210 K, T_earth = 254 K.

1) Wir wollen ja den Einfluss von CO2 bestimmen. CO2 absorbiert IR-Licht in engen Banden bei 2.7, 4.3 und 15 Mikrometer. Nehmen wir nun mal Schwarzkörperstrahlung für die Planeten an (wobei dies auch schon nicht ganz korrekt ist, da die Erde kein schwarzer Strahler ist). Das Spektrum hängt gemäß dem Plank-Gesetz von der Temperatur ab. Erde und Mars unterscheiden sich schon mal um 44 K, was eine Verschiebung bewirkt. Insbesondere ist natürlich interessant zu sehen, wie sich dies auf die entscheiden CO2 Banden auswirkt.

http://www.spectraplot.com/blackbody

Im entscheidenden Bereich von 15 Mikrometer liegt das (relativ zur Gesamtstrahlung) Verhältnis der emittierten Strahlung von Erde zu Mars bei ca. 2.5. Das bedeutet, dass nach deiner Rechnung die Erde um den Faktor ~2.5 stärker auf CO2 reagieren würde als der Mars (die Oberflächentemperatur des Planeten ist also sehr wichtig). Diesen Faktor kannst du nicht vernachlässigen.

2) Ob das Lambert-Beer'sche Gesetz in der reinen Form in der Atmosphäre überhaupt Gültigkeit hat wage ich mal zu bezweifeln. Es wird keine Streuung berücksichtigt und auch keine Emission.

http://pages.mtu.edu/~scarn/teaching/GE4250/transmission_lecture.pdf

Aber nehmen wir mal an, dass deine einfache 3-Satz-Betrachtung funktioniert. Dann müsste sie ja auch für andere Planeten, wie die Venus, gelten. Die Atmosphären der Venus (96%) und vom Mars (94.9%) ähneln sich vom CO2-Anteil. Natürlich ist die Atmosphäre der Venus sehr viel dichter (Faktor ~3250) und hat deswegen mehr CO2-Moleküle. Das Verhältnis der gesamten Atmosphärenmasse von Venus zu Mars beträgt 19200. Das Oberflächenverhältnis beträgt 3.18. Ein Lichtstrahl von der Oberfläche der Venus sollte also auf ~6111 mal so viele CO2-Moleküle treffen.

https://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/factsheet/marsfact.html

https://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/factsheet/venusfact.html

CO2 bewirkt auf dem Mars gemäß deiner Aussage eine Erhöhung der globalen Temperatur um 3.6° C. Dein einfacher Dreisatz ergibt dann für die Venus 6111*3.6° C = 22 000° C. Der tatsächliche Unterschied beträgt aber, siehe oben, nur 508° C. Das ist ein Fehler von 4331(!!!) Prozent. Deine Rechnung scheint schon wieder nicht zu funktionieren.

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@mrmeeseeks8
>Bei der langsamen Drehung muss ich leider widersprechen, denn rechnet man damit den Wert für Merkur (.12; 9228) aus, so erhält man mit 434 K, bei einem realen Mittel von 440 K, eine sehr gute Übereinstimmung. Der synodische Tag dauert auf dem Merkur ca. 176 Erdentage, er rotiert also extrem langsam relativ zur Sonne.

Die von dir verwendete Solarkonstante erscheint mir deutlich zu niedrig. Da der Merkur der Sonne so nahe ist, kann man diese nicht mehr als punktförmig betrachten. Außerdem muss die große Exzentrizität der Merkurbahn berücksichtigt werden. Ich werde das mal genauer nachrechnen und dir das Ergebnis mitteilen.

>Um sich den Einfluss der Atmosphäre mal zu veranschaulichen nehmen wir mal die Venus (.76; 2586; 96.5% CO2). Berechneter Wert läge bei 229 K, realer Wert bei 737 K. Der Einfluss der Atmosphäre läge hier also bei über 500 Grad.

Die große Albedo der Venus wird ja von CO2-Wolken verursacht. Will man die Oberflächentemperatur der Venus ohne Atmosphäre abschätzen, muss man von einer Albedo von ca. 0,13 ausgehen. Außerdem rotiert die Venus extrem langsam um sich selbst, so dass man davon ca. 30% abziehen muss. Die Venus ist eben ein extrem nichtidealer Fall. Aber auch mit meiner korrigierten Rechnung kommt man zufällig ungefähr auf den von dir angegebenen Wert von 229 K.

>Aber gehen wir nun mal zu den eigentlichen Problemen. Ohne Berücksichtigung des Emissionsgrades in der Formel erhält man für Mars (.25; 591) und Erde (.306; 1366): T_mars = 210 K, T_earth = 254 K.

O.k. Hierbei muss aber erneut beachtet werden, dass ein Großteil der irdischen Albedo auf Wolken zurückzuführen ist.

>1) Wir wollen ja den Einfluss von CO2 bestimmen. CO2 absorbiert IR-Licht in engen Banden bei 2.7, 4.3 und 15 Mikrometer. Nehmen wir nun mal Schwarzkörperstrahlung für die Planeten an (wobei dies auch schon nicht ganz korrekt ist, da die Erde kein schwarzer Strahler ist). Das Spektrum hängt gemäß dem Plank-Gesetz von der Temperatur ab. Erde und Mars unterscheiden sich schon mal um 44 K, was eine Verschiebung bewirkt. Insbesondere ist natürlich interessant zu sehen, wie sich dies auf die entscheiden CO2 Banden auswirkt.

http://www.spectraplot.com/blackbody

Im entscheidenden Bereich von 15 Mikrometer liegt das (relativ zur Gesamtstrahlung) Verhältnis der emittierten Strahlung von Erde zu Mars bei ca. 2.5.

Da hast du dich vertan. Es gibt hier einen Link, der für unser Problem folgende nummerische Lösung hat

http://www.spectralcalc.com/blackbody_calculator/blackbody.php

Mars, 218K, 13-17E-6m => Strahldichte 40,7661 W/m^2/sr, Strahldichteband 7,7197 W/m^2/sr,

Bandanteil in Prozent der Gesamtstrahlung: 18,94%

 

Erde, 288K, 13-17E-6m => Strahldichte 124,178 W/m^2/sr, Strahldichteband 23,3332 W/m^2/sr,

Bandanteil in Prozent der Gesamtstrahlung: 18,79%

 

D.h. der Anteil des betroffenen IR-Lichts, mit dem CO2 wechselwirken kann, ist auf der Erde geringfügig weniger als auf dem Mars.

>Das bedeutet, dass nach deiner Rechnung die Erde um den Faktor ~2.5 stärker auf CO2 reagieren würde als der Mars (die Oberflächentemperatur des Planeten ist also sehr wichtig). Diesen Faktor kannst du nicht vernachlässigen.

Die Erde würde um den Faktor 0,9921 weniger reagieren. Das habe ich wohlwollend vernachlässigt.

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@Maarduck
>2) Ob das Lambert-Beer'sche Gesetz in der reinen Form in der Atmosphäre überhaupt Gültigkeit hat wage ich mal zu bezweifeln. Es wird keine Streuung berücksichtigt und auch keine Emission.

http://pages.mtu.edu/~scarn/teaching/GE4250/transmission_lecture.pdf

Aber nehmen wir mal an, dass deine einfache 3-Satz-Betrachtung funktioniert. Dann müsste sie ja auch für andere Planeten, wie die Venus, gelten. Die Atmosphären der Venus (96%) und vom Mars (94.9%) ähneln sich vom CO2-Anteil. Natürlich ist die Atmosphäre der Venus sehr viel dichter (Faktor ~3250) und hat deswegen mehr CO2-Moleküle. Das Verhältnis der gesamten Atmosphärenmasse von Venus zu Mars beträgt 19200. Das Oberflächenverhältnis beträgt 3.18. Ein Lichtstrahl von der Oberfläche der Venus sollte also auf ~6111 mal so viele CO2-Moleküle treffen.

Stimmt, es sind ca. 6111 mal so viele CO2-Moleküle.

>CO2 bewirkt auf dem Mars gemäß deiner Aussage eine Erhöhung der globalen Temperatur um 3.6° C. Dein einfacher Dreisatz ergibt dann für die Venus 6111*3.6° C = 22 000° C.

Da hast du die logarithmische Abhängigkeit vergessen. Das führt übrigens auch dazu, dass man aufgrund der Messfehler sehr kleine Extinktionen, wie beim Mars, nicht mit sehr großen Extinktionen, wie bei der Venus, vergleichen kann.

Aber rechnen wir mal korrekt: Gemäß der Extinktionsgesetze gilt

lg(I1) = N1 / N2 * lg(I2)

mit I=Intensität des Restlichts nach Schwächung = (1-Albedo) und N=Anzahl der Moleküle mit denen das Licht wechselwirken kann.

Strahlungsgleichgewicht herrscht, wenn die Strahlung die vom Gestein absorbiert wird, so groß ist, wie die Strahlung die das Gestein emittiert, und wenn der Wärmeaustausch Gestein-Atmosphäre vernachlässigbar gering ist.

Dies ist für den Mars der Fall wenn gilt: Emissionsgrad Gestein: 0,935 / sphärische Sonnenlicht-Albedo: 0,25 / IR-Albedo: 0,0637 / Eingangsstrahlung Sonne: 112,11 W/m^2 / IR-Rückstrahlung: 7,63 W/m^2 / Temperatur ohne Atmosphäre: 214,4K / gemessene mittlere Temperatur: 218K

mit IR-Albedo: iterativ ermittelt unter der Voraussetzung, dass das Gestein so viel Strahlung absorbiert (Sonnenlicht + IR-Rückstrahlung), wie es emittiert

Eingangsstrahlung Sonne: = Solarkonstante auf der Marsbahn * (1 - spärische Albedo) / 4

IR-Rückstrahlung: =Emissionsgrad * Stefan-Boltzmann-Konstante *

gemessene Durchschnittstemperatur^4 * IR-Albedo

Dann gilt auf dem Mars für das 6111 seiner CO2 Menge eine Schwächung des IR-Lichts um

lg(I1) = 6111 * lg(1-0,0637) = -174,7

I1 = 0

IR-Albedo = (1-0) = 1

Dies ist die IR-Albedo auf dem Mars für die CO2-Konzentration der Venus

Für die Venus herrscht Fließgleichgewicht wenn gilt: Emissionsgrad Oberfläche: 0,95 / sphärische Sonnenlicht-Albedo: 0,13 / IR-Albedo: 0,964 / Eingangsstrahlung Sonne: 564,7 W/m^2 / IR-Rückstrahlung: 15078 W/m^2 / T ohne Atmosphäre: 321,3K / gemessene mittlere T: 737K

Wenn die venusianische IR-Albedo 0,964 beträgt und eine Temperaturerhöhung von 415,7°C bewirkt, dann würde eine IR-Albedo von 1 eine Temperaturerhöhung von 431°C bewirken.

3
@Maarduck

Ich habe jetzt mal die `Solarkonstante´ für die Merkurbahn abgeschätzt. Man muss beachten, dass die Bahn stark exzentrisch ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Merkur_(Planet)

>Im Perihel trifft etwa 2,3-mal so viel Energie von der Sonne auf die Merkuroberfläche wie im Aphel. 

Außerdem ist die Bahn stark geneigt.

>Ebenso ist die Neigung seiner Bahnebene gegen die Erdbahnebene mit 7° größer als die aller anderen Planeten. 

Da die Sonne in der Nähe ihrer Rotationsachse stärker strahlt, muss auch dies berücksichtigt werden. Außerdem macht der Radius der Sonne ungefähr 1% des Radius der Merkurbahn aus, was ebenfalls berücksichtigt werden muss. UND es werden nicht alle Zonen des Merkur gleichmäßig von der Sonne beschienen, sondern er dreht ich auf zwei Bahnumrundungen exakt dreimal um sich selbst.

Ich hatte keine Lust das alles exakt zu rechnen. Nach einer ersten Abschätzung müsste man in der von mir genannten Formel ungefähr 14.000 W/m^2

3
@Maarduck

Das mit der Schwarzkörperstrahlung im Bereich von 15 Mikrometer stimmt. Da hätte ich das Verhältnis zur Gesamtstrahlung berücksichtigen müssen.

Ich musste jetzt erst mal ein wenig recherchieren. In den Klimamodellen wird auch nicht die direkte Erwärmung durch Wärmestau auf Grund des CO2s als Ursache für die globale Erwärmung herangezogen, sondern es sind eher die indirekten und verstärkenden Effekte, wie vermehrter Wasserdampf in der Atmosphäre, verringerte Albedo durch schmelzende Eisflächen usw.

http://sites.fas.harvard.edu/~scia30/CH7/ch7_2000.pdf

Hier ein Auszug aus einer Vorlesung von S. C. Wolfsy. Bei der hier durchgeführten Berechnung wird im Gegensatz zu deiner Rechnung auf verschiedene Schichten in der Atmosphäre gesetzt, für die einzeln die Energieerhaltung gilt. Berücksichtigt man dann noch die positiven Verstärkungen in diesen Schichten kommt man auf die ominösen 2.7 Grad globale Erderwärmung.

Eigentlich ein ziemlich interessantes Thema, wobei ich eh der Meinung bin, dass es sinnlos ist auf eine Reduzierung des CO2s zu hoffen (ohne China und die USA wird das eh nicht funktionieren). Man sollte stattdessen auf Geoengineering setzen. Die Arktis und Antarktis schmilzt? Dann müssen wir dort eben riesige Spiegelflächen aufbauen (genau so in Wüstengebieten), um die Albedo der Erde erhöhen. Die Fabriken setzen zu viel CO2 frei? Dann fangen wir es auf und versuchen es unter der Erdoberfläche zu binden. Die Pflanzen verbrauchen zu wenig CO2? Dann sollten wir eben Bakterienarten züchten, welche dies effektiver machen können. Auch die Manipulation der Wolkenbildung sieht vielversprechend aus.

Schwefeldioxid in die Atmosphäre zu pumpen und das Meer mit Eisenoxid für mehr Algenwachstum zu düngen wären meine letzten Optionen. Wenn der 1. Lagrangepunkt auch radial stabil wäre könnte man auch über eine kosmische Lösung, z. B. vermehrte Mie-Streung an Staubpartikeln, nachdenken. Aber das ist wohl schwierig.

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@mrmeeseeks8
>In den Klimamodellen wird auch nicht die direkte Erwärmung durch Wärmestau auf Grund des CO2s als Ursache für die globale Erwärmung herangezogen, sondern es sind eher die indirekten und verstärkenden Effekte, wie vermehrter Wasserdampf in der Atmosphäre, verringerte Albedo durch schmelzende Eisflächen usw.

Das befürworte ich auch - ist alles o.k. so, ABER die Primärursache ist, wie vorgerechnet, NICHT das CO2. Allerhöchst wahrscheinlich ist es der Luftverkehr in Höhe der Tropopause, macht CO2 und Wasser und Wolken und schaufelt die Luft über und unter der Tropopause um. Das muss man jetzt mal langsam einsehen, sonst wird es eng.

>Die Pflanzen verbrauchen zu wenig CO2? Dann sollten wir eben Bakterienarten züchten, welche dies effektiver machen können.

Mein Favorit ist die folgende Idee: In den Tropen setzen die Bakterien fast die gesamte Biomasse eines toten Baums wieder zu CO2 um. In unseren Breitengraden ist das anders. Da entsteht beim Zersetzungsprozess viel Graphit (und macht die Erde fruchtbar). Wir müssten Bakterien für die Tropen züchten, die sich dort durchsetzen und ebenfalls fruchtbare, Graphit-reiche Erde zurücklassen. Das nutzt den Menschen vor Ort, weil der Boden fruchtbarer wird, und es nutzt allen, weil CO2 effektiv abgebaut wird. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass ich mich irre und es NICHT kühlend wirkt, über seine WW mit Kondensationskeimen für bodennahe Wolken.

P.S. Du bist einer der ganz wenigen hier, mit denen ich diskutieren kann.

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@mrmeeseeks8

Upps, bei der Solarkonstante für die Merkurbahn habe ich mich vertan, weil ich den Drehimpulserhaltungssatz nicht berücksichtigt habe. Es kommt doch ziemlich genau der von dir angegebene Wert heraus. Bleibt also die Frage, warum die Formel für den Merkur zutrifft, aber nicht für den Mond, obwohl sich beide relativ langsam drehen. Ich denke es liegt an der Dichte von Merkur und Mond. Daraus lässt sich folgern, dass das Gestein des Merkur eine viel größere Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit als der Staub auf dem Mond hat. Deshalb machen sich auf dem Mond temporäre Temperaturunterschiede viel stärker bemerkbar.

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Ich finde deine Argumentation unglaubwürdig weil du eine prämisse nicht wirklich nennst. Nämlich das die Auswirkung des Treibhauseffektes bei verschiedener Dichte des Gasgemischen gleich bleibt.

Mach Mal die Rechnung für Temperatur ohne Atmosphäre für die Erde. Meines Wissens müsste etwas um die 273 Grad Kelvin rauskommen.

Entsprechend muss der Unterschied zu den plus 13-15 Grad die wir haben durch andere Effekte hervorgerufen werden.

Und hier sehe ich das Problem in der Argumentation. Du zeigst nicht konkret auf das die Auswirkung des CO2 Anteil unabhängig von der Dichte der Atmosphäre selbst ist. Schliesslich muss das Licht definitiv durch nen Haufen mehr durch als auf dem Mars.

Daher: zeige bitte auf das der Effekt von CO2 den du mit dem Mars aufzeigst. Unabhängig von der Gesamtmenge der Atmosphäre ist. Und nicht durch Dichte oder andere Stoffe in der Atmosphäre etc. Verstärkt wird.

Ansonsten vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Naja eigentlich ist es kein Argumentationsfehler. Ich lehnen schlicht und ergreifend diese Prämisse ab.

Falls du das aufzeigen kannst hast du schonmal nen Widerspruch geschaffen.

Nachert Schritt wäre mir aufzuzeigen was genau dann zur Ablehnung der Rechnungen der Klimaforscher geführt hat. Der Vergleich ist ja Recht simpel. Entsprechend muss es Gründe geben warum die Klimaforscher diese Argumentation ablehnen. Und ihre eigenen Berechnungen für sinnvoller erachten.

Daher: zeige mir wo genau der Fehler liegt den die Klimaforscher begangen haben der dazu führt das du ihre Rechnungen Ablehnst. Bzw. Warum sie selbst noch nicht darauf gekommen sind. Zumal es ja nicht die Klimaerwärmung widerlegt.

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@FouLou
>Naja eigentlich ist es kein Argumentationsfehler. Ich lehnen schlicht und ergreifend diese Prämisse ab.

Wie geschrieben, es sind die Extinktionsgesetze. Die sind zwar auch idealisiert, aber die Abweichung zwischen Theorie und gemessener Realität macht die klimaaktive Wirkung des CO2 NOCH kleiner. Siehe Berechnung zur Venus.

>Nachert Schritt wäre mir aufzuzeigen was genau dann zur Ablehnung der Rechnungen der Klimaforscher geführt hat.

Die Klimaforscher sagen, die direkte Wirkung des CO2 kennen wir gar nicht, sondern wir messen nur die Gesamtwirkung von +1,1°C und die wird wohl aus Folgeprozessen herrühren. Z.B. wenn es ein bisschen wärmer wird, dann schmilzt ein bisschen Eis, was die Albedo verringert (die Erde absorbiert dann mehr Wärme), außerdem enthält die Luft dann mehr H2O, was ein noch wirksameres Klimagas ist, und die Ozeane setzen zusätzliches CO2 frei, und aus den ehemaligen Permafrostböden entweicht CH4, auch aus den Ozeanen. Wenn es ganz warm wird verschwindet sogar eine bestimmte, kühlende Wolkenart u.s.w. ... Und diese gegenseitigen Beeinflussungen versuchen sie in Simulationsprozessen nachzustellen.

Warum ich diese Simulation ablehne? Im Prinzip ist sie gar nicht so verkehrt, aber die guten Klimaforscher vergessen bei ihrer Theorie zwei entscheidende Dinge bzgl. CO2 : Erstens, DOCH!, wie ich gezeigt habe, ist der direkte Einfluss des CO2 berechenbar und EXTREM gering, VIEL geringer als die Einflüsse z.B. des Weltraumwetters, wobei selbst das die Erde nicht aus ihrem Temperaturgleichgewicht bringt. Zweitens wechselwirkt CO2 mit Pflanzen und beeinflusst damit die Wolkenbildung stark positiv.

Aber der Flugverkehr in Höhe der Tropopause, ausgerechnet der wichtigsten Temperaturinversionszone unserer Atmosphäre, den kann das Leben nicht mehr ausgleichen. Es sind nicht nur das dort erzeugte CO2 und die erzeugten Cirruswolken, es ist die Verwirbelung der Luftschichten dort oben.

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>Ich finde deine Argumentation unglaubwürdig weil du eine prämisse nicht wirklich nennst. Nämlich das die Auswirkung des Treibhauseffektes bei verschiedener Dichte des Gasgemischen gleich bleibt.

Das folgt aus den Extinktionsgesetzen. Es gilt in guter Näherung. Wenn man genauer rechnet, wirkt sich ein Klimagas sogar umso weniger aus, je dichter die Atmosphäre ist. Siehe hierzu meine Berechnung bzgl. der Venusatmosphäre bei `SirKermit´.

>Mach Mal die Rechnung für Temperatur ohne Atmosphäre für die Erde. Meines Wissens müsste etwas um die 273 Grad Kelvin rauskommen.

((1367 * (1-0,306))/(4 * 0,95 * 0,0000000567))^(1/4) = 257,6K

Der Unterschied zur gemessenen Temperatur von ca. 288 K wird hauptsächlich durch atmosphärisches Wasser verursacht, sowie Methan und Lachgas.

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@Maarduck

Der Treibhauseffekt kann bei verschiedener Dichte nicht gleich bleiben. Bei sehr geringem Druck, wie auf dem Mars, kommt ein signifikanter Teil der Strahlung ungehindert durch die Atmosphäre. Deine Rechnung würde nur bei gleichem Druck stimmen.

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@MonkeyKing

Hinzu kommt dass die Oberfläche des Mars deutlich kühler als die Oberfläche der Erde ist. D.h. die von der Oberfläche zurückgestrahlte Strahlungsenergie im Infrarotbereich ist deutlich geringer und somit ist auch die mögliche Auswirkung des Treibhauseffektes im Endeffekt geringer. Das wird in deiner Rechnung auch nicht berücksichtigt.

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