Es können keine mehreren Götter existieren - was haltet ihr davon?

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21 Antworten

Das Problem liegt schon in der Definition von "Gott". Vom Wort her stammt "Gott" aus der nordgermanischen Mythologie, und dort gab es natürlich mehrere Götter. In den Texten der Bibel ist (von den Urtexten her gesehen) nicht von "Gott" die Rede, sondern von Jahwe (bzw. Jehova), Elohim, Adonai (und es mag noch ein paar andere Begriffe geben). Im Lateinischen oder Griechischen wurde dann "deus" oder "theos" benutzt (daher auch "Theologie"). In der deutschen Übersetzung dann "Gott" (es ist bemerkenswert, wie konservativ unsere Sprache manchmal ist, man ändert lieber den Bedeutungsinhalt eines Wortes, anstatt ein neues Wort zu benutzen, heute benutzen wir für Jahwe dasselbe Wort, welches früher für Odin oder Thor benutzt wurde).

Der Monotheismus ist nur eine von verschiedenen Formen der Religionen. Die heute wichtigen Religionen sind nicht nur monotheistisch (dies trifft auf das Judentum, das Christentum und den Islam zu), es gibt auch andere (Hinduismus, Buddhismus).

Die "Allmacht" ist nur eine von verschiedenen Vorstellungen. Bei den Germanen hatte auch Odin keine Allmacht (obwohl er der "oberste" Gott war). Zudem ist auch die Ableitung der Allmacht aus der Bibel keineswegs trivial.

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Das Problem liegt hier in der Definition von Gott. Um eine solche Frage zu beantworten müsste man die Terminologie Gott genau definieren. Du sprichst zb von einer Allmacht. Bei polytheistischen Religionen sind die verschiedenen Götter normalerweise nicht allmächtig. Insofern stellt sich die Frage gar nicht, da die Götter von vorne herein nicht die Eigenschaft der Allmacht besitzen. Das Problem bei der Definition von Gott ist relativ einfach. Die Leute definieren das Wort Gott immer so dass die Definition perfekt auf den oder die Götter passt an die sie glauben. Es gibt eben auch kaum Leute die Gott nüchtern gegenüber stehen. Denn religiöse Menschen glauben an einen oder mehrere spezifische Götter (niemals aber an alle Götter) und Atheisten, die einzigen die nicht an einen Gott glauben, verwerfen die Idee von Gott. Es bleiben also nur noch Agnostiker. 

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Lieber Blackoutd,

das philosophische Problem, das du beschreibst, ist in Wirklichkeit keins, denn der Polytheismus, in welcher Gestalt auch immer -  unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt vom monotheistischen Konzept, denn der monotheistische Gott wird mit den Attributen der Allmacht, Allwissenheit usw. bedacht, die seine absolute Transzendenz und Überweltlichkeit betonen sollen. Polytheistische Religionen kennen ein solches Konzept von Allmacht und Allwissenheit nicht. Die Götter sind in gewisser Weise ein Spiegelbild der Menschenwelt, was ja auch gar kein so absurder Gedanke ist, wenn man davon ausgeht, dass diese Götter die Menschen "nach ihrem Bilde" geschaffen haben. Die meisten dieser Götter haben auch in irgendeiner Form eine physische Gestalt, sei das wie bei den griechischen oder germanischen Göttern eine menschliche oder wie bei den Ägyptern oder Hindus die von menschlich-tierischen Mischwesen. Außerdem gibt es in vielen Mythologien Geschichten, in denen Götter sterben. Die ganze nordische Erzählung vom Weltenbrand Ragnarök basiert darauf, dass die Götter sterblich sind. Auch Osiris wird in der ägyptischen Mythologie getötet, ebenso wie Ganesha in der Hindu-Mythologie. Die Götter sind weder allmächtig noch allwissend und auch nur in einigen Ausnahmefällen unsterblich.

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Kommentar von Blackoutd
05.11.2016, 00:09

Dann sind es doch gar keine Götter... Das meine ich. Polytheismus ist einfach unlogisch...

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Ich habe mal irgendwo den Gedanken gehört, dass alle verschiedenen Gottheiten, die es in der Menschheit gibt, nichts anderes sein könnten als Aspekte einer einzigen Gottheit, ähnlich einer gespaltenen Persönlichkeit beziehungsweise je nach Kultur und Vorstellung der Menschheit geformte Teile einer einzelnen Gottheit.

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Kommentar von AndyG66
05.11.2016, 15:36

Ja - das ist die Theorie des multiplen Gottes. 

Die gibt es von zwei Betrachtungspunkten:

1. Gott hat sich aufgeteilt in verschiedene Teile. Diese Teile wiederum splitten sich in kleinere Teile.. Ein dem Menschen übergeordnetes Teil wird da Gruppenseele genannt.

Seelen können reinkarnieren. Dies kann ein beliebiges grosses oder kleines Teil sein. Reinkarniert eine Gruppenseele so ist diese für die anderen kleinerern Teile (Mensch) automatisch dem angestrebten Zustand Eins zu sein mit Gott näher.  Für die Menschen wäre das dann ein Fleisch gewordener Gott, oder Götter.


2. Kollektives Bewusstsein erschafft Realität. Wenn eine Kultur an Götter glaubt - welche wiederum nur mit Auserwählten sprechen. So wird genau diese Gottgestalt auch erschaffen und nur wenige werden sie erkennen können.

Dies erklärt dass es in jeder Religion Menschen gibt welche spirituelle Erlebnisse haben wo sie eben genau mit dem/n Gott/Götter ihrer Kultur in Kontakt kommen. 

Es bedeutet auch dass wenn man Schlechtes erwartet dies auch Eintritt.. usw...

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Am logischsten ist es natürlich, davon auszugehen, dass es gar keine Götter gibt.

Götterglaube ist per Definition irrational. In einem irrationalen System kann Logik nicht wirken.

Insofern ist jedwede Spekulation über Eigenschaften und Zahl von Göttern so sinnvoll wie jede andere. Es gibt kein Korrektiv, an dem man die eine gegen die andere differenzieren könnte.

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Genau dieses Paradoxon wird ja z.B. in der griechischen Mythologie behandelt.

Es kommt aber darauf an, was du unter 'Götter' verstehst. Wenn es allwissende, allmächtige etc. Wesen sind, dann ist es schon möglich, dass eine Entscheidung von zwei gleichwertigen, unabhängigen Wesen gefällt wird. Gerade wegen ihrer Allwissenheit müssen sie ja zwangsläufig zum selben Ergebnis kommen.

Wenn allerdings (wie z.B. im antiken Griechenland) ziemlich unvollkommene, aber doch über den Menschen stehende Wesen gemeint sind, dann kann es Probleme geben (siehe Titanenkampf). Deshalb hat ja Zeus (als oberster Gott) oft die Moiren (Schicksalsgöttinnen) befragt, um nicht auf der falschen Seite zu stehen.

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 Rein historisch kommt der Wunsch nach einem Gottesbeweis - also dem Beweis für die Existenz Gottes - überhaupt erst mit dem Monoteismus auf. Wenn du erst mal so viel götter hast wie die Griechen, die Japse oder gar die Inder, wirst du ihrr schnell so überdrüssig, dass nach einem Beweis überhaupt kein Bedürfnis bgesteht.

   Eben fällt mir ein; ich habe ja noch meine Trumpfkarte. Schau doch mal bei Herodot:

   " Da nun die Einen sagen, Zeus gebe es nicht, obgleich er doch der oberste der Götter ist. Aber Isis und Osiris existierten. Und dies aus KEINEM ANDEREN GRUNDE [ Bravo ! ]  als weil Isis und Osiris jedes Gebet um Genesung aus schwerer Krankheit erhört hätten - Zeus aber nicht.

   Und wieder andere plädieren genau gegenteilig zu Gunsten von Zeus aus dem nämlichen Grunde.

   So stelle ich denn fest, dass wir ÜBER DIE GÖTTER NICHTS WISSEN KÖNEN [ Er ist ===> Agnostiker. ] 

   Und wenn ich auch den Grund kenne, warum sie sich  vor diesem oder jenem Tempel zur Prozession aufstellen. So will ich doch an moch halten, es nicht berichten und nur sagen: Es ist eine heilige Geschichte. "

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Wäre dem so, dann hätten alle polytheistischen Volksreligionen nicht funktioniert.

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Kommentar von AndyG66
05.11.2016, 00:58

Nun - Jesus gilt als Sohn Gottes. Und zumindest für die grössten Kirche gleichzeit als Gott (Dreieinigkeit).. Trotzdem spricht Jesus mit Gott.. Ist also eine eigene Persönlichkeit mit eigenem Bewussstein und ordnet sich Gott klar unter - zumindest hier auf der Erde..

Das Nichtwissen über weitere "Teile" von Gott welche wie Jesus unterwegs sind/waren - heisst nicht das es diese nicht geben könnte/gab. 

Und somit hätten dann auch die polytheistischen Volksreligionen Recht.

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Also im Hinduismus gibt es Vishnu, als Erhalter und Bewahrer und Shiva, als Zerstörer und Erneuerer. Beide stehen aber nicht im Gegensatz zum Allerhöchsten, sondern sind nur Manifestationen oder Ausdrucksformen dessen.

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Kommentar von Blackoutd
05.11.2016, 00:12

Das sind aber keine Götter, sondern von den Menschen erschaffenen bzw. erfunden Wesen, die nichts mit einer Gottheit zu tun haben.

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Ein monotheistischer Gott könnte auch beschliessen sich selber identisch zu kopiern oder sich in Teile zu splitten. Ein Gott für jedes Universum/Zeitkontinuum quasi.

Interessant hierzu ist die Spekulative Kinder-Universum Therorie. http://www.zeit.de/1997/06/titel.txt.19970131.xml

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Kommentar von Blackoutd
05.11.2016, 01:02

... Gott existiert ohne Ort und ohne Position.

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Da es sich nur um jeweilige Glaubensannahmen handelt, braucht man sich nicht ernsthaft über deren Existenzen zu streiten.

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Was hat denn Götterglaube mit Logik zu tun?

Die polytheistischen Götter waren ja nicht allmächtig, jeder war für einen bestimmten Bereich zuständig (Meer, Liebe, Fruchtbarkeit....). Und auch der monotheistische Gott war es nicht immer, so ist Gott Moses sogar im Kampf unterlegen. Erst später wurde Gott von den Menschen mit Allmächtiglkeit ausgestattet.

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Kommentar von Blackoutd
05.11.2016, 21:44

Völlig falsch...

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Und was wäre, wenn alle Götter an einem Strang ziehen würden?

Es ist jetzt kein Hexenwerk und nix besonderes, wenn man in einer Gruppe Entscheidungen gemeinsam fällt. Unser Land und unsere Staatstrukturprinzipien leben u.a von diesen Prinzipien.

Die Idee schwankt also ein wenig und das sag ich als Christ...

LG

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In Religionen mit mehreren Göttern, wie zum bsp. Hinduismus, hat jeder Gott eine bestimmte Aufgabe, wodurch sie sich gar nicht gegenseitig in die Quere kommen können

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Kleiner Tipp, such nicht nach Logik in der Religion ^^

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Kommentar von Blackoutd
04.11.2016, 23:46

Für mich ist Polytheismus unlogisch, wohingegen der Monotheismus logischer ist... Wenn man sich die möglichen Paradoxa ankuckt... Ist doch dann der Monotheismus logischer oder nicht?

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Wenn Götter wirklich wären, könnte man auch die Logik drauf anwenden.

Sind sie aber nicht.
Nicht Gott hat die Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen sondern die Menschen haben sich ihren Gott/ihre Götter immer nach ihrem Ebenbild geschaffen.

Da alle Götter incl. des biblischen reine Fantasiegstalten sind, sind sie auch nicht der Logik unterworfen sondern scheitern regelmäßig daran. Beim biblischen Gott nennt man das größte logische Problem die Theodizee.

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Kommentar von mrauscher
05.11.2016, 11:05

Hamburger02 übt sich wieder mal im durchpressen der größten unviersellen Lüge, seit das Universum geschaffen wurde: Dem Atheismus. Dabei hatte ich genau Hamburg02 aufgefordert, zu beweisen, dass der Zufall sowohl das Universum, als auch das Leben auf unserem Planeten "geschaffen" haben könnte. Nachdem Hamburger02 hier wieder ganz laut mit Atheismus auftritt, so wie Pegida jeden Montag in Dresden, wird es auf einmal gaaaanz, gaaaaz leise um Hamburger02, wenn es darum geht, meine Frage zu beantworten. So lange jemand eine Lüge gegen Gott, den Schöpfer verbreitet, kann man das wohl getrost ignorieren. - Wenn aber mal jemand endlich den Beweis antritt, der Zufall habe das Leben geschaffen, dann sollten wir die Ohren aufmachen. Hier noch ein bißchen Nachhilfe aus Wikepedia, ist nur für die Atheisten in diesem  Forum gedacht, die anderen wissen das ja:

Ein Beweis ist eine Reihe von logischen Schlussfolgerungen, die die Wahrheit eines Satzes auf als wahr Angenommenes zurückführen.

In einem strengen Sinne wird die Behauptung aus als wahr anerkannten oder angenommenen Sätzen mit Gewissheit erschlossen. In diesem Fall spricht man auch von strengen bzw. deduktiven oder progressiven Beweisen.[1] oder von apodiktischen Beweisen.[2] Ein aus einzelnen formalen Ableitungsschritten bestehender, vollständig formalisierter Beweis in einem Kalkül wird als Ableitung bezeichnet.
Also dann mal ran, ihr immer kleiner werdenden Schar von Atheisten.

Blackoutd, Du hast natürlich recht. Es kann nur einen wahren, lebenden Gott geben. Die Götter, die Menschen aus sich heraus erfunden haben, bei den Griechen wimmelte es ja nur so von erfundenen Göttern, sind tot.  Die Griechen haben dazugelernt, Paulus war ja bei ihnen. Und um Pegida wird es auch immer ruhiger.
Gott sei dank!

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Es gibt Aussagen, die man weder formal beweisen noch widerlegen kann.

Z.B.:  "Diese These kann man nicht beweisen"

Ist die These richtig oder falsch?

Kann Gott was erschaffen, was er nicht zerstören kann? Gott kann ja alles oder doch nicht?

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Kommentar von Blackoutd
05.11.2016, 01:39

Ich hatte unter einen der Kommentare etwas zu dem Allmachtsparadoxon geschrieben. Bitte mal durchlesen ^^.

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Kommentar von Blackoutd
16.11.2016, 18:49

"Eine Zerstörungsmaschine.." Kann man leicht wiederlegen.

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Du irrst, weil du die "Schrift" nicht kennst (Mt.22,29; 1.Mose 1,26; Joh.10,34).

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Wenn ein Gott vorschreibt "Du sollst keine Götter neben mir haben", müsste es doch mehrere geben, oder?

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Kommentar von Blackoutd
05.11.2016, 01:18

Nein... man meint damit, dass man keinen anbeten soll außer ihm selbst. Also kein Götzendienst leisten, bzw. beigesellen. -> Keine erfundenen Götter anbeten. Damit meint man das.

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Gott ist komplett unlogisch, egal ob mehrere oder nur einer! Das sind halt nur Märchenfiguren! Ob eine Frau Holle oder 10 Frau Holle's...egal...es gibt sowas nicht

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Kommentar von Blackoutd
06.11.2016, 21:02

Du bist also der Meinung, dass alles durch Zufall entstanden ist, interessant.

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