Es ist keine Bedrohung, wenn man mit dem Gesetz droht oder?

8 Antworten

Nein, mit der Polizei zu drohen ist keine Bedrohung im Sinne des §241 StGB. Um diesen Straftatbestand zu erfüllen, muss die angedrohte Hadlung strafbar sein und sich unmittelbar gegen das Opfer oder eine dem Opfer nahestehende Person richten. "Ich raub gleich ´ne Bank aus!" ist also auch keine Bedrohung, obwohl ein Bankraub strafbar ist.

Es muß sogar mit einem Verbrechen (min. 1 Jahr Knast) gedroht werden.

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Bedrohung ist ein Gefährdungsdelikt, mit dem das Begehen eines Verbrechens gegen eine Person oder einem der Person Nahestehenden angedroht wird. Hierbei reicht es aus, dass die Bedrohung vorgetäuscht wird. Es ist in diesem Fall von erheblicher Bedeutung, dass es sich um eine ernstliche Drohung handelt; ob der Bedrohte diese ernst nimmt, ist hierbei unerheblich. Die Bedrohung ist ein Straftatbestand, der im deutschen Strafrecht in § 241 StGB geregelt ist.

Die angedrohte Tat muss ein** Verbrechen** sein, also eine rechtswidrige und schuldhafte Tat, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bedroht ist (vgl. § 12 StGB).

Das erklärt aber nicht den Unterschied in meiner Frage! Jeder kann solche Wikipedia texte abkopieren ...

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@Lkwfahrer1003

Naja, dass mit dem Schwein ist grenzwertig, da diese Behandlung schon zum Tod führen kann ; - )

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@Desaier

Und ob das die Erklärung IST! Nur dasDenken kann dir hier keiner abnehmen.

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@Desaier

Ich könnte mir vorstellen, wenn es dir ganz allgemein um eine Strafbarkeit geht, dass du auch auf den Tatbestand der Nötigung hinaus wolltest? Das wäre hier in allen Antworten dann wohl irgendwie untergegangen, dabei könnte man bei einem Nichtjuristen doch durchaus davon ausgehen, dass er mit den Sätzen einen entsprechenden Sachverhalt vollständig zu beschreiben schlicht nicht in der Lage ist.

Das Drohen auch mit "dem Gesetz" kann bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen tatsächlich strafbar sein; dafür muss man nicht am mit "Bedrohung" überschriebenen Paragraphen festklammern.

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@Droitteur

Nötigung IST hier nicht gegeben, da der Fragesteller zu nichts gezwungen wird.

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@Still

Hm, also ich nehme an, ich soll mich erklären, warum ich das so kommentiert habe? Lässt sich aber doch schon erkennen..

Was du da "gezwungen" nennst, steckt im Fall "wenn du nicht abhaust, rufe ich k11" - das erinnert daran, dass man erwägen sollte, worum es dem Frager im Kern geht. Wie unschwer zu erkennen, sind nämlich die Sachverhalte so kurz, dass dahinter mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Grundlagenfrage steht. Mit dem Fragesteller passiert hier erst mal überhaupt gar nichts, er stellt in erster Linie eine abstrakte Frage.
Es kann eben wohl eine Drohung auch mit dem Gesetz strafbar sein, wenn nur auch die weiteren Voraussetzungen gegeben sind - insbesondere darf man von Nichtjuristen nicht erwarten, sie wüssten zutreffend, wie die verschiedenen Tatbestände heißen; das sollte bei gf.net grundsätzlich berücksichtigt werden, nicht nur bei den Antwortern, sondern auch und vor allem bei den Fragern.

Noch dazu habe ich bewusst meinen ersten Satz mit einem Fragezeichen beendet, damit möglichst wenige mir es "vorhalten", dass ich mein "könnte mir vorstellen" hier platziere. Aber gut, es wird hier bei gf.net wohl nie anders werden, als dass mit jeder noch so selbstverständlichen Selbstverständlichkeit jede Ergänzung vermeintlich "verbessert" wird.

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@Droitteur

Die dt. Gesetze gelten weder als Gewalt noch als Empfindliches Übel ; - ) Mit dem Gesetz drohen ist keine Nötigung und auch keine Bedrohung PUNKT.

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@Still

So plakativ gesagt ist im zweiten Satz in der Sache freilich nichts auszusetzen ;)

Der erste Satz stimmt aber nicht. Die Konsequenzen eines deutschen Gesetzes sind allerdings ein empfindliches Übel, mit dem man drohen kann. Wenn ich weiß, dass du etwas strafbares getan hast und ich dann drohe, dich anzuzeigen, es sei denn du zahlst mir 5000 Euro, dann drohe ich dir so zwar mit der Vornahme einer Handlung, die grundsätzlich zulässig wäre, aber in der Gesamtschau würde es sich dennoch um eine Nötigung und hier sogar eine Erpressung handeln, wenn die Zweck-Mittel-Relation verwerflich ist.

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@Droitteur

Du wirst aber nicht wegen der Anzeigenerstattung bestraft, sondern wegen der 5000 geforderten Euro!

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@Still

Der Tatbestand, für den ich bestraft werde, umfasst sowohl die Drohung als auch den Nötigungserfolg (hier 5k). Dafür muss ich die Anzeige nicht mal wirklich erstatten, insofern bleibt sie selbstverständlich außen vor.

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Oje, wie soll das denn dann jemals aufhören? Auge um Auge, Zahn um Zahn? Ist doch irgendwie ein gleiches Problem. Da könnte man sicher noch jede Menge anderer Gründe finden, jemanden anderen wegen einer Anzeige anzuzeigen.

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