Es ist etwas merkwürdig

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7 Antworten

Hallo,

eigentlich schreibe ich hier kaum noch, aber ich wollte einfach mal antworten, weil ich das auch so gut kenne. Ich habe selbst schon einige Aufenthalte hinter mir und war lange Zeit dort; dort ging es mir auch viel besser und ich war ganz anders. Wenn ich das richtig verstanden habe, scheint das bei dir ja ganz ähnlich gewesen zu sein.

Ich denke mal, das hängt damit zusammen, dass man sich dort verstanden fühlt; da sind andere Leute, mit denen man reden kann, auch über seine Probleme, wenn es einem nicht gut geht; da gibt es Betreuer und Ärzte, die einem helfen, usw.

Außerdem ist man aus seinem oft schwierigen und stressigen Alltag raus, muss erstmal nicht mehr arbeiten oder zur Schule gehen, bzw. zumindest nicht vergleichbar mit der Arbeit oder Schule im "normalen" Leben, man hat Zeit, um nachzudenken, zum Beispiel über die eigene Situation usw. Dort hat man auch kaum Stress oder schwierige Situationen, der Alltag ist dort viel einfacher zu bewältigen.

Wenn man dann entlassen wird, kommt man in ein Umfeld zurück, in dem einen keiner versteht, kaum jemand oder niemand einem helfen kann, wo man wieder normal arbeiten oder zur Schule gehen muss und wo ständig stressige und neue oder schwierige Situationen auf einen warten. Wenn es einem dann vorher so viel besser ging, kann es einem dann umso schlechter vorkommen, weil man sich schon an das Gute gewöhnt hat.

Was mir geholfen hat, war, dass ich zum Beispiel mit anderen Leuten über meine Probleme gesprochen habe, zum Beispiel mit Therapeuten oder Leuten, die ich in der Klinik kennen gelernt habe. Die verstehen einen und man hat zumindest einen Teil des hilfreichen Umfelds aus der Klinik wieder. Auch kann es helfen, zu versuchen, den Stress zu reduzieren, oder erstmal langsam mit Schule oder Arbeit anzufangen und schwierige Situationen möglichst vermeiden.

Nur ist das natürlich keine Dauerlösung; für den Anfang kurz nach der Entlassung ist es gut, aber irgendwann muss man in ein normales Leben  zurückfinden. Wenn dir das alleine schwer fällt, kannst du das auch mit Hilfe eines ambulanten Therapeuten machen; das ist meistens echt sinnvoll.

LG, benutzer97

Ich glaube du fühlst dich dort verstanden, weil dort viel mehr Menschen das selbe durchmachen mussten wie du. Sie haben genauso oder mehr gelitten. Sie können dich verstehen und du sie, weil ihr ziemlich das selbe Schicksal hattet. Dort wird man als normal empfunden, da dort alle Probleme haben und zusammen kann man es besser durchstehen als alleine. Jetzt bist du wieder alleine, auf dich allein gestellt und die Probleme kommen wieder. Jetzt fühlst du dich wahrscheinlich alleine, weil du keine Ansprechpartner mehr hast, die sich so ähnlich fühlen wie du. :-) 'ich hoffe ich konnte helfen' ♡♡♡

Danke, ja das wird wohl so sein :-( Und was kann ich da tun ? :-) 

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@DrWeissnix

Ich denke du könntest vllt. versuchen Kontakte zu knüpfen mit Leuten, die das selbe durchstanden und besser sogar noch eine WG gründen. Das ist jetzt voreilig,  aber ich denke die beste und schönste Lösung für alle. :-) 

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Das ist ganz normal. Die Therapie in der Psychiatrie erfolgt in einem geschützten Rahmen, abgeschnitten von der Außenwelt. So kannst du dich auf dich selbst konzentrieren. Wenn du wieder entlassen wirst, ist alles auf einen Schlag wieder da. Eigentlich wird einem in der Psychiatrie beigebracht den Alltag zu bewältigen und bestimmte Ventile für sich zu finden um dem Ganzen entgegenzuwirken. Du darfst nicht vergessen, dass nicht sofort alles wieder super ist und du die Therapie fortsetzen solltest. Auch ohne Psychiatrie. Andernfalls wird keine Besserung eintreten und sich schlimmstenfalls verschlechtern, sodass du irgendwann wieder in die Klinik musst...und wieder und wieder. Bis du selbst mit einem Psychologen an deinen Problemen arbeitest. Lg

du solltest noch mal zu einem Psychater und genau diese Probleme ansprechen und dir Tips / Gedankenmodelle geben lassen um im Alltag zu **bestehen**

Ich war mal für 3 Monate in der Klapse. Da sind nun mal Menschen, die einen verstehen. Mitpatienten wie auch Personal. Die richtige " Arbeit" geht erst los, wenn man entlassen ist. Da würde einen ambulante Gesprächstherapie vielleicht helfen. Hast Du da kein Angebot von der Klinik bekommen? Es ist natürlich dass man von Menschen die nicht psych. krank sind, selten verstanden wird. Das ist oft nicht böse von denen gemeint.

Kann dich verstehen war auch in der Psychatrie und habe mich mit den Patienten richtig gut verstanden.Hier sind die Leute richtig Assozial und Grenzen mich aus sie haben echt keine Ahnung!Kein Mensch ist einfachso ein halbes Jahr nicht in der Schule und verschweigt den Grund und weint nur noch!Es liegt doch auf der Hand!Jetzt verstecke ich meine Gefühle drehe sie um lache ohne es zu wollen.Ich denke mir, d sie einfach nicht genug erlebt umsaus zu verstehen.Sie sind zu klein und zu dumm.....

Vielleicht umgibst Du Dich mit den falschen Menschen. Beleuchte das mal. Und ändere ggf. Deinen Freundeskreis.

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