Es gibt menschen mit Apotemnophilie und anderen Fetischen die zur Selbstverstümmlung beitragen und ich möchte wissen warum ?

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1 Antwort

Generell ist immer noch weitgehend ungeklärt, woher Fetische und sexuelle Vorlieben überhaupt genau kommen. Eine Theorie, die unter anderem zu selbstverstümmelnden Aktivitäten passen könnte, wäre aber die folgende:

Erlebnisse, die einem in der Kindheit regelmäßig passiert sind und die einem unangenehm waren, werden vom Gehirn in der Pubertät umgedeutet, wenn sich die Sexualität entwickelt. Sexuelle Erregung wird gewissermaßen genutzt, um das zu ertragen, was man eigentlich schlimm findet. Wenn dieser Entwicklungsprozess vorbei ist, bleibt diese Vorliebe dann erhalten.

Damit wäre ein solcher Fetisch gewissermaßen ein psychischer Selbstschutz, der (leider?) nicht mehr abklingt, selbst wenn die eigentliche Gefahr (z. B. wiederholte Misshandlung) vorüber ist.

Oft geht es aber auch gar nicht konkret um Selbstverstümmelung, sondern sie ist nur eine Begleiterscheinung. Wenn du z. B. auf Schmerzen stündest, würdest du vielleicht auch (kurzfristige?) Verletzungen in Kauf nehmen, ohne dass es dir tatsächlich darum ginge.

Zahlreiche andere Beispiele findest du im Wikipediaartikel "Fremdkörper in Anus und Rektum". Auch hier sind die Verletzungen häufig keine Absicht, sondern "Unfälle".

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