es gibt ja diese handwärmer teile...

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Das Natriumacetat(trihydrat) hat einen Schmelzpunkt von 58 Grad Celsius. Kocht man den Handwärmer im Wasserbad auf, verändert sich der Aggregatzustand der Substanz von fest zu flüssig. Obwohl sich der Handwärmer dann auf die Umgebungstemperatur abkühlt, bleibt sein Inhalt unter Luftabschluss flüssig- der Physiker spricht von unterkühlter Schmelze bzw. von übersättigter Lösung. Erst bei einer Störung, wenn man zum Beispiel das kleine Metallstück darin drückt oder biegt, beginnt das Natriumacetat schlagartig zu kristallisieren und gibt dabei die Energie frei, die beim Aufkochen verwendet wurde, den Aggregatszustand zu ändern. Dabei erwärmt sich der Handwärmer auf maximal 58 Grad Celsius, der Schmelztemperatur des Natriumacetats.

ok danke aber wie genau wird durch das plättchen eine kettenreaktion ausgelöst???

0
@Bambusstange

Durch die entstehenden Druckwellen werden Ionen aneinander gepresst, halten zusammen und bilden einen Kondensationskern für weitere Ionen -> Kristallisation

0

Das hat überhaupt nichts mit dem Metallplättchen da drinnen zu tun, sondern mit dem flüssigen Material. Durch das Hineinlegen des Handwärmers in heißes Wasser, wird das Material da drin flüssig und speichert in dieser Form Wärmeenergie. Wenn man nun das Plättchen knickt, wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, das Material kristalliesiert und die gespeicherte Energie wird wieder in Form von Wärme freigegeben. Das Plättchen dient also nur als Starthilfe. Du kannst dem Handwärmer auch einfach einen Schlag verpassen (vorsicht, nicht zu fest, nicht dass er sonst noch platzt), das hat denselben Effekt. Metall wird wahrscheinlich einfach verwendet, da es in der dünnen Form recht flexibel ist und man es wieder in seine Ausgangsform zurückbiegen kann und es die frei werdende Wärme gut verkraftet. Ein Plastikplättchen beispielsweise würde ja schon nach wenigen Malen knicken, durchbrechen.

Um den Stoff darin zu verflüssigen, wird Energie in Form von Wärme zugeführt (Deswegen müssen die Dinger nach jeder Benutzung im Kochtopf heiß gemacht werden). Die Energie, die zugefügt wurde, wird von dem Stoff gespeichert. Das Knicken des Metalls löst dann eine Reaktion aus, bei der der Stoff im Inneren diese Energie wieder abgibt.

Also ich weiß leider nicht, was sich für eine Flüssigkeit dahinter befindet, aber ich erkläre mir das so:

Der darin befindliche Stoff ist irgendein Kohlenwasserstoffgemisch und durch das Knicken des Metallplättchens wird (wegen Zugabe mechanischer Energie) eine Kettenreaktion ausgelöst (vermutlich Polymerisation), wobei Bindungsenergie in Form von Wärme frei wird.

Wenn man diese Wärmekissen später dann wieder kocht und somit die Wärme wieder zuführt, werden die Verbindungen aufgespaltet.

Das ist sicher keine fachlich korrekte Antwort. Bin kein Chemiker, aber so in etwa erkläre ich mir das.

Was möchtest Du wissen?