Es gibt Glückshormone, gibt es auch etwas wie „Leidshormone“?

4 Antworten

Meines Wissens nach nicht, schließlich hängen körperliche Schmerzen mit deinen Nervenbahnen zusammen und psychische Schmerzen sind meistens davon abhängig ob Glückshormone verfügbar sind oder nicht.

Du könntest allerdings Parathormon als "Leidshormon" abstempeln, da uns dieses ja zum weinen bringt

BEIDE Begriffe sind populistisch. Endorphine wurden einfach in Glückshormone verdeutscht.

Nur EIN typisches BEISPIEL Die Ausschüttung des Testosterons (männliches Hormon) braucht jeder (egal welches Geschlecht!) Mensch zum Erreichen des Orgasmus. Kann man ihn als Glücksgefühl bezeichnen? Auch hilft es jedem (egal welches Geschlecht!) Sportler zum Siegesgefühl. Kann man das als Glücksgefühl bezeichnen? Eher weniger - deshalb nennen wir es auch Orgasmus, Höhepunkt, nicht Glück, bzw. Gewinnen, Siegen und auch nicht Glück. Ein Glücksgefühl gibt es wohl eher im philosophischen als psychologischen Sinn: Da sprechen wir von Freude, Frohsinn, Fröhlichkeit, Neigung zum Positiv-überrascht-werden, Optimismus usw..

Ich denke, diese und ähnliche Gefühle sind eher kurzzeitige Räusche, Trancezustände, und weil sie erlösen von etwas Belastendem, Lästigen, weil es bindet, ja verpflichtet, weil sie trennen, werden sie von männlichen Organismen als Glück verstanden. Testosteron will trennen, will immer verändern, will allein siegen. Führungspersonen (Alphatier) brauchen es, die anderen fühlen es in ihnen, anziehend oder abstoßend. Weitere Hormone helfen mit.

Es sind noch längst nicht alle Hormone entlarvt und nicht alle Wirkungen aufgedeckt. Schwierig ist zum Beispiel daran, dass die oberste Steuerungsdrüse, die Hypophyse, für experimentelle Forschungen schwierig ethisch richtig beeinflussbar ist. Patienten nach H.-Entfernung, z. B. wegen Tumorerscheinungen, sind hormonell medikamentös schwierig steuerbar. Manche werden affektiv aggressiv oder depressiv.

"LEIDHORMONE" gibt es nicht pur, denn der Mangel an bestimmten Hormonen oder eine Störung im Hormonstoffwechsel hat psychisch negative Wirkungen, die Leid erfahren lassen. Der Organismus ist eben mit seinem "Lebenstrieb" (Antrieb-Impuls) grundlegend positiv ausgerichtet. Alles Negative bezeichne ich als krankhafte Neigung bzw. Krankheit. (Allerdings den plötzlichen Herztod durch Herzversagen nicht. Das erscheint mir als natürlich mit zunehmendem Alter zu sein, weil der "Lebenstrieb" aus individuellen Gründen nachlässt, also ist das keine Krankheit.)

Da habe ich den folgenden interessanten Artikel gefunden.

Daraus könnte hervor gehen, dass es auch Hormone gibt, die uns das Leid erleichtern.

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Eine jüngere Theorie besagt, dass selbst eine imaginierte traurige Situation ausreicht, um endokrine Prozesse zur Linderung des Leids in Gang zu setzen. Hormone wie Oxytocin oder Prolactin sind beispielsweise dafür bekannt, wohlige und angenehme Gefühle hervorzurufen. Auch traurige Musik könnte die Ausschüttung der Signalsubstanzen triggern.Psychologische Forschung: Wenn traurige Musik wie eine Glücksdroge wirkt - WELT

Serotoninmangel

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