Es gibt die Reformadventisten und Davidianische Siebenten-Tags-Adventisten und sogar die Freikirche. Ich dachte immer es gibt nur eine Art und nicht so viele?

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3 Antworten

Die Reformadventisten sind eher die ursprünglichen Adventisten von der theologischen Lehre her. Während die offizielle STA-Kirche, welche sich inzwischen Evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nennt, ihre Lehre nach dem Tod der Glaubenspioniere immer wieder peu a peu den Lehren anderer Christen und der Welt anpasste, so halten die Reformadventisten noch mehr an den rein adventistischen Lehren der Gründerväter fest. Die bedeutenste Abspaltung war in Deutschland zur Zeit des ersten Weltkrieges als die offizielle adventistische Kirche in Deutschland ihre Glieder Aufrief Volk und Vaterland zu dienen und damit das vierte (Sabbat) und sechste (Töten) Gebot außer Kraft setzte. Gläubige Adventisten setzten entgegen man müsste Gott mehr gehorchen als den Menschen (Staat). Die Kriegsdienstproblematik verschärfte sich noch vor dem zweiten Weltkrieg, als die offizielle adventistische Kirche offiziell verkündigte "Wir danken Gott für unserem Führer" (und meinten nicht Jesus Christus damit!) und tiefgläubige Adventisten sahen nur Jesus Christus als ihren Führer und diesen allein schuldeten sie Gehorsam, auch bis zum Tod. Heute ist die adventistische Kirche mit etwa 20 Millionen Mitglieder weltweit anerkannt, in etlichen christlichen und wohltätigen Organisationen, vom Tag (Sabbat) an den Gottesdienst stattfindet abgesehen gibt es kaum Unterschiede zu anderen Christen. Ein großer Streitpunkt ist heute zwar nicht mehr die Kriegsfrage, aber die Weltangepasstheit in Form von Mitgliedschaften in Ökumene etc. bleibt, so werden sie von den Reformsdventisten ebenfalls als Teil der abgefallenen Christenheit (Babylon) gezeichnet. Bei evangelischen Kirchentagen ist es sehr deutlich zu spüren, drinnen ist die STA-Kirche mit verschiedenen Ständen, draußen verteilen adventistische Gruppen Schriften gegen die Ökumene. Alle christlichen Gemeinschaften die nicht Mitglied der Ökumene oder einer nationalen Unterorganisation wie dem Arbeitskreis Christlicher Kirchen sind, werden gern von diesen als Sekte diffamiert. Die Gottesdienste in Reformgemeinden sind in der Regel herzlich aber deutlich länger, es wird auch öfters gebetet (meistens kniend).  http://www.ezw-berlin.de/html/15_919.php

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National und international gibt es viele Gruppierungen der Freikirche. Das gibt es aber in jeder Kirche. Meines Wissens nach sind Begriffe wie Reformadv. aber nur inoffizielle Bezeichnungen. 

Nein, es gibt keineswegs nur eine Art. Die Struktur des Gottesdienstes ist nur geringfügig gebunden (nach meinem Ermessen) und kann von jeder einzelnen Kirche individuell interpretiert werden. So gibt es auch unter den offiziellen STA unzählige verschiedene Auslebungen davon. 

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Eigentlich gibt es nur eine adventistische Kirche, genannt Freikirche der Siebenten-Tags Adventisten. Richtig.

Dann gibt es paar kleine Unter-/Splittergruppen wie Reformadventisten oder so, aber das ist zahlenmäßig kaum nennenswert. Der Unterschied wäre ein geringfügig anderer Schwerpunkt der immernoch gleichen Lehren, z.B. dass man Lebensstilfragen strenger auslegen soll.

Davidianische S.T.A. glaube ich gibt es nicht mehr - die waren eher eine Sekte in den USA und eine ganz kleine Gruppe.


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