Es gibt ca 6000 anerkannte Religionen und jeder sagt, dass die seine die einzig und wahre ist.?

24 Antworten

Sind es so viele?

Finde ich in Ordnung insofern es Mensch gibt, deren Bedürfnisse sie halt nur in Religionen erfüllt bekommen.

Ob jede davon sagt ihre sei die einzig wahre, habe ich auch noch nicht überprüft. Aber die Leute gehen ja auch nur zum Großteil danach ob es sich für sie gut anfühlt, was für sie letztlich das entscheidende ist.

Leute die nach dem Anspruch auf Wahrheitsgehalt einer Religion suchen, gehen natürlich selektiver vor.

Doch da es so viele Religionen gibt, ist dieser Anspruch nach "einzig wahrer Religion" anscheinend nicht so verbreitet wie du es dir vorstellst.

Sondern es geht den Leuten um das jeweilige Glaubenssystem an sich, ob sie sich darin fallen lassen können oder nicht, ob man sich um deren inneren Verletzungen kümmert, ob es Trost und Hoffnung gibt etc.

Ich denke jede Religion folgt einem gemeinsamen Nenner, nämlich der Überzeugung dass es da etwas "höheres" gibt, das entweder über allem steht (wie Gott und Allah) oder unter und in allem steckt (Brahman).

Jede Religion versucht dieses Absolute mit den unterschiedlichsten Bildern oder Gottheiten und Eigenschaften zu definieren und glauben sie liegen richtig.

Wahrscheinlicher als das eine richtig liegt ist wohl, dass keine richtig liegt. Ich denke aber aber dass jede in dem Maße richtig liegt als dass sie versuchen eine Aussage über den Urgrund allen Seins zu machen. Auch der Atheismus als ein strikter Glaube an ein "nicht-Gott" ist so eine Aussage, wenn auch keine Religion.

Im Gegensatz zur gewöhnlichen Kategorie der Religion, welche aus einem Glauben an etwas höheres, einer Doktrin als Verhaltensrichtlinie und einer göttlichen Offenbarung besteht, gibt es da etwas, dass in westlichen Begriffen als "Weg der Befreiung" bezeichnet werden müsste. Hierunter zählt der Buddhismus (speziell der Zen), Vedanta, Yoga (in seiner Grundform) und der Daoismus. Hier geht es nicht um irgendeinen Glauben, sondern um direkte und unmittelbare Erfahrung der Realität, jenseits irgendwelchen konzeptuellen Verständnisses in Form von Sprache oder anderen Symbolen wie Zahlen und Formen.

Statt also Erscheinungen der Welt in für uns verständliche Symbole zu übersetzen, geht es hier darum, Realität filterfrei wahrzunehmen. Die schöne gemalte Sonne auf der Fensterscheibe weg zu wischen, um den tatsächlichen Stern zu sehen.

Und ich bin mir sicher, das ist die Antwort. Antwort als keine Antwort. Antwort als: es gibt keine ultimative Wahrheit die benannt werden könnte, nur erfahren.

6000 Religionen ist vielleicht etwas übertrieben. 6000 religiöse Bewegungen fände ich treffender, denn hier sind teilweise kleine Splittergruppierungen mitgezählt, die gerade einmal eine Handvoll Anhänger zählen.

Aber ja, nahezu jede Gruppe behauptet die einzig Wahre zu sein. Das ist auch in Ordnung, solange man die Menschen die nicht dem jeweiligen Glauben folgen in Ruhe lässt.

Wenn du nach einer womöglich ein Wahrheit in den Religionen suchst, dann würde ich mir mal die Gemeinsamkeiten anschauen und nicht die Unterschiede.

Zum Beispiel sprechen so ziemlich alle von einem Jenseits und einem Leben nach dem Tod.

Wenn du dir die Mystiker aller Religionen anschaust, dann siehst du dass sie eigentlich alle das gleiche erzählen. Von den Exotherik wiederum bekommst nichts interessantes. Das meiste hat da mehr mit kulturellen Gegebenheiten zu tun, als mit theologischen Dingen.

...und Atheisten denken alle genau gleich?

Zum Christentum bekennen sich weit über 2 Milliarden Mensch. Zum Islam 1,6 Milliarden. Das macht über 50 % der Weltbevölkerung aus. Dazu kommen die Hindus mit 15 % und die Konfessionslosen mit 15 %. So viel bleibt den restlichen Religionen nicht mehr.

Das Christentum im Grossen aufgeteilt in katholische Kirche, evangelisch-reformierte-lutherische Kirche und die Orthodoxen Kirchen. Alle drei haben den gleichen Nenner für einzig und wahr - die Bibel und Gott im Mittelpunkt wie ihn die Bibel darstellt.

Ja bestimmt 70% der Kinder in Deutschland werden in eine Religion reingebeten und die meisten treten nicht aus, weil es ein unnötiger Aufwand ist.

Und genau deshalb gibt es so viele Christen etc

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@Momisjames44

Die ganze Kirche voller Gold jaja, aber schön weiter Kirchensteuer bezahlen, dass man Kirchlich heiraten darf

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@Momisjames44

Beispiel meine Familie. Ich war nach der Konfirmation weg von der Kirche. Jahre in der Esoterik. Meine Tochter ebenfalls über Jahre Atheistin.

Aufwand wegen einem Kirchenaustritt? Es gibt kaum etwas, was einfacher und schneller geht.

Die Atheisten, wenn sie mal in Not sind, kommen sehr gerne an "unsere" Kirchentüre. Die Kirchgemeinde ist dann so "blöd", jeder Person zu helfen.

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@Momisjames44

"Meine" Kirche, evangelisch-reformiert, hat kein Gold. In den Pfarrhäusern hätte ich nicht wohnen wollen - seit Jahrzehnten fast nichts gemacht worden. Kalt, feucht, luftig....

Die Kirchensteuer geht vor allem in die Diakonie. Anlässe für Menschen mit wenig Einkommen, Besuchsgruppe in einem Alten- und Pflegeheim, Nothilfe an Christen, Muslime und Atheisten, Abgabe von Essgutscheinen...

Mehrere Zehntausend € pro Jahr an Hilfsorganisationen im In- und Ausland.

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