es geht um meinen arbeitsvertrag, kennt sich jemand aus?

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5 Antworten

Vielleicht bin ich in diesem Thema nicht perfekt informiert, aber ich halte solche Verträge für irrwitzig.

Es mag ja eine Wochenstundenzahl angegeben sein, aber wenn mal ein Feiertag auf einen Wochentag fällt, dann wird für diesen Tag der Lohn gezahlt, als wäre gearbeitet worden. Demnach ist die tatsächliche Wochenarbeitszeit in dieser Woche halt niedriger.

Wenn nun aber zusätzlich eine Jahresarbeitszeit angegeben wird, in der nur erfasst wird, was du tatsächlich gearbeitet hast, dann kann es dir ja passiere, dass du die Zeit für den Feiertag dann dennoch quasi nacharbeiten musst. Denn eine wirklich zutreffende Jahresarbeitszeit ändert sich von Jahr zu Jahr, abhängig davon, wie viele Feiertage auf Arbeitstage fallen.

Schon die Berechnung der Monatsstunden ist Unsinn, weil die Monate unterschiedlich lang sind, mal 4 und mal 5 Wochenenden enthalten können und mal mehr und mal weniger Feiertage enthalten können. Also ergeben sich normalerweise jeden Monat unterschiedliche Monatsstunden.

Aber vielleicht gibt es ja Arbeitszeitexperten, die das näher beleuchten können.

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Kommentar von PeterSchu
25.04.2016, 18:20

Achja, und im Krankheitsfall muss dir die Stundenzahl angerechnet werden, die du planmäßig an diesem Tag gearbeitet hättest. Und nicht eine fiktiv errechnete Stundenzahl.

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maßgeblich ist laut arbeitsrecht eine vertragliche wochen-arbeitszeit, wenn man ein festes, gleichbleibendes  monaltiches entgelt bekommt. da es in veschiedenen ländern verschiedene feiertage gibt und niemand weiß, ob man tatsächlich exakt im jahr solche stunden an arbeitsleistung erbringen kann, ist alles andere mehr als zweifelhaft und ggf. nichtig.

im krankheitsfall (sowie an feiertagen und im urlaub) ist nach entgeltfortzahlungsgesetz der lohn zu bezahlen, der bei normaler arbeit angefallen wäre, sogar inkl. zulagen oder regelmäßiger mehrarbeit.

klingt alles nicht nach einem seriösen und fairen vertrag, sondern eher in die richtung ausbeutung (auch wenn das etwas krass klingt). für die meisten arbeitsbedingungen gibt es arbeitsgesetze, an die man sich zu halten hat.

aber es ist eine übliche masche, dass viele arbeitgeber ihre eigenen regeln zu ihrem eigenen vorteil erstellen und die meisten arbeitnehmer sich aus angst um den job nicht trauen, sich dagegen zu wehren. das nennt man ausbeutung und gehört vor ein ordentliches arbeitsgericht.


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Kommentar von Parhalia
25.04.2016, 19:00

Grundlegend würde ich hier jetzt "pauschal" mal keine Unseriösität unterstellen, da ja ( noch ) niemand von uns weiss, wie die monatliche Vergütung tatsächlich berechnet wird. Bislang ist ja lediglich bekannt, welche Arbeitsleistung pro Woche und resultierend pro Jahr dem Vertrag zugrunde liegt.

Das KANN grundlegend schon mal eine hilfsweise Information z.B. im Bezug auf zu erwartende Steuerabgaben darstellen. Denn selbst bei Vergütung nach Mindestlohn ergäbe sich hier p.A. ein stpfl. Brutto von 13923 Euro. Danach KÖNNTE der Arbeitgeber die steuerlichen Vorausabgaben bemessen.

Dann weiss ja auch niemand, ob monatlich ein pauschales Festgehalt unabhängig der tatsächlichen Stundenzahl vergütet wird, oder pro Monat die tatsächliche Stundenzahl vergütet wird. ( somit monatlich schwankendes Gehalt )

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1 jahr hat 52 wochen, so dass sich aus einer wochenarbeitszeit von 31,5 h eine jahresarbeitszeit von 1638 h errechnet.

ist jetzt halt die frage, ob oder wie da urlaub eingerechnet wird.

annokrat

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Kommentar von Parhalia
25.04.2016, 18:15

Der anteilig zu gewährende Jahresurlaub bezieht die vereinbarte Stundenzahl dabei mit ein. Bei genannter Teilzeit sind somit 126 Stunden pro Jahr als bezahlter Urlaub in den 1638 Stunden pro Jahr enthalten. ( also 4 Wochen laut BUrlG )

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Kommentar von annokrat
25.04.2016, 18:16

da fällt mir auf: 5,25 h entsprechen 6 arbeitstagen. arbeitest du tatsächlich regelmässig an 6 tagen in der woche? oder nur 5. dann müssten nämlich 6,3 h pro arbeitstag verrechnet werden.

annokrat

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31,5 Wochenstunden × 52 Wochen ergibt 1638 Stunden pro Jahr. 😉

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Kommentar von LimonaSt
25.04.2016, 18:13

aber es sind die woche doch 36,5 stunden...dann arbeite ich doch jeden monat 10 stunden umsonst

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1638 Stunden durch 52 Wochen sind 31,5 Stunden pro Woche. Nicht jeder Monat hat genau 4 Wochen.

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