Es geht um eine Frage die ich nicht beantworten kann, die sich um das Thema verzeihen dreht?

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10 Antworten

hi,

SophieBrunner,

ich finde deine Frage sehr interessant, u.a., weil sie eben nicht so einfach zu beantworten ist.

Denn: es gibt mehrere Komponenten (Ebenen), die man betrachten muß: dich selbst mit deinen Grenzen und Möglichkeiten, die Schwere der Verfehlung gegen dich und das Verhalten (Reue?) der Person, die deine Grenze(n) überschritten hat.

Daher ist diese Frage nicht ganz so schnell und ganz so einfach zu beantworten.

Auf der einen Seite liest man viel über Forschungsergebnisse, die aufzeigen, wie schädlich Wut/ Feindseligkeit für unsere Gesundheit sein können . Auch zu Angst und Depressionen kann es führen, wenn wir in diesem Zustand verharren.

Dieser Zustand hat eng damit zu tun, daß wir negative Gefühle mit uns herumtragen und sie nicht "los werden"....

Daher ist es auch ein wichtiges Thema der Bibel. Denn Gott weiß, was wir benötigen, damit es uns (wieder) gut geht.

Daher kann man versuchen, sich an den biblischen Beispielen zu orientieren. Wie wurde mit Personen verfahren, die Verfehlungen begingen?

Petrus liebte Jesus. Und doch verleugnete er ihn. Trotzdem wurden ihm später von Jesus verantwortungsvolle Aufgaben übertragen. Jesus hatte ihm vergeben.

David liebte Gott ebenfalls. Trotzdem beging er Ehebruch und einen Mord. Gott vergab ihm, aber David mußt die Folgen seiner Verfehlungen tragen.

In Matthäus 18:21,22 sagte jesus: "Nicht bis 7x sollst du vergeben, sondern bis zu 77x" Es würde also keine willkürliche Grenze für Vergebung geben.

Gott vergibt uns, wenn wir bereit sind, anderen zu vergeben (Matth.6:14,15)

"Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr...fahrt fort, eure Feinde zu lieben...." (Luk.6:32-36)

Hier kommt nun ein anderer Aspekt zum Vorschein: was bedeutet es, seine "Feinde" zu lieben? Wer ist mein "Feind"?

An diesem Punkt kommen wir wohl an deine Fragestellung heran, denn ein "Feind" ist eine Person, die mir Schaden zufügt. Das kann sowohl körperlich als auch geistig sein. Und das Empfinden von Menschen, wer ihr "Feind" ist, ist deutlich unterschiedlich.

Es kann jemand sein, der mich beleidigt, der mich mobbt, der mir mein Erbe wegnimmt, der mich bedroht, der mich schlägt usw.

Die Frage ist hier: was kann ich (noch) ertragen? Wenn ich z.B. ständig geschlagen werde, der Schläger aber nicht bereut und von seiner Handlungsweise Abstand nimmt, dann werden weder Jesus noch Gott (sein Name ist Jehova) von dir oder irgendeinem anderen Menschen erwarten, dich weiter quälen zu lassen. Du wirst dich dann in Sicherheit bringen müssen, kannst dem "Missetäter" vergeben, aber wenn er sich nicht ändert, kann dich niemand zwingen dich weiterhin Qualen auszusetzen!

Was kann mir noch dabei helfen, anderen Menschen zu vergeben? Jetzt kommen wir zur eigenen Person. Zu einer Christin, die nach Gottes Maßstäben leben möchte :-))

Um zu vergeben, werden mit die Früchte des Geistes helfen (Gal.5:22,23): "Andererseits ist die Frucht des Geistes Liebe, Freude , Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung....."

Und die Größte von allen ist die LIEBE (1.Ko.13)

Wenn man an diesen Eigenschaften beständig "arbeitet", sie im Leben umsetzt, dann wird man erfahren, daß man immer mehr vergeben kann!

Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: mein Bruder hat mich bewußt um mein Erbe gebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich ihm "blind" vertraut, wurde nun aber eines "Besseren belehrt". Das hat mich so enttäuscht, daß ich für 10 Jahre den Kontakt zu ihm abgebrochen habe. Erst nach dieser Zeit konnte ich ihm vergeben. Wohlgemerkt: er ist nicht auf mich zugekommen und er hat absolut keine Reue gezeigt! Trotzdem war ich bereit, ihm zu vergeben.

Natürlich vertraue ich ihm nicht mehr. Denn er hat sich nicht geändert. Aber für mich war es wichtig, zu verzeihen, denn nicht er, sondern ich möchte als Christ mit christlichen Eigenschaften leben und mir tut und tat es gut, diesen Groll los zu werden. Es tat mir auch gut, Verständnis und Mitgefühl für ihn zu empfinden, für einen Menschen, der in seinem materiellen Denken gefangen scheint (ist?)


juste55 22.01.2017, 16:24

oh, vielen Dank für die "Hilfreichste Antwort" :-))))

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Wenn jemand bereut und es ihm wirklich leid tut, ist es richtig ihm auch zu verzeihen.

Aber Verzeihen heisst nicht, auch wieder die Nähe zu suchen. Wenn der Andere einem nicht gut tut, das ist es völlig in Ordnung, Distanz zu wahren.

Jesus sagt, liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Wenn du zulässt, das der andere dich zerstört, dann liebst du dich nicht. Und wenn du dich selber nicht liebst, bist du nicht in der Lage, den Anderen zu lieben.

Liebe heisst nicht sich zerstören, sich beleidigen oder erniedrigen zu lassen.

Verzeihgen heisst, den anderen nichts böses mehr zu wünschen. Ihm keine Vorwürfe mehr zu machen, das er einen verletzt hat. Und ihm alles Gute zu wünschen.

Schau Dir Matthäus 18, 15 an: "Wenn dein Bruder an dir sündigt, so geh hin und weise ihn zurecht... Hört er nicht auf dich, so  nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch den Mund von zwei oder drei Zeugen bestätigt werde... Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner."

Klar sollst Du als Christ Vergebung üben - so weit Dir das möglich ist. Du bittest ja auch im Vaterunser genau darum. Du sollst auch Deinen Nächsten, wer auch immer das ist, lieben.

Aber: "Lieben" im christlichen Sinn ("Caritas", nicht "Amor" steht da!), ist nicht verbunden mit emotionaler Zuneigung. Liebe bedeutet, daß man seinen Nächsten akzeptiert und respektiert und ihn einen Menschen sein läßt, wie man selbst einer ist. Besser verstanden bedeutet es Mitgefühl. Und: Vergebung ist nicht "ein Herz und eine Seele werden" und alles vergessen, was man ja doch weiß. Es bedeutet, daß man Nachsicht übt, weil man Mitgefühl oder besser "Mitverstehen" hat und jemandem die Sünde nicht nachträgt, sondern dem Neuanfang eine Chance gibt, wenn er überhaupt gewünscht wird.

Wenn Dein Gegenüber seine Sünde nicht einsieht und die Bereinigung der Sache nicht geschehen kann, dann (siehe oben) darfst und sollst Du Dich von dieser Person fernhalten. Denn erstens sollst Du Dich auch selbst schützen, auch Du bist ein Kind Gottes. Und zweitens vermeidest Du so nicht nur den Schaden an Deiner Person sondern gibst auch Deinem Gegenüber keine Gelegenheit mehr, an Dir zu sündigen. Und auch das ist ein Ausdruck von Nächstenliebe. Alles Gute, q.

Schau mal da, so eine ähnliche Frage hatten wir hier kürzlich, dies ist ein link zu MEINER Antwort:

https://www.gutefrage.net/frage/wie-wichtig-ist-die-versoehnung-in-der-bibel?foundIn=list-answers-by-user#answer-235648181

Ich denke, das beantwortet Deine Frage.

Zur Erläuterung: in Koine-Griechisch, der Sprache, in der die Bücher des NT=Christlich-Griechische Schriften verfasst wurden, gibt es vier verschiedene Worte  für vier verschiedene Arten von Liebe: Agapè (=grundsatztreue Liebe), storgè (Familienliebe), philià (Freundesliebe) und eros (erotische Liebe).

Es ist durchaus richtig, wenn man gegenüber einer Person wie von Dir beschrieben KEINE storgè, philià oder eros empfindet. AGAPE hingegen, grundsatztreue Liebe, beschreibt eine Haltung, die jedem Menschen Würde und eigene Rechte gewährt und verhindert, das man deren Rechte beschneidet oder missachtet. Dies ist auch eine Form von Liebe und DIESE Liebe soll ein Christ sogar gegenüber seinen Feinden haben.

So wie Jesus dies tat, denn er starb für Sünder!

cheerio

SophieBrunner 21.01.2017, 23:04

Also soll man in Kontakt stehen mit Menschen die einem immer wieder leid an tun? oder kann man sie selbstlos Lieben und ihnen vergeben auch aus der Ferne um es auf den Punkt zu bringen.

Gibt es irgendwo in der Bibel einen Vers der sagt man soll in Kontakt bleiben mit jemand der einem etwas antut?

Oder kann man auch vergeben und ihn lieben aber einfach ihn meiden oder muss man sich ihm ausetzen und dem standhalten?

Klar wenn es nicht anders geht , man eingesperrt wird für den Glauben oder sogar getötet dann ist das eben so.

Aber wenn man im täglichen Leben Menschen meidet die eben grenzüberschreitend sind im tun und reden. 

Ist das dann dennoch Vergebung oder nicht?

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gromio 22.01.2017, 00:26

1. geht mit Abstand.
2. Keine Bibelstelle fordert, mit schlechten Menschen befreundet sein zu müssen.

Cheerio

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Hallo sophiebrunner

Ein Antwortversuch: lies hier Römer 12,18 ff oder hier 1.Petrus 3,9 ff

Auch Jakobus 5,10 und weitere Vorbilder für ungerechtes Leiden Hebräer 11,36 ff.

Auch Paulus und Silas im Gefängnis Apostelgeschichte 16 und überhaupt die Geschichte des Paulus 2.Timotheus 3,10 und 2. Korinther 11,23

Es ist schon ein Unterschied, ob Verletzungen in einer unauflöslichen Beziehung (Familie, Gemeinde, Arbeitgeber, Schule) geschehen und man dem nicht direkt ausweichen kann oder solches von Menschen aus losen Beziehungen ausgehen.

Auch sind es immer zwei Seiten:

- dem ein Schaden zugefügt (Opfer) wird und Bereitschaft zeigt zu vergeben

- dem Schädiger (Täter), dem es vllt bei vorgebrachten Entschuldigngs-gründen nur darum geht, das aus seinen Taten für ihn nicht Folgen da sind und nach außen die Fortsetzung der Beziehung eine einvernehmliche Versöhnung erscheinen lassen soll

Niemand ist "verpflichtet" zu vergeben, dass tut jemand freiwillig und als Christ wie Christus uns vergeben hat, unbedingt und vorbehaltlos. Daraus leitet sich nicht ab, dass auch Versöhnung erfolgen muss und man weiter intimen Umgang miteinander hat.

In einer Ehe- oder Famileinbeziehung ist allerdings außer Vergebung auch das gegenseitige Bestreben eines Umganges miteinader im Band des Friedens und nach Fortführung der Gemeinschaft, auch nach einem Vorfall, sicherlich gottgewollt. Z.B. muß nach einem Ehebruch nicht automatisch eine Trennung erfolgen. Aber bei Fortsetzung der hurerischen Beziehung in einer Ehe kann man nicht, auch bei 7x70 mal vegeben nicht, auf eine Fortsetzung der Beziehung setzen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die Grenzen des Erträglichen wird ebenfalls für Christen aus der Bibel abgeleitet. Als christ verstehen wir doch die Ereignisse in unserem Leben immer als eine von Gott ausgehende Prüfung, zu der er im Verhalten jeweils einen Ausweg zeigt. 1.Korinther 10,13b.

Da hat doch vor kurzem einer auf GF gemeint: Er hat zwar was Flasches gemacht und sich doch aufrichtig entschuldigt und ihm wurde auch vergeben, aber jetzt ist die Beziehung weiterhin abgebrochen, ergo wäre die Vergebung nur vorgetäuscht. Erst Täter sein, dann das Opfer beleidigen.

Dazu gibt es immer wieder Beispiele, die anzuführen jetzt hier aber zu weit führen.

In deiner persönlichen Angelegenheit wünsche ich dir Weisheit von oben.

Lies die Bibel, bete täglich. Auch du Mitleser ...

Mt18,21-22
Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal? 22 Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.

Auge um Auge , Zahn um Zahn

Er tut dir nicht gut also mach gleiches bei ihm

Wenn du duckmäuserst in der Form alles zu verzeihen wird er niemals aufhören weil du dir alles gefallen lässt.

Bibelstelle, klar du bist sein Märtürer

PaulPeter44 21.01.2017, 16:19

Auge um Auge ist kein Ziel von einem Christen

Allerdings darf man sich schon auch wehren, man muss sich nicht alles gefallen lassen

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newcomer 21.01.2017, 16:20
@PaulPeter44

https://dejure.org/gesetze/StGB/238.html

§ 238
Nachstellung

(1) Wer einem Menschen unbefugt nachstellt, indem er beharrlich

1. seine räumliche Nähe aufsucht,

2. unter Verwendung von

Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder

über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht,

3. unter missbräuchlicher

Verwendung von dessen personenbezogenen Daten Bestellungen von Waren

oder Dienstleistungen für ihn aufgibt oder Dritte veranlasst, mit diesem

Kontakt aufzunehmen,

4. ihn mit der Verletzung

von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit seiner

selbst oder einer ihm nahe stehenden Person bedroht oder

5. eine andere vergleichbare Handlung vornimmt

und dadurch seine Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt, wird
mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren ist zu
erkennen, wenn der Täter das Opfer, einen Angehörigen des Opfers oder
eine andere dem Opfer nahe stehende Person durch die Tat in die Gefahr
des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.

(3) Verursacht der Täter durch die Tat den Tod des Opfers, eines
Angehörigen des Opfers oder einer anderen dem Opfer nahe stehenden
Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn
Jahren.

(4) In den Fällen des Absatzes 1 wird die Tat nur auf Antrag
verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des
besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein
Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

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SophieBrunner 21.01.2017, 16:29
@newcomer

Auch ein schöner Ansatz aber nicht meine Frage ;) danke trotzdem

was mir am Strafgesetzbuch einfach fehlt ist das egal wie jemand verurteilt wird es einen nicht frei macht von Trauer Wut und Verzweiflung was beim beten und der Vergebung sehr wohl geschieht deswegen halte ich mich lieber an die Bibel.

Und gerade deswegen fragte ich auch danach ;) wie weit im biblischen Sinne Vergebung gehen soll und evtl auch warum mit Vers Angaben. 

Wenn du soviel über die Bibel wissen würdest wie über das Strafgesetzbuch dann wäre meine Frage jetzt beantwortet.

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Das hat nichts mit der religiösen Einstellung zu tun.

Wenn dir jemand nicht gut tut, ist es egal ob du ihm verzeihst oder nicht, nichts und niemand kann dich dazu zwingen den Kontakt zu solchen Personen weiter aufrechtzuerhalten.

SophieBrunner 21.01.2017, 16:01

Doch hat es schon wenn man Christ ist glaubt man an Vergebung anderer und einem selbst. Deswegen frage ich ja wie weit biblisch gesehen Vergebung geht. 

Was man im allgemeinen als Mensch dazu denkt das weiss ich auch ;) ich frage eben nach der Sicht der Bibel im Bezug dazu.

Christen folgen Christus nach, sie möchten das tun was er getan hätte und oder was er ihnen rät zu tun. Ich bin mir aber nicht sicher wie weit das geht oder gehen muss bezüglich des Glaubens. 

Auch wie viel Leid man ertragen soll oder evlt. sogar alles - ein Mensch kann sich nicht ändern wenn man ihm nicht vergibt. 


Mat 5,39
Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Auge um Auge und Zahn um Zahn.‘+ 39 Doch ich sage euch: Widersteht nicht dem, der böse ist,*sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt,+ so wende ihm auch die andere zu. 40 Und wenn jemand mit dir vor Gericht gehen und dein inneres Kleid in Besitz nehmen will, so überlasse ihm auch dein äußeres Kleid;+ 41 und wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile* zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen.+ 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem ab, der [zinslos] von dir borgen will.+


Gewalt erzeugt ja wieder Gewalt dadurch ist ja gar keinem geholfen und mein Groll wegen dem anderen zerfrisst ja mich auch irgendwie, als Christ sucht man ja nach einem Weg wo beide erlöst werden. Es geht ja auch um Nächstenliebe dabei weil ich ja auch möchte das es ihm gut geht. Gerade wenn es Eltern sind und es heisst du sollst deine Eltern ehren kommt man noch mehr ins grübeln. 

Deswegen denk ich darüber nach.

Was eben Gott wollte in so einer Situation von uns.

Was ich dann tue ist ja meine Sache jeder kann ja tun was er will wir haben ja einen freien Willen bekommen. 

Aber mich würde einfach doch die Fakten dazu interessieren.

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Andrastor 21.01.2017, 16:07
@SophieBrunner

Christen folgen Christus nach, sie möchten das tun was er getan hätte

Ein schöner Gedanke, aber ein Märchen, wie uns die Geschichte eindeutig zeigt.

ein Mensch kann sich nicht ändern wenn man ihm nicht vergibt. 

Blödsinn. Oft ist gerade die Nicht-Vergebung der Auslöser für eine Veränderung im Menschen.

wenn dir einer auf die Wange schlägt halt ihm die andere hin.

Ein herrlicher Propaganda-Slogan dessen wahre Bedeutung ist "Tut nichts um eure Situation zu verbessern, denn je verzweifelter ihr seid, desto abhängiger seid ihr von unserer Kirche!"

und es heisst du sollst deine Eltern ehren kommt man noch mehr ins grübeln. 

Sag das mal Opfern von Häuslicher Gewalt und Misshandlungen durch die Eltern und frag sie mal was sie davon halten.

Was eben Gott wollte in so einer Situation von uns.

Laut Bibel Mord und Totschlag gegen alle die nicht seiner Meinung sind.

Wie gesagt, frag dich nicht was fiktive Figuren tun würden, sondern tu das was dir am wohlsten tut. Du kannst nicht glücklich werden wenn du dich nur für andere opferst und alles stillschweigend erleidest.

Wenn dir jemand nicht gut tut, mach das dieser Person unmissverständlich klar und brich den Kontakt ab. Wenn die Person auf diese Art merkt das ihr Verhalten Folgen hat, wird sie vielleicht darüber reflektieren, lernen und sich verändern.

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SophieBrunner 21.01.2017, 16:22
@Andrastor

Ich bin selbst ein Opfer gewesen von häuslicher Gewalt also weiss ich was du meinst und ich frage sehr wohl nach der Bibel weil ich daran glaube.

Es ist deine Meinung und ich finde es auch schön das du mir antwortest nur fragte ich hier nach der Bibel und darauf antwortest du nicht.

Ich weiss wie es ist misshandelt , gefoltert und eingesperrt zu werden. Auch sind Menschen gestorben durch die Taten anderer die ich liebte.

 Ich bete dafür das ich ihnen vergebe und es hat mich gesund gemacht. Das ist meine Geschichte jeder hat eine andere.

Ich frage aber danach weil ich wissen möchte wie weit Gott möchte das wir gehen in der Vergebung. Darauf hast du nicht geantwortet denn du weisst nicht was in der Bibel dazu steht.

Weil du eben nicht glaubst.

Man kann Glauben nicht mit Unglauben ausdiskutieren ein Theist und ein Atheist haben nicht viel zu besprechen wenn es um Inhalte der Bibel geht denn der Atheist liest oft keine Bibel.

Ich urteile nicht über dich du lebst dein Leben so wie es dir richtig vorkommt und sich richtig anfühlt und ich lebe mein Leben. 

Ich möchte aber kein Leben führen mit andauernder Trauer, Angst und Wut im Bauch deswegen folge ich Gott. Es hat mir auch geholfen aber wie gesagt ich frage hier danach wie weit Vergebung geht im Biblischen Sinne ;) 

danke trotzdem für deine Meinung.

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juste55 22.01.2017, 08:25
@SophieBrunner

SopieBrunner,

ein sehr schöner Kommentar.logische Schlußfolgerungen.

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Du kannst verzeihen. Du brauchst aber kein Freund werden

Ich kannte mal einen der gesagt hat.... er lässt sich auch auf die andere Backe hauen wenn er geschlagen wird,nur um Frieden zu geben.

Eines habe ich für mich im Leben jedoch gelernt,wenn mich einer blöde anmacht, beleidigt oder verletzt,dann werde ich mich zur wehr setzen.

Nicht mit Fäusten,sondern geht auch mit Worten sehr gut.

Und ne Bibelstelle kenne ich leider nicht.

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