Es geht um die Wiedervereiningung von Deutschland?

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5 Antworten

Nein, das war nicht der alleinige Grund.
Es begann schon früher.
Die DDR versuchte Ende der 1970er/Anfang der 1980er Druck aus dem Kessel zu lassen, in dem sie Oppositionelle in den Westen ausreisen ließ, zuweilen auch durch Ausweisung.
In tiefer Unkenntnis ob der Tatsache, dass jeder politische Häftling Familien zurückließ, deren Unzufriedenheit entsprechend zunahm.

Später in der Entwicklung, nahmen die Leute reißaus über die Botschaften der BRD in Budapest und Prag, mit entsprechender Öffentlichkeitswirkung.
Als erstes öffnete Ungarn seine Grenzen, nachdem Gorbatschow den Ostblock in seine Zukunft entließ, ergo der Russe nicht millitärisch eingereifen würde. Wie ehedem 1953 in der DDR,1956 in Ugarn und 1968 in der CSSR.
Über diese offene Grenze in Ungarn setzte eine Massenflucht ein.

In Prag bestand die SED darauf, dass die ausreisewilligen DDRler via Sonderzug über Dresden gen Westen expediert werden sollen, mit ebenso öffentlicher Wirkung.
Das löste die Montagsdemo's in Dresden und Leipzig aus, die Leute wollten nur noch raus.

Schließlich kam zu der denkwürdigen Pressekonferenz mit dem Versprecher des Günter Schabowsky's "dass die Grenzübergänge geöffnet werden, dass jeder Bürger ohne Visum ausreisen dürfe..."mit sofortiger Wirkung"".
Kaum ausgesprochen standen die Menschen in Massen an den Grenzübergängen, erklimmten die Mauer.
All das ging pausenlos über alle Fernsehkanäle.

Schwups war die Mauer offen und die Autorität von SED und Stasi war fortan Geschichte.

Der innere Auslöser war, dass die SED die Bevölkerung nicht mehr versorgen konnte, der Russe seine Hegomonie aufgegeben hatte.
Die Stasi versuchte noch mit Massenverhaftungen das Zepter der Diktatur in der Hand zu behalten.
Nur musste die Stasi verblüfft feststellen, dass auch Gefangene versorgt werden mußten. Was landesweit schon nicht klappte, konnte in den Gefängnissen gleich gar nicht klappen.
SED und Stasi hatten ihren Lenin nicht nur nicht gelesen, sondern auch nicht verstanden, dieser sagte einst: "Revolutionen gehen durch den Magen". Wie es schließlich dann auch gekommen ist.

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Die deutsche Wiedervereinigung hat in der Wikipedia einen hervorragenden Artikel bekommen.

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Die DDR war wirtschaftlich im A.... Die Fabriken waren am Auseinanderfallen, die Wohnungen ähnlich. Popelige Dinge wie Autoersatzteile gab es nur mit "Beziehungen"....oft genug aus dem regulären Handel "abgezweigt".

Und dazu wurden die Leute hinter einer Mauer eingesperrt die offiziell dazu diente sie vor den "Faschisten" aus dem Westen zu schützen...die aber gegen ein geringes Eintrittsgeld jederzeit das Arbeiter und Bauern-Gehege besichtigen durften. Davon hatten die Leute irgendwann die Schnauze voll.

Da musste Egon Krenz einfach "Druck ablassen" und die Mauer öffnen.

Aber weil es widernatürlich ist ein Volk in zwei Staaten zu teilen war die Wiedervereinigung in dem Augenblick faktisch schon da.

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Kommentar von earnest
18.05.2017, 21:01

Das war jetzt, pardon, nach dem Motto: "Wie sich Klein-Fritzchen den Lauf der Geschichte vorstellt?"

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