Es geht um das Überleben Der Menschheit!?

9 Antworten

Ich zitiere aus einem Artikel der DocCheck News Redaktion vom 28. März 2017:

Glyphosat: Zwischen harmlos und gefährlich

"Die Zulassung von Glyphosat läuft befristet bis Ende 2017. In ihrer Stellungnahme zur Neubewertung erwähnt die Europäische Chemikalienagentur ECHA bei Glyphosat langjährig bekannte Eigenschaften. Als Gefahren nennt sie vor allem schwere Augenschädigungen und langfristig gewässergefährdende Eigenschaften. Damit folgen ECHA-Experten einer Empfehlung der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Wissenschaftlich fundierte Einschätzung
Das Komitee für Risikobewertung (RAC) sei zum Schluss gekommen, dass die Substanz Glyphosat „nicht die Kriterien erfüllt, um als Karzinogen, Mutagen oder als reproduktionstoxisch klassifiziert zu werden“, erklärt Professor Dr. Jan Hengstler. Er ist Leiter des Forschungsbereichs Toxikologie / Systemtoxikologie am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung in Dortmund. ... Unter den derzeitigen Nutzungsbedingungen von Glyphosat bestehe für Menschen kein erhöhtes Krebsrisiko. Vom Fazit ist er nicht überrascht, da es – verglichen mit früheren Bewertungen – keine neuen Studien gegeben hätte.

Massive Beeinflussung

Doch es gibt auch andere Einschätzungen. Die Internationale Krebsagentur IARC bewertet Glyphosat als „wahrscheinliches“ Karzinogen (Gruppe 2A). Substanzen dieser Kategorie lösen in Tierversuchen Krebs aus. Bei Mäusen führt Glyphosat zu mehr Karzinomen der Nierentubuli, Hämangiosarkomen oder Inselzell-Adenomen. Beim Menschen existieren zwar Assoziationen aus Fall-Kontroll- oder Beobachtungsstudien. Die Daten liefern aber keinen zweifelsfreien Beleg. In drei Fall-Kontroll-Studien war Glyphosat mit erhöhten Raten von Non-Hodgkin-Lymphomen verbunden.
Warum unterscheiden sich zwei Gutachten derart stark? 

Laut ECHA-Mitarbeiter Ari Karjalainen habe seine Institution Zugang zu umfangreicheren Studien gehabt als die IARC. Kritikern zufolge seien mehr industriefinanzierte Arbeiten verwendet worden. Auch die New York Times äußert massive Anschuldigungen. Internen Dokumenten zufolge hätte Monsanto mehrfach versucht, sowohl einzelne Wissenschaftler als auch die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA zu beeinflussen. Industriefinanzierte Forschungsprojekte sollten als Veröffentlichungen seriöser Experten ausgegeben werden."

http://news.doccheck.com/de/168714/glyphosat-zwischen-harmlos-und-gefaehrlich/

Ergänzende Informationen findet man hier (TEIL 1):

1) Der Verrat am Vorsorgeprinzip

http://laborjournal.de/editorials/1068.lasso

2) Hier noch ein kritischer Beitrag zum Thema Angst vor Glyphosat http://blog.gwup.net/2016/06/11/glyphosat-substanzlose-kritik-und-gekaufte-befurworter

3) Eine Leserin des zitierten Beitrags weist auf folgende Links hin:

Sämtliche Behörden, die Glyphosat verharmlosen, berufen sich auf die geheimen Studien der Glyphosathersteller und werden direkt und indirekt von Monsanto und Co finanziert.


In der BfR Pestizidkommission sind 3 der 13 Experten hochrangige Mitarbeiter der Glyphosathersteller BAYER und BASF.

4) http://www.bfr.bund.de/de/mitglieder_der_bfr_kommission_fuer_pflanzenschutzmittel_und_ihre_rueckstaende-189320.html

Das ist so wissenschaftlich, wie wenn die AUDI und PORSCHE Mitarbeiter den VW Abgasskandal untersuchen würden.

Das BfR hat von 850 von angeblich 1200 untersuchten Studien, die Zusammenfassungen und Empfehlungen der Glyphosathersteller blind übernommen, also ohne diese selber zu prüfen.

5) http://de.euronews.com/2016/06/30/mdb-ebner-zu-glyphosat-risiko-der-krebsgefahr

Darüber hinaus hat das BfR Leserbriefe von Monsanto Mitarbeitern als „Studien“ bewertet, die unabhängige kritische Studien diskreditieren.

6) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kampf-um-glyphosat-wenn-leserbriefe-von-monsanto-als-studien-gelten-1.2570374

Einer dieser sogenannten „Letter to the Editors“ wurde von Peter Langridge geschrieben:

7) http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278691512008010

Und Langridge arbeitet als „MBBISP Judge“ für Monsanto.

Die JMPR / FAO Kommission hat allein im Jahre 2015 über 1 Millionen Euro von Monsanto und Gentechnik Lobbygruppen erhalten, zu denen Monsanto, BAYER; BASF, Syngenta… gehören.

8) https://www.theguardian.com/environment/2016/may/17/unwho-panel-in-conflict-of-interest-row-over-glyphosates-cancer-risk

Das wurde auch hier in diesem ARD FAKT Report dokumentiert:

9) 
http://www.ardmediathek.de/tv/FAKT/Glyphosat-Gremium-unter-Industrieeinflus/Das-Erste/Video?bcastId=310854&documentId=35696344

Auch der Leiter der ECHA Kommission hat vorher als freier Berater für die Glyphosatproduzenten gearbeitet und leitet nun die Kommission, die mit ihrer Entscheidung diesen Chemiekonzernen Milliardenverluste einbringen könnte.

10) https://blog.campact.de/2017/03/dieses-glyphosat-gutachten-gefaehrdet-unsere-gesundheit-experten-erklaeren-warum/

Die ECHA hat ebenfalls nur die geheimen Studien der Glyphosathersteller als Grundlage für ihre Bewertung genommen. Und wie nun herauskam, wurde der ECHA Bericht zunächst heimlich der Monsanto Glyphosat Task Force vorgelegt, ändern lassen und dann erst veröffentlicht.

11) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/glyphosat-die-industrie-als-ratgeber-1.3438238

Der deutsche Professor Helmut Greim hat ebenfalls Glyphosat in einer Studie im Auftrag von Monsanto verharmlost, genauso wie Monsantos Dioxine und PCBs, die mittlerweile alle als organschädigend und krebserregend eingestuft sind. Auch dieser Fall eines bezahlten Wissenschaftlers für industriefreundliche Gutachten wurde von der ARD dokumentiert.

12) http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/gekaufte-expertise-100.html

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@Myosotis16

TEIL 2

250 Mediziner und Vertreter des Deutschen Ärztetages, also aller in Deutschland organisierten Ärzte, haben sich in einem offenen Brief gegen eine Verlängerung von Glyphosat ausgesprochen, weil “Glyphosat (…) DNA- und chromosomale Defekte in menschlichen Zellen verursacht”. Für gentoxische Effekte besteht nach derzeitiger wissenschaftlicher Meinung kein unschädlicher Schwellenwert.“

13) http://www.bundesaerztekammer.de/ueber-uns/landesaerztekammern/aktuelle-pressemitteilungen/news-detail/aerzte-fordern-widerruf-der-glyphosat-zulassung/

96 Toxikologen, Biologen und Mediziner haben in einer ausführlichen Analyse den Bericht des BfR massiv und als unwissenschaftlich kritisiert.

14) https://www.global2000.at/sites/global/files/Offener%20Brief%20an%20die%20EU%20Kommission.pdf

Die Krebsexperten des IARC haben ein Jahr lang 200 unabhängige Studien ausgewertet, bis sie zu dem Ergebnis gekommen sind, das Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist.

Hier sind knapp 100 Studien zusammengestellt, die belegen, dass Glyphosat Nieren,-Leber- Hormone und Zellen schädigt, Darmbakterien tötet und das Autoimmunsystem stört.

15) http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

Prof Dr Monika Krüger hat Glyposat in sämtlichen Organen von tot geborenen und missgebildeten Ferkeln gefunden, was zeigt, dass Glyphosat über die Plazenta der Sau beim ungeborene Ferkel Schäden anrichtet.

16) http://www.mdr.de/fakt/glyphosat-teratogene-wirkung-100.html

Eine Studie mit 2000 Urinproben hat ergeben, dass bereits 75% der deutschen Bevölkerung mindesten 0,5ng/ml Glyphosat im Urin haben, was 5mal mehr ist als im Trinkwasser erlaubt ist. Kleinkinder zwischen 0-9 Jahren hatten mit bis zu 4,2ng/ml sogar die höchsten Mengen Glyphosat im Urin.

17) https://www.boell.de/de/2016/03/04/glyphosat-untersuchung-75-prozent-der-deutschen-deutlich-belastet

Glyphosat wurde auch in den USA schon im Jahre 1985 von der EPA als „probably carcigonetic“ eingestuft, bis unter der Regierung von George Bush Sen. im Jahre 1991 diese Einstufung wieder aufgehoben. Warum? Weil Monsanto 1992 sein RoundUp Ready Saatgut auf den Markt bringen wollte und Bush Monsanto jede Unterstützung zugesagt hatte.

18) http://www.nytimes.com/2001/01/25/business/redesigning-nature-hard-lessons-learned-biotechnology-food-lab-debacle.html

Wie viele Beweise brauchen Politiker, Behörden und Öffentlichkeit denn noch, um zu erkennen, dass Monsanto massiven Industrielobbyismus betreibt, Studien manipuliert und Glyphosat schwere Gesundheitsschäden bei Mensch, Tier und Ökosystem verursacht.
29. März 2017 um 21:18

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@Myosotis16

Ein Problem ist, dass auf beiden Seiten nicht sauber wissenschaftlich gearbeitet wird.

Nehmen wir z.B. die Studie mit den Urinproben, dort wurde ein Messverfahren angewendet, dass so nicht für Glyphosat akkreditiert ist, d.h. man kann bei diesen geringen Mengen nicht sicher sein, dass der Nachweis so korrekt ist.

Von Monika Krüger habe ich mir auch mal selber ein paar Studien angeschaut und dort konnten sie keine eindeutigen Effekte durch Glyphosat feststellen.

Dazu kommen noch verschiedene Maßstäbe bei unterschiedlichen Institutionen, so prüft das IARC z.B. nur allgemein karzinogene Effekte, also unabhängig von der Dosis, andere wie das JMPR untersuchen Effekte in abhängigkeit der Dosis. Daher ist das Urteil des IARC mit Vorsicht zu betrachten.

Es ist letztlich nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, zurzeit sind Umweltorganisationen u.Ä. in etwa so vertrauenswürdig wie die Industrie.

Ich sehe den globalen massiven Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln auch kritisch, halte aber strikte Einschränkungen zur Anwendung für sinnvoller als ein Verbot und denke, dass ein sach- und fachgerechter Umgang mit diesem Wirkstoff vertretbar ist.

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@Agronom

Die Datenlage zu den verheerenden Auswirkungen der Neonikotinoide auf unsere Bienen ist in der letzten Zeit noch erdrückender geworden. Ein vollständiges Verbot, wie auch schon in Frankreich gefordert, ist der logische nächste Schritt für Deutschland.

Die Bienen stehen vor einer weltweiten Krise, die auch unsere Lebensmittelversorgung bedroht. Bienen und andere Insekten wie Eintagsfliegen oder Mücken sind bemerkenswerte Lebewesen, die für die Bausteine des Lebens auf der Erde sorgen. 

Die Bienen allein bestäuben jedes Jahr fast drei Viertel der weltweit wichtigsten Nutzpflanzen. Doch Experten bringen Neonikotinoide mit dem Bienensterben in Verbindung, welches die Natur und unser Ernährungssystem bedroht.

WEITERE INFORMATIONEN:

EU-Kommission will für Bienen schädliche Pflanzenschutzmittel verbieten (Süddeutsche Zeitung)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/neonicotinoide-eu-kommission-will-bienen-schaedliche-pflanzens...

Schmidt will Anstrengungen für mehr Bienenschutz verstärken (Donaukurier)
http://www.donaukurier.de/nachrichten/wirtschaft/Deutschland-Agrar-Umwelt-Tiere-Bienen-Schmidt-will-...

EU-Länder verbieten umstrittene Pestizide (Süddeutsche Zeitung)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bienensterben-eu-laender-verbietet-umstrittene-pestizide-1.166...

So nehmen Bienen durch Insektizide Schaden (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neonikotinoide-als-pflanzenschutzmittel-schaden-honigbienen...

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@Myosotis16

Der Verlauf der Diskussion um Neonikotinoide über die letzten Jahre ist mir auch sehr gut bekannt. Den Hauptfaktor im Bienensterben sehe ich aber nachwievor in der Varroamilbe. Das ist vor allem am Beispiel Australien zu sehen, denn das ist so ziemlich der einzige Ort, an dem die Varroamilbe noch nicht verbreitet ist und dort werden auch Neonikotinoide eingesetzt, nur ist dort kein vergleichbar massives Bienensterben zu beobachten.

Pflanzenschutzmittel, besonders Insektizide, sind natürlich nicht völlig unbeteiligt am Bienensterben, aber man darf eben nicht denken, dass durch Verbote dieser alles wieder gut würde.

Die wichtigsten Nutzpflanzen sind im wesentlichen selbst- oder windbestäubt bzw. nur zu geringeren Anteilen durch Insekten bestäubt.

Die Links sind übrigens alle nicht erreichbar, aber für mich brauchst du da auch nichts neues heraussuchen, mir ist das bekannt.

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@Agronom

Hier ein Ausschnitt aus einem Artikel, der sich mit Varroamilben beschäftigt:

"Für den Imker Kurt Mailänder steht fest, wer für die großen Verluste bei seinen Bienenvölkern verantwortlich ist. Der Vorsitzende des Imkervereins Stuttgart musste im vergangenen Winter fünf seiner zwölf Bienenvölker aufgeben. In erster Linie sei er selbst für das große Sterben verantwortlich: "Ich war zu nachlässig und hätte die Völker nochmals auf Varroamilben überprüfen müssen." Dabei hatte Mailänder seine Populationen bereits zweimal mit 60-prozentiger Ameisensäure behandelt - einige vergeblich.

Es war das erste Mal in seiner zehnjährigen Imkerlaufbahn, dass Mailänder Völker verloren hat. In diesem Winter starben in Deutschland relativ viele Bienen. Im Bundesschnitt liegt der Ausfall vorläufigen Zahlen zufolge bei 18 bis 20 Prozent, im langfristigen Mittel bei etwa 15 bis 17 Prozent. "Die Verluste sind gemessen am langjährigen Mittel überdurchschnittlich, aber nicht im dramatischen Bereich", sagt Christoph Otten vom Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen (Rheinland-Pfalz).

In den meisten Fällen ist ein Varroamilben-Befall die Ursache für das verstärkte Bienensterben. Die Parasiten übertragen Viren, die unter anderem zu Flügeldeformationen führen. Längst sind in Europa aber auch neue Bienenschädlinge unterwegs. In wärmeren Regionen Westeuropas verbreitet sich seit einigen Jahren die Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Sie ist darauf spezialisiert, Honigbienen zu jagen, wie Doris de Craigher von der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim erklärt."

Ich frage mich allerdings, ob die Bienen nicht deshalb so stark von dem Varroamilben-Befall betroffen sind, weil ihr Immunsystem durch Neonikotinoide so stark geschwächt ist ?

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@Myosotis16

Ich hatte die Quelle des zitierten Artikels nicht angegeben. Das hole ich hiermit nach:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/starke-winterverluste-natuerliche-feinde-dezimieren-bienenpopulation-a-1142548.html

@agronom meint: " Die wichtigsten Nutzpflanzen sind im wesentlichen selbst- oder windbestäubt bzw. nur zu geringeren Anteilen durch Insekten bestäubt."

Das ist falsch. "Honigbienen und Wildbienen sind aufgrund ihrer Bestäubungsleistung an Kultur- und Wildpflanzen für die Landwirtschaft und die Natur essentiell. Ihr Schutz ist daher von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung" ---> Julius Kühn-Institut (JKI) vom Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.

Das Institut für Bienenschutz ist das jüngste Institut des JKI. Es wurde im April 2016 gegründet. Mit der Gründung des Instituts werden die bisherigen Aufgaben des JKI im Bereich Bienenschutz verstärkt und thematisch ausgebaut. 

Dazu gehört die Risikobewertung der Bienengefährlichkeit von Pflanzenschutzmitteln, die Untersuchung von Bienenvergiftungen und die Forschung zum Bienenschutz.
Quelle:
https://www.julius-kuehn.de/bienenschutz/

Dass einige meiner Links, die ich in vorherigen Kommentaren angeführt habe, nicht zum Ziel führen, tut mir leid. Ich beschäftige mich schon lange mit Bienen und sammelte Informationen. Einer meiner Onkel in Südfrankreich ist Imker und ich fand die Imkerei immer schon faszinierend.

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Ich bin ueber das Echo hier sehr erstaunt, lange wurde dieses Thema Stiefmuetterlich behandelt ( der Beweis ist diese Rubrik), jetzt wo ECHA, diese Firma hatte ja nochmalig im Auftrag der UN eine Studie zu erstellen: Krebsgefaehrdend oder nicht? 

Der Bericht, viel wie erwartet negativ aus und somit war die weitere Zulassung gesichert. Alles was jetzt hier geschrieben wird kommt zu spaet.

Die naechsten Jahre werden es uns zeigen, wie ungefaehrlich das alles ist, ich glaube der Blick nach Suedamerika war gar nicht so schlecht, mit Verzoegerung werden wir hier in Europa die gleichen Probleme bekommen. 

Wirtschaftliche Gründe, die schon angesprochen wurden möchte ich jetzt nicht komplett von der Hand weisen, aber es gibt da noch ein wenig mehr zu sagen.

Zu Brasilien bzw. Südamerika im Allgemeinen, schaue dir mal die Pflanzenschutznwendungen, im Vergleich zu Deutschland an, denn auch hier werden glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel eingesetzt. In Südamerika bringt man aber ein vielfaches der Mengen aus, die hier erlaubt sind, dazu kommt die Art der Ausbringung, in Deutschland ist man verpflichtet den Abdrift minimal zu halten, daher ist auch die Ausbringung aus der Luft verboten, in Südamerika ist das eine gängige Art der Ausbringung und damit ist weniger Präzision gegeben. Zudem wird dort sicher nicht nur Glyphosat auf diese Weise ausgebracht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Einschätzungen der Behörden korrekt ist, sodass Glyphosat bei einer sach- und fachgerechten Anwendung relativ unproblematisch ist. Chemischer Pflanzenschutz muss immer das letzte Mittel sein, so ist es eigentlich auch gesetzlich vorgeschrieben, in der Praxis lässt sich das aber trotzdem noch optimieren. In der EU und besonders in Deutschland haben wir schon eine sehr restriktive Gesetzeslage im Pflanzenschutz und diese wird auch stetig weiter verschärft.

Zu den Bienen, da hatte Einstein unrecht, falls er das überhuapt jemals so gesagt hat. Die Menschheit würde ohne Bienen nicht intergehen, es würde zwar große ökologische Folgen haben, wäre aber nicht das Ende.

Die flächengebundenen Subventionen sind in der Tat kritisch zu sehen, aber auch daran versucht man zu arbeiten, die letzte Neuerung ist da z.B. die "Greening-Auflage" und Förderung kleinerer und mittlerer Betriebe, indem die ersten Hektare höhere Zahlung erhalten, große Betriebe mit viel Fläche bekommen dann also letztlich pro Flächeneinheit weniger.

Alle deine angesprochenen Punkte sind bekannt und werden auch in unserer Politik berücksichtigt, nur sind sie teilweise weniger dramatisch, als von dir angedeuet und politische Entscheidungen sind zudem ein langwieriger Prozess, da immer viele verschiedene Interessen berücksichtigt werden müssen und ein Kompromiss nötig ist.

Agronom, wie ich sehe bist du ja noch immer voll an der Rolle. Ich hatte angenommen, dass nach dem ECHA-Gutachten Ruhe im Karton ist ?

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@zetra

Ruhe wird da wohl frühestens nach einem Verbot einkehren, in dieser Frage wurden aber ja auch noch andere Themen angesprochen.

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