Es geht mir sehr schlecht.. Ich will von zuhause abhauen...

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4 Antworten

Du möchtest, dass Deine Mutter Dir zuhört. Wie sollte sie das können, wenn Du abhaust? … Also, vergiss das mal schnell wieder! ;-)

Mir läuft es immer wieder kalt den Rücken hinunter, wenn ich lese, dass Kinder/Jugendliche im Alter meiner eigenen Kinder keinen Zugang zu ihren Eltern finden, und sich mit ihren Problemen an eine anonyme Öffentlichkeit wenden müssen. :-(

Warum Du Dich von Deiner Mutter so unverstanden und so wenig ernst genommen fühlst, weiß ich leider nicht. Da spielt sicherlich mit ein, dass ihr das Erwachsenwerden ihres kleinen Mädchens Probleme bereitet. Das Loslassen können müssen Eltern immer erst nach und nach lernen. Und die Jugendlichen müssen lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen und mögliche Risiken abschätzen und überblicken zu können. Eltern sehen nun mal aufgrund ihrer Lebenserfahrung so manches „Unheil“ schon im Vorfeld, können ihren Kindern aber nur schwer zugestehen, dass diese ihre eigenen Erfahrungen machen…. müssen!

Zeige Deiner Mutter nicht nur, was Du hier geschrieben hast, sondern schreibe ihr einen Brief. Schreibe alles hinein, was Dich bewegt; alles, was Dich erfreut, und alles, was Dich traurig macht. Schreibe ihr all das, was Du ihr so gerne von Dir erzählen möchtest: über Deinen Freund, Deine Unternehmungen mit Freunden, was Dir Spaß macht, was Du gar nicht magst, über die Schule und mögliche Probleme, aber auch über das, was Dir gut gelingt, worauf Du stolz bist. Schreibe ihr, wie Du Dich fühlst, wenn sie Dir nicht zuhört, wenn sie Dir all das, was Dir gefällt, madig macht. Schreibe ihr, wie es sich anfühlt, wenn sie sich allzu große Sorgen um Dich macht und erkläre ihr, wie sehr es Dich verletzt, wenn sie Dir nicht vertraut und Dir nichts zutraut.

Du wirst viel zu schreiben haben. Schreibe aber alles in der Ich-Form, z. B. „Ich empfinde dies und das so und so!“ und nicht vorwurfsvoll mit Worten wie z. B. „Du sagst immer dies und das.“

Wenn Du das alles aufgeschrieben hast, dann lege es erst mal beiseite und schlafe eine Nacht darüber. Lies es Dir dann selbst noch mal durch. Ich bin sicher Du wirst feststellen, dass es viele Dinge geben wird, die Du wieder umändern möchtest. Und möglicherweise wirst Du zu der Erkenntnis kommen, dass all das Geschreibsel nichts wert ist und Du ihr das alles eigentlich sehr viel lieber selbst sagen würdest. Wenn ich Recht behalte, und es so sein wird, dann bitte Deine Mutter, sich einmal Zeit für Dich zu nehmen. Setz Dich gemütlich mit ihr hin und bitte sie, Dich ausreden zu lassen, Dich nicht zu unterbrechen, bis Du fertig bist. Und dann erzählst Du ihr all das, was Du zuvor geschrieben hast.

Richte Dich innerlich darauf ein, dass es Tränen geben wird – bei Dir UND bei ihr. Schäme Dich nicht dafür. Es wird Dir gut tun. Und ihr auch! Und wenn Du ihr alles gesagt hast, was Du ihr sagen wolltest, nimmst Du sie in den Arm, drückst sie mal kräftig und sagst ihr: „Erwachsen werden ist manchmal richtig schwer. Ich wünsche mir Deine Hilfe dabei.“

Und falls Du Dich jetzt fragen solltest, warum Du das alles erst mühsam aufschreiben sollst, wenn Du es ihr dann anschließend doch persönlich sagen wirst…… das machst Du nur, damit Du auch wirklich weißt, WAS Du ihr alles sagen möchtest! ;-)

Ich wünsche Dir alles Liebe…… und Deiner Mutti ein offenes Herz und Ohr! ;-)

Vielen Dank für das Sternchen! :-)

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ich glaube abhauen ist keine Lösung, rede mit deiner Mutter und wenn sie dann nicht auf dich hört, bleibe doch erstmal ne Weile bei Freunden. Aber kappe die Verbindung zu deiner Mutter nicht ganz, denn später ärgert dich das dann und wenn du dann erstmal für kurze Zeit weg ist, versteht sie vielleicht, dass sie kein kleines Mädchen mehr als Tochter hat. Vielleicht solltest du auch Hilfe bei anderen Erwachsenen suchen, damit diese mal mit deiner Mutter reden und/ oder dich unterstützen.

ich wünsche dir viel Glück und hoffe, dass sich alles zum Guten wendet.

Es ist oft schwer für Eltern zu erleben, wie ihre Kinder erwachsen werden und das elterliche Nest verlassen wollen. Das einzige, was hilft ist reden. Du solltest Deiner Mutter in aller Ruhe und möglichst sachlich erklären, was Dich bewegt, was Dein Freund für Dich bedeutet. Die Aufgabe von Eltern besteht sicher nicht darin, ihren Kindern zu verbieten, eigene Erfahrungen zu machen. Das gehört einfach dazu. Allerdings bin ich persönlich der Meinung, daß in diesem Alter eine Beziehung nicht die Priorität hat. Wichtiger ist Schule oder Ausbildung, denn da stellt man die Weichen für die spätere Zukunft. Diese Zeit ist bald vorbei, aber eine Beziehung kannst Du noch den ganzen Rest Deines Lebens führen. Natürlich wäre es wünschenswert, daß Deine Mutter auch Deinen Freund akzeptiert, aber das mußt Du ihr klar und deutlich sagen. Auch das gehört zum Erwachsenwerden dazu, daß man seine Meinung sagt und vertritt. Viel Glück

Sag es deinen Vater oder Onkel.. Oma Opa egal wer aus der Familie..

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