Es gab Damals ja auch viele West-Deutsche die für Stasi gearbeitet haben und viele nicht überführt werden konnten...(Siehe Detail)?

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8 Antworten

Du kannst davon ausgehen, dass alle informellen Mitarbeiter der HVA der Stasi in Westdeutschland den bundesdeutschen Behörden bekannt sind. Die HVA überstellte vor ihrer Auflösung eine elektronische Kopie der Personenkartei der HVA-Spione an den KGB. Von dort gelangten diese sog. "Rosenholtz-Akten" an die CIA, die sie ihrerseits Ermittlern des Verfassungsschutzamtes zur Einsicht und Kopie freigab. Juritisch kam es dadurch zu einer Vielzahl von Ermittlungsverfahren gegen IMs der HVA in der Bundesrepublik. Viele konnten aber nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht werden aufgrund eines Grundsatzurteils des Bundesgerichtshofes. Der bestimmte, dass zu einer einschlägigen Verurteilung wegen nachrichtendienstlicher Agententätigkeit nicht nur der nachweis erbracht werde musste, sich als IM verpflichtet zu haben, sondern auch konkrete Taten belegt werden mussten. Die enthalten die Rosenholtz-Akten aber nicht...

Juristisch würde denen heute nichts mehr passieren, wenn sie lediglich wegen gewöhnlicher Spionagetätigkeit anklagbar wären, weil Delikte aus diesem Bereich mittlerweile verjährt sind.

Mir ist bekannt das sich der US-Geheimdienst bei der Erstürmung der Stasi Zentrale in Ostberlin beteiligt hat und an Akten von Geheimdienst Unterlagen von Ostagenten in der BRD gekommen ist. Dabei wurden einige der Agenten erpresst mit der "guten Mitteilung": Sie könnten jetzt ohne Einschränkung für den CIA arbeiten dabei würden dann ihre Akten vernichtet.So ist damit zu rechnen falls sie noch nicht in Rente sind jetzt gegen unseren Staat für die CIA zu arbeiten.

atzef 02.09.2015, 18:36

Das ist Legendenbildung. :-)

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Stasi-Agenten, denen man habhaft wurde, wurden verurteilt wie z.B. Guillaume zu 8 Jahren und nach Möglichkeit getauscht.

Es war ja ein lukratives Geschäft der MfS unschuldige DDR Bürger zu verhaften um sie dann entweder gegen Bares oder im Tausch gegen enttarnten eigenen Agenten des Auslandsgeheimdienst in den Westen abzuschieben.

die geschätzte Zahl ist 15-20.000. Sie würden heute nicht mehr verfolgt werden. Allerdings ist der "Geist" bei alten und jungen DFU ("Deutsche Friedens Union" 1964 (Ostermärsche)) und DKP-"Kundschaftern"  noch nicht ganz verschwunden. Einige Journalisten habe ich im Auge...

Und dann gibt es noch "Grüne Jugend" und "Linke"....

Beschbarmak83 16.09.2015, 21:19

jetzt bin ich neugierig, da ich gelegentlich statt Eier zu bemalen, auch mal einen Ostermarsch mitmache...und etwas verdutzt bin,wenn bei den Friedensaktivisten jetzt soviele Ex-MfS-Mitarbeiter sein sollen...aber gute Antwort

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Würde man heute noch Stasi-Mitarbeiter ermitteln können würden die sich ganz einfach einem entsprechenden Strafverfahren stellen müssen. Je nach dem was ihnen dann alles nachgewiesen werden kann könnte(n) die Tat(en) dann mit bis zu 10 Jahren Haft geahndet werden.

Modem1 29.08.2015, 15:48

Die lachen sich kaputt wenn sie das lesen!

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In der Regel gibt das eine Anzeige wegen Landesverrat.

oliberlin 27.08.2015, 21:11

Eher ein Verfahren wegen Geheimdienstlicher Agententätigkeit, aber letzten Endes kommts aufs selbe hinaus. 

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Wenn sie niemanden getötet haben, sollte mittlerweile alles verjährt sein. Töten war im Normalfall nicht deren Aufgabe.

rein fakultative frage.

man kann nur den zweiten teil beantworten. sie würden rechtskräftig vor gericht gestellt und vermutlich verurteilt werden.

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