Es droht Insolvenz beim Schuldner, Anwalt oder Abwarten?

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3 Antworten

Setz Dich sofort mit Deinem "nahen Verwandten" zusammen und verlange von ihm eine ehrliche und komplette Auskunft über seine aktuelle finanzielle Situation. Bei diesem hohen Betrag sollte es eigentlich selbstverständlich sein, das er von sich aus auf Dich zukommt und dies tut. Du musst da kein schlechtes Gewissen haben, sondern er müsste es haben, wenn er Dich so im Unklaren lässt.

Wenn er sich weigert oder ungehalten reagiert, bzw. Du keine für Dich ausreichende Antwort bekommst, ebenso, wenn klar wird, dass die Insolvenz wirklich kurz bevor steht, würde ich mich sofort von einem Anwalt beraten lassen, damit Du Dich auf jeden Fall richtig verhältst.

Bei € 60.000 hört der "Spaß" komplett auf. Da zählt auch keine "nahe" Verwandschaft oder Freundschaft nicht mehr. Du warst ja schon extrem großzügig, so empfinde ich es jedenfalls.

Sollte der "nahe" Verwandte wirklich unverschuldet in große Not gekommen sein, kannst Du Dein Vorgehen ja immer noch an die Situation anpassen. Dazu gehört aber unabdinglich, dass Du genauestens über die Umstände informiert bist und das ist ja wohl im Moment nicht der Fall.

Da kann es auch kein "das geht Dich nichts an" oder so etwas geben, jedenfalls nicht bei so großen Beträgen, da muss alles komplett offen auf den Tisch.

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Die optimalere Lösung wäre es, sich mit den Schuldner an einen Tisch zu setzten und Möglichkeiten zu besprechen und auszuarbeiten. Vielleicht kann man sich dann darauf einigen, dass er monatlich wenigstens einen kleinen Teilbetrag tilgt, so das die ganze Prozedur möglicherweise Jahrzente dauert, bis die Schulden getilgt sind. Dennoch wäre solch ein Lösungsansatz besser, als wenn er in die Privatinsolvenz geht und du überhaupt nichts mehr von deinem Geld siehst.

Ich kenne die vertraglichen Reglungen nicht, wie hoch die Ratenzahlungen sind o.ä. Du könntest aber z.B. vorerst auf weitere Zahlungen für die nächsten x Jahre verzichten, damit er wieder auf die Beine kommen kann und somit letztendlich doch weiterhin die Schulden nach und nach tilgen kann.

Als Kreditgeber hat man kein kein Interesse daran, den Schuldner das Leben möglichst schwer zu machen. Man hat ja ein Eigeninteresse daran, dass dieser wieder auf die Beine kommt, um letztendlich doch den geschuldeten Betrag zu bezahlen.

Ist doch eine ähnliche Geschichte mit z.B. Griechenland, ein hochverschuldetes Land. Lassen wir mal die ganzen anderen Aspekte weg, leiht man Griechenland weiterhin Geld - obwohl schon enorme Schulden vorhanden sind - sind die Griechen dann vielleicht irgendwann in der Lage die Schulden wieder zu tilgen. Würde man dagegen aus stur schalten und Griechenland keine weiteren Geldbeträge zukommen lassen, wäre das Land Pleite und man könnte keine Rückzahlungen mehr erwarten. Das Beispiel ist natürlich wesentlich komplexer als ein privater Kredit, aber es zeigen sich ähnlichkeiten.

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Glaubst du denn, dass das etwas nützen wird? Wenn kein Geld mehr da ist, kann der Anwalt auch nichts machen. Im Gegenteil, er wird erst einmal Geld kosten.

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