Erziehung abgeschlossen, was tun mit der Frage ob ich etwas falsch gemacht habe?

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4 Antworten

Also: Eltern haben nie etwas falsch gemacht, wenn ihr Kind eine andere Sexualität entwickelt oder eine andere Identität fühlt. Das sind Prozesse in der Entwicklung der Kinder, auf die Erziehung so gar keinen Einfluss hat.

Und aus den Medien übernimmt auch keiner mal eben so das Denken "Hm, ab heute fühle ich mich mal als Mädchen/Frau bzw. Junge/Mann".

Wenn deine Tochter im Moment unsicher ist und dafür Hilfe in Anspruch nimmt, ist das alles andere als ein Makel. Es ist im Gegenteil sehr gut. Würde sie alles in sich reinfressen, wäre es ein viel größeres Drama.

Du solltest deiner Tochter vertrauen. Selbst wenn sie wirklich transsexuell sein sollte, sollte das an eurem Verhältnis nichts ändern oder trüben. Das Äußere würde sich zwar verändern, aber nicht das Wesen und der Charakter.

Lasse ihr Zeit, sich zu finden.

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Kommentar von Draggyblackdots
03.07.2016, 18:14

Danke :) 

Es ist nur so, das befreundete Psychologen uns schon gesagt haben, dass sie nicht erwarten, dass die Diagnose "Transsexualität" sein wird, sondern eben, dass gesagt werden wird, dass sie etwas kompensiert. Sie ist sich ja selbst unsicher, ob sie trans ist und eben solche Leute bekommen eh keine Hormone, sondern werden Psychotherapeutisch behandelt.

Ja, sie sagt auch, dass ich ihr vertrauen soll, dass sie nichts dummes tut, damit meint sie Hormone und OP ohne sich sicher zu sein...

Ich lasse sie weitgehend in Ruhe momentan, sie will nicht viel mit mir sprechen. Es ist mehr mein Selbstbild, meine Selbst-Bilanz. Ich habe mich gefühlt sehr angestrengt. Ich finde erziehung in der heutigen Zeit schwierig weil die Schule so enorm fordernd ist...

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Tut mir leid wenn ich das so sage aber ich denke du solltest dir Hilfe suchen, eventuell in eine Selbshilfe Gruppe für Eltern Transsexueller gehen. Selbstverständlich ist nicht jede Transe als Kind offensichtlich zu erkennen... und jeder verhält sich in so einer Situation unterschiedlich. Mach dir keine Vorwürfe unf versuche zu lernen dies zu akzeptieren.

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Kommentar von Draggyblackdots
03.07.2016, 18:09

 "Transsexualität" ist nicht die einzige Diagnose die möglich ist. Es gibt auch "Pseudo-Transsexualität im Rahmen einer Adoleszenzkriese". Und andere Bezeichnungen, bin kein Psychologe. 

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Kommentar von xXSnowWhiteXx
05.07.2016, 02:04

"Transe"...wow...Applaus!

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Niemand ist schuld an Transsexualität. Ja, es ist angeboren, aber der Zeitpunkt der Selbsterkenntnis variiert stark. Manche mußten erst 50 werden um ihr Problem zu kapieren. Und Du glaubst gar nicht was Eltern alles nicht wissen können. Ich habe versucht dem Bild und den Erwartungen an einer Frau gerecht zu werden, habe mich mit keinem über meine innere Zerissenheit unterhalten. Auch wenn ich meistens als "burschikoses Mädel" wahrgenommen wurde, hatte niemand Zweifel daran, daß ich ein Mädel sei. Ich habe mich lange selbst nicht verstanden und mich selbst für bescheuert erklärt und den inneren Jungen eingekerkert. Die Mutter meiner Freundin kannte nicht mal die männlich pubertär tiefe Stimme ihres Kindes, denn meine Freundin hat von Anfang an aus purem männlichen Selbstekel die Stimme hochgedrückt und das wo auch sie sich selber lange nicht verstanden hat.

Zweifel sind normal, sie bewahren einen davor blindlinks in eine Sache reinzurennen. Sich stets zu reflektieren, zwischendurch einfach mal inne halten und sich selbst hinterfragen ist besser als mit Scheuklappen auf etwas zuzurennen.

Die Behauptung man müsse schon als Kind derartige Anzeichen haben ist reines Klischee von den Medien bedient und wird gerne von Betroffenen behauptet, die Zweifel haben, diese aber vor sich selbst und anderen leugnen. Es gibt genug Betroffene, die erst später ihr Problem kapieren und versucht haben, der gesellschaftlichen Erwartung gerecht zu werden oder die ihr inneres Wissen all die Jahre verheimlicht haben bis es nicht mehr ging. Wir haben ein Forum auch für Angehörige.

LG transeltern

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Kommentar von Draggyblackdots
03.10.2016, 21:52

mir fällt grade auf das das das Forum ist, wo meiner Tochter das Ganze eingeredet wurde. Mit genau den Formulierungen. Meine Tochter versuchte aber nicht irgendwelchen gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden. Denn niemand erwartete endlos lange Haare und lila Ballerina Schuhe mit einem dicken Glitzerstein drauf. Im Gegenteil, ich fand diese Schuhe schrecklich. Sie kaufte die dann mit dem Geld von Opa. 
Bevor sie sich in diesem Forum angemeldet hatte, kannte sie nichts von solchen Stories. Selbst war sie nicht so. Daher hatte sie keinerlei solche Ideen.
Genau wie du hier erzählst, wie da jemand die männliche Stimme aus purem Selbstekel hochdrückt, haben ihr die Leute im Forum alles mögliche erzählt wie sich eben Frau zu Mann  Transleute so verhalten. Brust abdrücken usw.  seit dem hat sie diese Themen drauf. Aus ihr selbst kam genau gar nichts in der Art. 

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Kommentar von transeltern
05.10.2016, 18:44

Sorry Draggy, wenn Du einen Schuldigen suchst mußt Du woanders suchen. Nur das doofe ist, es gibt keine Schuldigen.

Wir reden niemanden was ein. Wo bitte ist denn das Problem, wenn Transsexuelle über ihre Erfahrungen reden wenn sie danach gefragt werden? Und davon ab gehört es zur Selbstfindungsphase dazu, mit sich selber zu experimentieren und Dinge auszutesten und ja, auch Übertreibungsphasen sind nicht ungewöhnlich, es dauert halt bis es "klick" macht und die Übertreibungsphase aufhört und ein natürlicheres Verhältnis zum empfundenen Geschlecht entsteht. Und nochmal davon ab, das Forum ist nicht verantwortlich für die Äußerungen anderer User.

Schaue doch selber im Forum nach und mache Dir ein eigenes Bild, anstatt als Außenstehende pauschal gegen das Forum zu wettern.

Wir sagen allen Betroffenen, daß sie in aller Ruhe schauen sollen, nichts überstürzen sollen, sich einen erfahrenen Therapeuten suchen sollen, denn schnell kann man im Eifer des Gefechtes auch mal einen Schritt zu weit sein und dann ist Holland in Not. Und wie bitte soll ich für mich herausfinden ob etwas für mich stimmig ist wenn ich es nicht ausprobiere?

Ich hatte damals noch kein Internet und was habe ich es schwer gehabt um überhaupt mal vernünftige Infos zu finden. Ich habe massiv gelitten. Als ich das erstemal erfahren habe, wie man Brüste kaschieren kann, ist mir der Himmel in den Schoß gefallen und von da an habe ich kaschiert, weil ich mit den Dingern nie klargekommen bin. Wie auch wenn ich innerlich Mann bin. Ich wollte die Dinger nicht, ich wollte sie nicht sehen müssen und daher wollte ich auch nicht daß andere sie sehen. Und genauso lief es mit dem kaschieren des breiten Beckens und mit dem stuffen "da unten". Als ich erfahren habe, wie man die "Beule da unten" hinzaubern kann, habe ich nicht lange gefackelt.

Ich bin zudem nie hinter Akzeptanz hergerannt, es war mir schlicht egal was andere davon gehalten hätten, denn ICH wollte glücklich werden und nicht die Bequemlichkeit der Denkbirnen anderer Leute bedienen. Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gerne hätten, nur um in deren Weltbild zu passen.

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Transexualität ist nicht anerzogen und eine solche Geschlechtsanpassung ist ein langer Prozess und nicht einfach von heute auf morgen eine OP.

Keiner kann sagen, ob und was falsch gelaufen ist. Nach Fehlern zu suchen ist also müßig, wichtiger fände ich es sie jetzt zu untestüzen, gerade wenn sie transexuell ist und sich als Mann fühlt.

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Kommentar von Draggyblackdots
03.07.2016, 18:14

Sie weiß es nicht. Sie schreibt im Internet: Geschlecht: männlich/ unbekannt.
Ich kann ihr ja nicht sagen, ob sie trans ist. Es ist verständlich, dass sie das mit dem Psychologen rausfinden will. Ich akzeptiere, dass sie nicht mit ihrem Namen angesprochen werden will.

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