Erwerbsminderungsrente Untersuchung?

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3 Antworten

Hallo taufra,

Sie schreiben:

Erwerbsminderungsrente Untersuchung ? ich habe einen EmA gestellt mit 60 % Schwerbeh. und einem Bescheid vom MD des AfA das ich keine 3 Std. am Tag bzw. 15 Std die Woche arbeiten kann. Also EmRente 100%, so das Gesetz.<

Antwort und Richtigstellung:

GDB = Grad der Behinderung! Nicht in %! Sondern GDB 20, GDB 30, usw.

%-Angaben zum GDB werden Sie in der einschlägigen Fach-Literatur nirgends finden!

Der GDB, in Ihrem Fall GDB 60 (nicht wie falsch angegeben 60%) hat auf die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente so gut wie keinen Einfluß, weil bei der Ermittlung des GDB und der noch vorhandenen Restleistungsfähigkeit bei der Ermittlung der Erwerbsminderungsrente grundsätzlich andere Maßstäbe angewendet werden!

Also EmRente 100%, so das Gesetz.<

Antwort:

Auch hier liegen Sie grundsätzlich falsch!

Warum?

Es gibt keine EmRente 100%!

Seit Stichtag 1.1.2001 gibt es als Ersatz für die bis dahin geltenden Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsrenten nur noch die teilweise Erwerbsmindeurngsrente und die volle Erwerbsminderungsrente!

Durch falsch verwendete Begriffe kommt es in der Praxis leider immer wieder zu unnötigen Fehlinterpretationen!

Nun wollen die von der Rentensanstalt nochmal gesundheitl. Untersuchungen anstellen. Ista das denn rechtens. Irgendwann muß doch mal gut sein. Oder ist das nur noch pro Forma ?? Wer kann mir was sagen ??<

Antwort:

Ganz klare Ansage:

Ja, die Rentenversicherung kann und darf das, denn das ist gesetzlich so verankert und mit dieser Tatsache müßen leider viele Betroffene leben und teils bitter darunter leiden!

In vielen Fällen akzeptiert die medizinische Abteilung der Rentenversicherung die Bescheide des MDK nicht, sondern läßt die Antragssteller durch eigene Gutachter auf den Prüfstand stellen.

Da der Grundsatz gilt:

REHA vor Rente, werden die Rentenantragssteller in der Regel erst einmal in eine REHA-Maßnahme eingewiesen, wo dann die noch vorhandene Restleistungsfähigkeit auf den Prüfstand kommt!

Im Zusammenhang mit der Entlassung aus der REHA wird von der REHA-Einrichtung ein REHA-Entlassungsbericht ausgefertigt, wo unter anderem Aussagen zur noch vorhandenen Restleistungsfähigkeit enthalten sind.

Auf diese Angaben stützt sich dann die Rentenversicherung!

Wird eine REHA mit dem Status arbeitsfähig angetreten, wird man in der Regel aus der REHA wieder mit dem Status arbeitsfähig entlassen.

Es sollte also immer darauf geachtet werden, daß man die REHA mit dem Status "Arbeitsunfähig" antritt.

Diese Guatchter (das können ortsansässige Fachärzte sein) sind vertraglich und finanziell mit der Rentenversicherung als Auftraggeber eng verwoben, finanziell abhängig und deren Formulierungen sind selten zu Gunsten der Antragssteller.

In vielen Fällen obsiegt die Rentenverischerung dann im Antragsverfahren, weil die Betroffenen Antragssteller Ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben und in die heimtückischen Rentenantragsfallen tappen!

Das ist Fakt!

Sehen Sie z.B. den Fall der Familie Ries unter folgendem Link:

http://www.zwergdavid-riesegoliath.de/

oder

Google>>ZDF-volle Kanne-Ärger um die Erwerbsminderungsrente

Antragssteller auf Erwerbsminderungsrente sind gut beraten, vor Einreichung eines Antrags zuerst einmal die Hausaufgaben zu machen und knallharte Fakten zu schaffen!

Welche Fakten das sind können Sie in den Videoanleitungen auf Youtube unter dem Stichwort "Erwerbsminderungsrente beantragen" erfahren.

Laden Sie sich zur weiteren Info auch die Broschüre der Deutschen Rentenversicherung "das Netz für alle Fälle" herunter und lesen Sie dort weitere Einzelheiten nach, unter:

Google>>drv-das netz für alle Fälle!

Wenn dann noch Fragen sind, bitte einfach wieder melden!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Also ich kann es dir nur aus meiner Erfahrung heraus sagen, allerdings habe ich meine 100 %ige EmRente in Spanien bekommen. Dort musste ich auch nochmals zu einem Amtsarzt, der sich dann nur die Unterlagen von meinem normalen Arzt angeguckt hat und nochmal grob meinen Körper untersucht hat. Ich meine, es kann ja auch sein, dass Jemand sowas beantragt und in Wirklichkeit gar nichts hat.

Genauso stelle ich es mir in Deutschland vor, also denke ich schon, dass das Rechtens ist.

Nimm zur Untersuchung gleich deine Unterlagen vom Arzt mit, dann haben die weniger zu tun. ;)

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Kommentar von taufra
31.10.2012, 16:16

gut aber ich habe ja schon den schrieb vom med.dienst vom arbeitsamt, das muß doch gut sein. wenn ich nichts hätte wäre der schrieb nicht zustande gekommen. ich seh da schon schikanen.

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wenn die DRV noch nichts gemacht ist udn es jetzt die erste untersuchung dort ist, ist das richtig so. Mfg

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