Erwerbsminderungsrente und Steuern

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2 Antworten

Hallo Dickerchen123,

Sofern Sie keine weiteren Einkünfte als die von Ihnen "Geschilderten" haben, dürfte die direkte Kontaktaufnahme mit dem für Sie zuständigen Sachbearbeiter bei Ihrem Finanzamt am schnellsten Aufschluß über Ihre steuerliche Situation bringen.

Warum Umwege machen, wenn es auch kürzer geht?

Sie müßen lediglich entscheiden, ob Sie eine unverbindliche oder eine verbindliche Auskunft wünschen!

Unverbindliche Auskunft ist kostenfrei, verbindliche Auskunft ist kostenpflichtig!

13.000 Euro sind ja steuerfrei <

Nein, 8.004 Euro beträgt der grundsätzliche Freibetrag!

Sie schreiben weiter:

Ich bekomme ab 1. Mai eine volle Erwerbsminderungsrente und Betriebsrente. Zusammen wird das ca. 18000 Euro betragen. 13.000 Euro sind ja steuerfrei (glaube ich jedenfalls). Ich bin zu 60 % schwerbehindert, habe also einen Freibetrag (ohne die andren Sachen, die ich in Abzug bringen kann. Wie ist das nun. Welche Summe ist steuerpflichtig? die 18.000 oder die Differenz von den steuerfreien 13.000 Euro, also ca. 5000 Euro? und davon im ersten Jahr 60 % oder von den 18.000?<

Grundsätzlich sollten Sie in Erwägung ziehen, ob Sie sich mit Ihrem Anliegen vor allem Anderen direkt mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter bei Ihrem Finanzamt in Verbindung setzen, denn es besteht eine gesetzliche Aufklärungspflicht!

Diese Art von Anfrage bringt am meisten Erfolg, wenn man dort unter Angabe seiner Steuernummer einen persönlichen Gesprächstermin vereinbart, alle seine Unterlagen zum Termin vorlegt und die ganze Sache unbürokratisch auf den Weg bringt.

Das Steuerrecht ist sehr komplex und jeder Einzelfall ist anders.

Unter folgendem Link finden Sie hierzu hilfreiche Infos:

http://www.finanzamt-frankfurt-am-main.de/irj/FA_Frankfurt_Internet?cid=ecf43e3d92cdb20fc2082f8e2cb17410#faq18

Hier heißt es unter anderem:

Ansprechpartner für Fragen zu Anträgen auf verbindliche Auskunft:

Gerade im Steuerbereich begegnen Bürgern und Unternehmern häufig komplizierte und unübersichtliche Sachverhalte, deren Auswirkungen auf die Steuerfestsetzung schwer zu beurteilen sind.

Dies führt zu Unsicherheiten bei der Nutzung von Gestaltungsmöglichkeiten und den daraus resultierenden steuerlichen Konsequenzen.

Um derartige steuerliche Probleme bereits von vornherein zu vermeiden, besteht die Möglichkeit, in bestimmten Fällen eine verbindliche Auskunft über die künftige Besteuerung zu beantragen.

**Die verbindliche Auskunft soll es Bürgern und Unternehmern ermöglichen, steuerliche Konsequenzen bereits vor der Verwirklichung von Gestaltungsmöglichkeiten abzuschätzen. **

Hierbei muss es sich um genau bestimmte aber noch nicht verwirklichte Sachverhalte handeln.

An einer solchen Auskunft muss im Hinblick auf die erheblichen steuerlichen Auswirkungen ein besonderes Interesse bestehen.

Mit der Einführung des § 89 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) wurde die Befugnis der Finanzämter, im Einzelfall verbindliche Auskünfte zu erteilen, ausdrücklich gesetzlich geregelt.

Die Einzelheiten zu den Voraussetzungen der Anträge auf verbindliche Auskunft enthält § 1 Abs. 1 der Steuer-Auskunftsverordnung (StAuskV).

Grundsätzlich ist nur die Finanzbehörde zur Erteilung einer verbindlichen Auskunft befugt, die im Falle der Verwirklichung des fraglichen Sachverhalts örtlich zuständig sein würde (§ 89 Abs. 2 Satz 2 AO).

Bei Antragstellern, für deren Besteuerung im Zeitpunkt der Antragstellung noch kein Finanzamt nach den §§ 18 bis 21 AO zuständig ist, kann nach § 89 Abs. 2 Satz 3 AO nur das Bundeszentralamt für Steuern verbindliche Auskünfte erteilen.

Nähere Einzelheiten zur Bestimmung der Zuständigkeit regelt der Anwendungserlass zur Abgabenordnung (AEAO) zu § 89, Nr. 3.3.

Nach § 89 Abs. 3 – 5 AO ist die Bearbeitung von Anträgen auf verbindliche Auskunft gebührenpflichtig.

Informationen zur Gebührenpflicht enthält der AEAO zu § 89, Nr.!

Warum sollte man große Umwege der Unsicherheit beschreiten, wenn es einen kürzeren Weg gibt?

Jahr des Rentenbeginns Besteuerungsanteil:

bis einschließlich
2005 50%

ab 2006 52%

ab 2007 54%

ab 2008 56%

ab
2009 58%

ab
2010 60%

ab 2015 70%

ab
2020 80%

ab
2025 85%

ab
2030 90%

ab
2035 95%

ab
2040 100%

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Kommentar von Dickerchen123
26.03.2012, 12:47

Herzlichen Dank für die ausfühliche Antwort : - )

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Hallo Dickerchen, hier Infos aus erster Hand zum Nachlesen unter Erwerbsminderung und Hinzuverdienst:
www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/SharedDocs/de/Navigation/Rente/Leistungen/em_renten_node.html Nach meinem Wissenstand müssen alle Einkommen erst mal bei der Steuererklärung angegeben werden mit dem Bruttobetrag! Der Kranken- u. Pflegeversicherungsbeitrag wird dann anteilig einbehalten und dies ergibt dann den Nettoauszahlungsbetrag. Dabei werden die KV- u. PV-Beiträge als Vorsorgeaufwendungen zur Steuerberechnung angegeben! Einfach mal das Steuerprogramm ElsterFormular runterladen unter dem Link:
w w w.elster.de/elfo_home.php , danach den Steuerfall einfach mal eingeben zum Berechnen mit Eingabe des Freibetrages.

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Kommentar von Dickerchen123
26.03.2012, 12:47

vielen Dank für die Antwort : - )

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