Erwerbsminderungsrente und einmaliger Zuverdienst ,

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1 Antwort

Hallo mona66,

Sie schreiben:

Erwerbsminderungsrente und einmaliger Zuverdienst. Hallo, ich bin Erwerbsminderungsberentet und ein Freund hat mich gebeten, einige Unterlagen für Ihn zu sortieren. Es ist einmalig und ich würde dann ca. 200 € bekommen.<

Antwort:

In der Regel müßen Sie jede Änderung in Ihren persönlichen Verhältnissen, auch die Aufnahme von Tätigkeiten, umgehend der Rentenversicherung anzeigen!

Dies können Sie Ihrem Rentenbewilligungsbescheid entnehmen!

Aus meiner bescheidenen Sichtweise heraus führt aber eine einmalige Sortiertätigkeit, gegen eine einmalige Vergütung in Höhe von 200 Euro, sofern es nicht zu weiteren derartigen Tätigkeiten kommt, zu keiner wesentlichen Änderung in Ihren persönlichen Verhältnissen.

Wenn Ihr Bekannter ein Gewerbe ausübt und das Geld, das er Ihnen ausbezahlt, über die Buchführung laufen läßt, dann ist er für die entsprechende Deklarierung als geringfügige Beschäftigung und Anmeldung zuständig!

Eigentlich handelt es sich hierbei um eine kurzfristige Beschäftigung!

Und hier gilt laut Broschüre der Deutschen Rentenversicherung "minijobs", siehe unter folgendem Link:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/58366/publicationFile/19427/minijobs_midijobs_bausteine_fuer_die_rente.pdf

Auszug:

Kurzfristig mehr Geld verdienen:

Eine kurzfristige Beschäftigung ist die zweite Möglichkeit einer gering-fügigen Beschäftigung.

Als kurzfristig gilt eine Beschäftigung, wenn sie im Laufe eines Kalenderjahres auf höchstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage begrenzt ist.

Kurzfristige Beschäftigungen sind vollständig beitragsfrei –auch für den Arbeitgeber.

Der Verdienst spielt keine Rolle.

Voraussetzung ist, dass Ihre Beschäftigung von vornherein vertraglich oder aufgrund ihrer Eigenart (zum Beispiel bei Erntehelfern) befristet ist.

Arbeiten Sie an mindestens fünf Tagen in der Woche, darf die Beschäftigung höchstens zwei Monate dauern.

Ist das nicht der Fall, muss Ihre Beschäftigung auf höchstens 50 Arbeitstage begrenzt sein (beispielsweise Aushilfskellner für die Sommerwochenenden).

Um zu prüfen, ob die Zeiträume von zwei Monaten oder 50 Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres überschritten werden, rechnet man mehrere aufeinanderfolgende kurzfristige Beschäftigungen ohne Rücksicht auf die Höhe des Verdienstes zusammen.

Deshalb muss Ihr Arbeitgeber vor Beginn einer kurzfristigen Beschäftigung bei Ihnen nachfragen, ob Sie im laufenden Kalenderjahr schon beschäftigt waren.

Dabei prüft er, ob Sie zusammen mit der aktuellen Beschäftigung die Dauer von zwei Monaten oder 50 Arbeitstagen überschreiten werden.

Dadurch wäre eine versicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung ausgeschlossen.

Muß ich daß irgendwie anmelden, sprich Steuer (die müßte ich dann ersteinmal wieder aktivieren) oder als geringfügige Beschäftigung ??

Antwort:

Wie oben beschrieben, nicht Sie, sondern wenn überhaupt, Ihr Freund als Unternehmer!

Habe ich dann Ärger mit der BfA bzgl. meiner Rente. Die Sortierarbeit würde ich nur von zu Hause aus machen.<

Antwort:

Da Sie als Bezieherin von voller Erwerbsminderungsrente bis zu 400 Euro pro Monat hinzuverdienen dürfen, sollte es seitens der Rentenversicherung keine Probleme geben.

Wenn Sie aber ganz sicher gehen wollen, fragen Sie bei der Rentenversicherung unter Angabe Ihrer Versicherungsnummer nach, Sie haben jederzeit das Recht auf Auskunft, wie Sie sich in einem solchen Fall richtig verhalten sollen.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Hallo Konrad, besten Dank für Deine ausführlichen Informationen. Das mir unheimlich weiter geholfen. Also nocheinmal, vielen, vielen Dank für Dein Fachwissen. Besten Gruß Mona66

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