Erwerbsminderungsrente im Alter von 30 Jahren?

14 Antworten

Hallo,

die Deutsche Rentenversicherung wird sogar im Widerspruchsverfahren nach Ablehnung deines Antrages zur Erwerbsminderungsrente  auf die Ausnutzung der Leistungen des V. SGB (Gesetzliche Krankenversicherung) verweisen. das heisst du musst nachweisen das du Bourn Out hattest und schon mehr wie 25. Therapiesitzungen beim Psychologen hattest. Dann würde die DRV ggfls. dich noch erstmal in die medizinische Reha (psychosomatische Reha) schicken.

Ich gehe davon aus, das dein Leistungsvermögen noch 6 Stunden und mehr, 5 Tage die Woche entspricht, da deine Angaben nicht schlüssig sind.

Dennoch hast du das recht, einen Antrag zu stellen, es wird als erstes geprüft, ob du die versicherungsrechtlichen Zeiten erfüllt hast (Wartezeiten).

Ich bin der Meinung, das Kindererziehungszeiten Ersatzzeiten sind und nicht der Wartezeit (5 Jahre) angerechnet werden. Da du gleich nach der Lahre Mutti geworden bist, empfehle ich dir, vorab mit der DRV telefonisch zu klären, ob du die Wartezeiten erfüllt hast.

Der Antrag zur Erwerbsminderung sind gute 40-50 Seiten.

Beste Grüße

Dickie59

Ich bin der Meinung, das Kindererziehungszeiten Ersatzzeiten sind und nicht der Wartezeit (5 Jahre) angerechnet werden.

Antwort:

Ihre Meinung in Ehren, aber:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/01_allgemeines/03_rentenarten_und_leistungen/08_erwerbsminderungsrente_node.html#doc189700bodyText2

Auszug:

Auch auf die Pflichtbeiträge kommt es an

Neben den medizinischen sind außerdem folgende versicherungsrechtliche Voraussetzungen erforderlich:

In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung müssen mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorliegen (besondere versicherungsrechtliche Voraussetzung).Sie müssen mindestens fünf Jahre versichert sein (so genannte Wartezeit).

Für die Wartezeit zählen mit:

Beitragszeiten: 

Pflichtbeitragszeiten und unter bestimmten Voraussetzungen auch Zeiten des Bezuges von Krankengeld, Arbeitslosengeld, im Zeitraum vom Januar 2005 bis Dezember 2010 Arbeitslosengeld

 

II

, Übergangsgeld,

Zeiten der Kindererziehung und der nicht erwerbsmäßigen häuslichen Pflege sowie freiwillige Beitragszeiten,

Ersatzzeiten: 

zum Beispiel Zeiten der politischen Verfolgung in der

DDR

,Zeiten aus einem Versorgungsausgleich bei Scheidung,Zeiten aus Zuschlägen für eine geringfügige versicherungsfreie Beschäftigung: Minijob,Zeiten aus einem Rentensplitting.

Bei der Ermittlung des Fünfjahreszeitraums bleiben Zeiten unberücksichtigt, die Sie unverschuldet nicht mit Pflichtbeiträgen belegen konnten - unter bestimmten Voraussetzungen zum Beispiel wegen Schwangerschaft oder Arbeitsunfähigkeit.

Der Fünfjahreszeitraum wird um solche Zeiten in die Vergangenheit verlängert, so dass Sie unter Umständen dann die erforderlichen drei Jahre Pflichtbeiträge erfüllen können.

Fazit:

Wie unter obigem Link der DRV nachzulesen ist, gibt es keinen allgemeinen Ausschluß bei der Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten, sondern es kommt auf die speziellen Umstände im Einzelfall an!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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@Dickie59

§ 55 SGB VI regelt die Pflichtbeitragszeiten, aber bei dem gesamten Text auch darauf hinweisen daß:

Auch bei Anerkennung von Kindererziehungszeiten kann eine Rente aus der Rentenversicherung nur beansprucht werden, wenn die allgemeine Wartezeit von insgesamt 60 Kalendermonaten erfüllt ist. Gegebenenfalls kann dies durch die Entrichtung von freiwilligen Beiträgen geschehen.

Beste Grüße

Dickie59

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Dein Mann hatte eine gute Arbeitsstelle, und Ihr habt zusätzlich Hartz 4 bekommen? Komisch...

Okay, um weiter Geld vom Staat bekommen zu wollen (zusätzlich zu Kindergeld, was ja nun dazu kam), muss man dann auch was tun, entweder eben arbeiten oder sich zumindest drum bemühen.

Ich bezweifle, dass es ausreichend Gründe für eine Erwerbsminderungsrente gibt.

Wegen der Behandlung bei dem Minijob und den daraus resultierenden panikattsacken hättest Du zur Berufsgenossenschaft gehen sollen. Die sind dafür zuständig, auch für die Behandlung der Folgen etc.

Vielleicht brauchst Du ja psychologlische Hilfe, damit Du wieder arbeitsfähig wirst. Keine Pillen... aber sei Dir gesagt, fast alle etwas sensibleren (und unsicheren) Menschen machen bei ihrem Job so was mit (abgesehen vielleicht von der Belästigung durch den Chef).

Aber: da es Euch ja finanziell nun besser geht: nimm Dir einfach etwas Zeit, nutz die für die Kinder, engagier Dich in der Schule, evtl. Verein, werd selbstbewusster und versuch es später noch mal mit einem Job.


Ich würde Dir das auf keinen Fall raten. Du musst nicht mehr zum Amt und zu der zuständigen Bearbeiterin, so dass Du Dir in Ruhe eine Stelle suchen kannst, wo Du gerne hin gehst.

Auf die Probleme in Deiner Vergangenheit gehe ich gar nicht groß ein, weil ja jetzt die Voraussetzungen anders sind.

Wenn Du arbeiten gehst, wirst Du Dich automatisch besser fühlen. Du trägst zum Einkommen bei, wirst gebraucht und bist ein Vorbild für Deine Söhne. Außerdem kommst Du aus dem Haus und auf andere Gedanken.

Viel Glück!

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