Erweiterung einer alten Holzheizung mit Pufferspeicher?

3 Antworten

Hohe Heizenergieverbräuche können auch auf den ungenügenden Dämmwert der Auskühlflächen (Wände, Decken) zurückzuführen sein, was nicht heißen soll, dass die Wände nun gedämmt werden müssen. Die Wände können auch einfach nur durch konvektive Beheizung aufgefeuchtet sein und haben dadurch ihren ehemals guten Dämmwert verloren.

Die obere Geschoßdecke sollte bestmöglich gedämmt sein, da die Wärme nach oben steigt. Deshalb bringt auch die Kellerdeckendämmung in der Regel nicht so viel, außer einen noch kühleren Keller mit der Gefahr des Einfrierens von Versorgungsleitungen und der vermehrten Feuchte, da Wärme (auch die von der Kellerdecke in den Keller abgestrahlte Wärme) ja bekanntermaßen die Feuchte verdrängt.

Das Brennholz sollte drei Jahre lang regengeschützt an der Luft abgelagert und entsprechend trocken sein. Nur so hat es einen hohen Heizwert.

Die Heizkörper sollten auf einen möglichst hohen Anteil an Wärmestrahlung ausgerichtet sein, denn die Wärmestrahlung erwärmt Wandoberflächen direkt und hält die Wände dadurch trocken. Trockene Wände haben einen hohen Dämmwert, was geringe Heizkosten zu Folge hat.

Generell bieten Flächenheizungen einen hohen Anteil an Wärmestrahlung, auch der Plattenheizkörper Typ 10 (im Vergleich mit dem Kompaktheizkörper Typ 22 oder Typ 33) oder auch die hydraulische Heizleiste (mal googeln!) vor den Außenwänden. Der gute alte Ofen ist natürlich auch ein prima Wärmestrahlungsspender. In dem Raum mit dem Ofen sind in der Regel die Wände trocken und schimmelfrei.

J.S.Cammerer hat vor Jahrzehnten schon festgestellt, dass eine Wandfeuchte von 4% den Dämmwert am Ziegel um 50% veringert, bei einer Feuchte von 10% am Ziegel ist der Dämmwert um 77% geringer. Die Feuchte von 4% ist NICHT zu fühlen, die Wand scheint trocken zu sein. Deshalb sind trockene Wände durch Wärmestrahlung enorm wichtig für den Heizenergieverbrauch des Hauses.

Opa hat sich früher auch nicht totgeheizt mit dem Kachelofen. Morgens und abends geheizt, reichte in der Regel auch im tiefen Winter aus, da die Wände durch die Strahlungswärme der Öfen trocken waren.

Ein Pufferspeicher wird sich nicht rechnen, da das massive Haus selbst über ausreichend Wärmespeichervermögen verfügt. Pufferspeicher sind sinnvoll bei der Leichtbauweise, wo die Wände selbst kaum Wärmemengen einspeichern und damit puffern können.

Die Lösung mit der Wärmepumpe scheint mir ideal zu sein. Vor allem in der langen Übergangszeit zwischen Sommer und Winter, könntest du ganz auf Holz verzichten. Denn in dieser Zeit lohnt es sich kaum den Holzofen zu zünden. Die viele Wärme kann das System nicht richtig aufnehmen und verteilen. So entstehen eben große Verluste.

Da ist eine Wärme pumpe ideal. Draußen ist es vielleicht schon 5 - 10 Grad und diese Wärme kann mit wenig Energie genutzt werden. Keine Arbeit mehr mit Anfeuern und dem ganzen drum und dran. Praktisch eine vollautomatische Heizung in dieser Zeit.

Die Wärmepumpe benötigt Flächenheizungen, um effektiv arbeiten zu können, da die Vorlauftemperaturen bei Wärmepumpenanlagen niedrig sind. Das funktioniert nicht mit Heizkörpern, die höhere Vorlauftemperaturen benötigen.

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Noch besser scheint mir, eine Solar Zelle auf' s Dach zu schrauben, die Wasser erwärmen kann. Habe gehört dass die Produktion von heißem Wasser sehr groß ist. Dieses heiße Wasser dann an den Heizkreislauf anschließen. Eventuell noch ein Pufferspeicher zusätzlich. Damit ließe sich viel Holz sparen.

Oder eine Wärmepumpe kaufen und diese ins System bringen. Auch damit könntest du viel Holz sparen.

SolarZELLEN erzeugen Strom. Die Solaranlage kann warmes Wasser bereitstellen. Auch hier überwiegt die Warmwasserproduktion im Sommer. Im Winter ist die Warmwasserausbeute eher dürftig und zur Heizungsunterstützung ungeeignet, da die Heizung eine große Wärmemenge benötigt.

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