Erweitertes Führungszeugniss oder normales bei einer Verurteilung

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4 Antworten

Ich gebe dir hier mal Wikipedia wider:

Bei der Straftilgung sind zwei Fristen zu unterscheiden: die Tilgung aus dem Führungszeugnis (§ 34 BZRG) und die Tilgung aus dem Bundeszentralregister (§ 46 BZRG).

Die Fristen für die Tilgung aus dem Führungszeugnis (§ 34 BZRG) lauten:

  • drei Jahre: bei Verurteilungen zu Geldstrafe und Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten, Freiheitsstrafe oder Strafarrest von mehr als drei Monaten, aber nicht mehr als einem Jahr, wenn die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrestes gerichtlich oder im Gnadenweg zur Bewährung ausgesetzt, diese Entscheidung nicht widerrufen worden und im Register nicht außerdem Freiheitsstrafe, Strafarrest oder Jugendstrafe eingetragen ist, bei Jugendstrafe von nicht mehr als einem Jahr;

  • zehn Jahre: bei Verurteilungen wegen bestimmter Sexualdelikte (§§ 174 bis 180 oder 182 des Strafgesetzbuches) zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe von mehr als einem Jahr;

  • fünf Jahre: In allen anderen Fällen.

Die Fristen für die Tilgung aus dem Bundeszentralregister (§ 46 BZRG) lauten:

  • fünf Jahre: bei Verurteilungen zu Geldstrafe von nicht mehr als neunzig Tagessätzen, wenn keine Freiheitsstrafe, kein Strafarrest und keine Jugendstrafe im Register eingetragen ist, zu Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten, wenn im Register keine weitere Strafe eingetragen ist, zu Jugendstrafe von nicht mehr als einem Jahr, zu Jugendstrafe von nicht mehr als zwei Jahren, wenn die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrestes gerichtlich oder im Gnadenweg zur Bewährung ausgesetzt worden ist, zu Jugendstrafe von mehr als zwei Jahren, wenn ein Strafrest nach Ablauf der Bewährungszeit gerichtlich oder im Gnadenweg erlassen worden ist, zu Jugendstrafe, wenn der Strafmakel gerichtlich oder im Gnadenweg als beseitigt erklärt worden ist, durch welche eine Maßnahme mit Ausnahme der Sperre für die Erteilung einer Fahrerlaubnis für immer und des Berufsverbots für immer, eine Nebenstrafe oder eine Nebenfolge allein oder in Verbindung miteinander oder in Verbindung mit Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmitteln angeordnet worden ist;

  • zehn Jahre: bei Verurteilungen zu Geldstrafe und Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten, Freiheitsstrafe oder Strafarrest von mehr als drei Monaten, aber nicht mehr als einem Jahr, wenn die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrestes gerichtlich oder im Gnadenweg zur Bewährung ausgesetzt worden und im Register nicht außerdem Freiheitsstrafe, Strafarrest oder Jugendstrafe eingetragen ist, Jugendstrafe von mehr als einem Jahr;

  • zwanzig Jahre: bei Verurteilungen wegen bestimmter Sexualdelikte (§§ 174 bis 180 oder 182 des Strafgesetzbuches) zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe von mehr als einem Jahr;

  • fünfzehn Jahre: In allen anderen Fällen.

Aber:

Das Erziehungsregister ist Teil des Bundeszentralregisters. Gesetzliche Grundlage ist damit auch das BZRG.

Neben den Entscheidungen und Anordnungen gegen die Person nach Jugendstrafrecht werden die Entscheidungen des Familien- und Vormundschaftsrichter nach §§ 1666 Abs. 1, 1666a BGB sowie § 1837 Abs. 4 BGB in das Register eingetragen. Steckbriefliche Eintragungen und Suchvermerke werden ebenfalls eingetragen. Auskunftsberechtigt sind die Strafgerichte, Staatsanwaltschaften, die Behörden des Justizvollzugs, die Familien- und Vormundschaftsgerichte, die mit der Sorge um die Person betraut sind, die Jugendämter, die für die Erteilung von Waffen- und Sprengstofferlaubnissen zuständigen Behörden sowie die Gnadenbehörden.

Sämtliche Eintragungen werden mit der Vollendung des 24. Lebensjahrs entfernt, wenn keine Freiheits-, Jugendstrafe oder ein Strafarrest in das Zentralregister eingetragen ist.

Hallo Sirlvan!

Wichtig für Dein Gewissen ist, dass Du die Diebstähle bereust. Eine Eintragung in das Bundeszentralregister erfolgt ab einer Tagessatzhöhe von 91 Tagen. Da Du nach Jugendstrafmaß zu einer Geldstrafe verurteilt wurdest, sollte das, nach Bezahlung der Geldstrafe, erledigt sein und erfordert meiner Meinung nach nicht, erwähnt zu werden. Anders wäre es bei einer Eintragung in das Bundeszentralregister (Führungszeugnis). Wie gesagt, gehe in Dich, bereue und bezahle Deine Schuld und dann kannst Du bei der BW, ich sags mal so salopp, Disziplin und Kameradschaft vervollkommnen. Ein gräßliches Thema in jeder Kameradschaft, hier eben beim Militär, wäre der Kameradendiebstahl oder überhaupt das Sich-Vergreifen am Eigentum des Bundes. Wenn Du es ganz gründlich machen kannst, suche einen Militärseelsorger auf. Ich kann jetzt nicht sagen, inwieweit ein solcher in vormilitärischer Zeit auf einen Bewerber eingehen wird, aber ein Versuch wäre es wert (im Wehrkreiskommando erfragen). Alles Gute- derErwachte

wenn sie dein führungszeugnis verlangen und du als vorbestraft giltst, sehen sie das natürlich..das bleibt 10 jahre in den polizeiakten gespeichert. wenn du es genau wissen willst in deinem fall , erkundige dich bei der polizei.

Diese Vorstrafe steht noch min. 3 Jahre in Deinem Führungszeugnis.

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