Erwartungshorizont Nichtschüler-Abiturprüfungen Berlin?

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1 Antwort

Lieber David, die beste Möglichkeit, sich auf das Landesabitur deines Bundeslandes vorzubereiten, ist, dass du dir einmal die sogenannten Handreichungen der für dich relevanten Prüfungsfächer anschaust. Auf diesen findest du verbindliche Unterrichtsinhalte und - für dich wohl sehr interessant - Präzisierungen für das Landesabitur. Diese sind jene Inhalte, die unbedingt für die Prüfungen zu können sind, damit das Bearbeiten der Prüfungsaufgaben möglich ist. Auch im regulären Unterricht der gymnasialen Oberstufe werden diese Punkte primär abgearbeitet, um ein gutes Abschneiden der Schüler sicherzustellen. Diese Präzisierungen sind auch für das zuständige Ministerium, das die Aufgaben zentral stellt, verbindlich und dürfen nicht abweichen. 

Diese Handreichungen sind die sicherste Informationsquelle, die du dir anschauen kannst. Zum Üben empfehlen sich zudem alte Abituraufgaben, die du im Internet oder in Übungsheften finden kannst. 

Ich hoffe nun sehr, dass ich dir helfen konnte! :) 

MfG: Florian 

Kommentar von ForeverFlowjob
27.08.2016, 04:07

Zu den Bewertungskriterien: Diese sind gebunden an sogenannte Operatoren, die dir beim Bearbeiten genau vorgeben, was du zu tun hast. Klassisch findest du in einer Abituraufgabe drei Aufgabenbereiche, die abgedeckt werden müssen. Du fasst z.B. einen dir fremden Sachtext zusammen (I), verbindest diesen mit dir bekannten Informationen (II) und diskutierst eine Fragestellung, die an den Text gebunden ist (III).

Die Gewichtung der Aufgabenbereiche erfolgt, je nach Kurstyp, unterschiedlich. Möglich und realistisch wäre z.B folgende Gewichtung:

(I) 20%, (II) 50%, (III) 30% - Grundkurs (Beispiel!)

(I) 20%, (II) 35%, (III) 45% - Leistungskurs (Beispiel!)

Im Leistungskurs werden höhere Anforderungen an den dritten Anforderungsbereich gestellt, da bei einem Schüler dieses Kurstypens die Erwartungen an das Diskutieren und das Verstehen veränderter Sachverhalte unter Verwendung des erworbenen Hintergrundwissens höher sind. 

Immer ein Teil der Bewertung - vor allem in sprachlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern - ist die sprachliche Darstellungsleistung. Sie ist, zum Beispiel in Deutsch, immer ein Teil der Bewertung in den einzelnen Teilbereichen bzw. in der Gesamtwertung. Ist die Darstellung fachlich korrekt und glänzt durch fundiertes Wissen in diesem Bereich, kann es immer noch sein, dass durch eine schlechte Ausdrucksweise bzw. inkohärente Textgestaltung ein Abzug vorgenommen wird.

Ein hoher Fehlerquotient führt zur Abwertung der Note, abhängig vom Bundesland, von bis zu 4 Punkten in Deutsch und 2 Punkten in Gesellschaftswissenschaften. Naturwissenschaften sind davon auch nicht ausgenommen und dort gilt in etwas das Gleiche wie bei den Gesellschaftswissenschaften. Es wird also ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache erwartet. 

Wichtige Bewertungskriterien auf einen Blick: 

1.) Sprachliche Darstellungsleistung 
2.) Arbeiten im Sinne der Operatoren
3.) Das Einbringen des fachspezifischen Wissens

Ich hoffe, dass auch diese Frage somit beantwortet ist. :) 

Bei fachspezifischen Anforderungen kannst du dich gerne noch einmal bei mir melden. 

MfG: Florian

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