Erwachsener Sohn stört häuslichen Frieden und Beziehung. Wer hat ähnliche Erfahrungen?

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6 Antworten

Ja, ich würde auch zuerst mit deiner Partnerin sprechen. Sicherlich hast du es schon längst getan, wahrscheinlich sogar mehrmals, dennoch würde ich nochmal ein Gespräch anfangen. Ein ernstes, tiefgehendes, langes Gespräch. Erkläre die Situation, deine Sichtweise und deine Gefühle. Das du unzufrieden bist, es dich enorm belastet, du von daheim aus arbeitest und und.

Nur das er instabil ist, ist kein Grund ihn dazubehalten. Man muss auch selbst schauen, dass man davon nicht runtergezogen wird.
Was hat er denn genau? Wenn er depressiv ist und sein eigenes Leben oder andere gefährdet, dann kann er eingewiesen werden.

Seinen (!) Mitbewohner sofort rausschmeißen.
Er ist Mitbewohner bei euch und hat überhaupt kein Recht noch jemanden anzubringen.

Sagt zu ihm, dass ihr aus Freundlichkeit und aus Mitgefühl für die schwierige Situation ihn einen temporären Platz angeboten habt.
Ihr führt ein eigenes Leben und möchtet auch eure Privatsphäre haben. Wie stellt er sich das bitte vor? (Konkret fragen!)

Stellt ihm ein Ultimatum:
Er muss mindestens jede Woche eine (lieber mehr) Bewerbung schreiben und sich ernsthaft bemühen eine Arbeit zu bekommen. Ist er beim Arbeitsamt gemeldet?

Er darf auch ruhig einen Teil zahlen.. zeigt ihm das es nicht Hotel Mama ist und er langsam aber sicher mal auf eigenen Beinen stehen muss.

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Kommentar von ilearning
10.07.2017, 20:36

Danke für deine ausführliche Antwort!

Gesprochen haben wir schon miteinander. Meine Partnerin hat aber in diesem Fall (wenn es um den Sohn geht) eine Art Denkblockade. Sie sagt, sie sitze zwischen zwei Stühlen. Ich sage, das Modell, dass sie hier zwischen Hausgenossen unterschiedlicher Ansprüche vermitteln muss ist schon falsch. Denn das eine ist ihr Wunsch als Mutter zu helfen und das andere sind wir als Partner. Und er bekommt Hilfe von uns.

Ja, dass er sein Hiersein auch mir zu verdanken hat, sollte sie ihm mal sagen, guter Punkt.

Die Mitbewohner-Katastrophe dürfte vom Tisch sein, der ist weg und hier wird sich meine sonst weiche Partnerin auf die Hinterbeine stellen. Ja, er hat als Mitbewohner, den man als Hilfe aufgenommen hat, nicht das Recht, Gastgeber zu werden - freue mich, dass das bestätigt wird.

Eingewiesen kann er noch nicht, dazu ist er nicht auffällig genug. Ich denke, er ist auch manipulativ.

"Temporär", ja das finde ich auch. Ausnahme-Hilfen müssen möglich sein, aber nicht auf ewig.

Frage, wie er sich das vorstellt: da kommt nichts raus. Ich möchte ihn sowas auch nicht fragen und seine Mutter tut es nicht. Letztliche würde er sagen, er sei doch gar nicht so oft da etc. Ich denke, er ist nicht offen für die Bedürfniss andere, er möchte einfach seine durchsetzten.

Ja Ultimatum bzw. messbare Bemühungen, das finde ich gut. Gemeldet ist er beim Arbeitsamt.

Kostenbeitrag: ja das habe ich auch schon gebracht. Und wenn es wenig ist, nur als Zeichen, dass man einen Teil der Hauskosten mitübernimmt und nicht alles für lau ist. Doch hier ist seine Mutter nicht klar genug.

Danke nochmal fürs Befassen!

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Deine Geduld in Ehren, aber ich würde die hier genannten Fakten und Argumente mit deiner Partnerin besprechen und sie um eine klare Aussage bitten. 

"Wie lange willst du deinem erwachsenen Sohn noch Zucker in den Allerwertesten blasen und das auf unsere Kosten?" Von der Antwort würde ich meine eigene Zukunftsplanung abhängig machen.

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Ich sehe hier nur 2 Möglichkeiten 

Entweder du gehst und vergisst oder

du überzeugst die Lebensgefährtin, dass sie bei aller Mutter Sohn Liebe, dem Sohn hier nicht helfen kann. Der Sohn muss erst seinen eigenen Weg finden und den findet er nicht, wenn er sich immer wieder auf Mamas Rückhalt verlassen kann. Nur weil sie ihn rauswirft bedeutet dies ja nicht, dass sie nicht mehr für ihn erreichbar ist. Nur sollte sich diese Hilfe auch tatsächlich nur auf emotionale und nicht auf finanzielle Hilfe beschränken. 

So schwer das als Mama ist, hier muss ein Ultimatum her: Bleiben unter der Voraussetzung einer offenbar erforderlichen psychologischen Beratung und Beteiligung an Kosten noch bis TTMMJJJ. Ich würde sogar als Mutter so weit gehen, dass ich ihn hier persönlich zum Therapeuten fahren würde und mich im Wartezimmer aufhalte. Geht er darauf nicht ein, hier ist die Tür. Auch wenn ich dann als Mama erst mal selbst Beistand benötige. 

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Kommentar von ilearning
10.07.2017, 20:40

"Der Sohn muss erst seinen eigenen Weg finden und den findet er nicht, wenn er sich immer wieder auf Mamas Rückhalt verlassen kann." - Danke, ja, das finde ich auch

"Nur weil sie ihn rauswirft bedeutet dies ja nicht, dass sie nicht mehr für ihn erreichbar ist." - guter Punkt!

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Meiner Erfahrung nach passt jung und alt nicht zusammen wenn nicht klar abgegrenzte Wohnmöglichkeiten vorhanden sind. Ich bin der Ansicht, dass in der Situation deine Lebenspartnerin gefragt ist klare Grenzen und Verhältnisse zu setzen.

Auch emotionale Instabilität darf kein Freibrief sein um sich derart daneben zu benehmen. Ich würde klar machen, dass es Regeln gibt an die sich jeder zu halten hat oder er muss sich ausnahmslos eine neue Unterkunft suchen. Ich würde ihm Unterstützung anbieten, dass ihr ihm behilflich seid eine Wohnung zu finden, mit dem Umzug vllt. auch therapeutische Maßnahmen in Anspruch zu nehmen aber eben getrennt von Tisch und Bett.

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Kommentar von ilearning
10.07.2017, 20:06

Danke für die klare Aussage zu "jung und alt" - ja, so scheint mir das auch, sind ja unterschiedliche Welten. Und danke für konkreten Vorschlag.

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Kurz und knapp: Der Sohn muss raus aus dem Haus. Er nutzt euch aus und scheint sehr genau zu wissen, wie er das zu bewerkstelligen hat. Zwei Jahre sind genug - oder wollt ihr euch im schlimmsten Fall eure Beziehung kaputt machen lassen?

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Kommentar von ilearning
10.07.2017, 20:08

Danke, ja, sich sehe es auch so. Erst dachte ich, es wird schon gehen, doch inzwischen finde ich, dass ein erwachsener Sohn nicht in eine Beziehung gehört.

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Tja, das sieht nicht gut aus  -   wenn du hier fragen musst / dir hier Rat suchst  - dann wirst du das Problem vermutlich nie gelöst bekommen.

am Besten suchst  du dir ein neues Zuhause

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Kommentar von ilearning
10.07.2017, 20:10

Genau das tue ich schon, danke für die Klarheit. Ich möchte einen eigenen Bereich, aber auch mit dem Ziel, die Beziehung zu erhalten.

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Kommentar von TheTrueSherlock
10.07.2017, 20:14

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob man unfähig ist ein Problem zu lösen oder nicht.

Es ist eher bemerkenswert, wenn man sich ernste Gedanken macht und versucht Rat von anderen zu holen! Man könnte die Situation auch permanent leugnen und sagen, dass doch alles gut ist.

Es ist nichts falsches daran andere Betroffene zu suchen und darauf zu hoffen hilfreiche Tipps zu bekommen!

@ilearning: Ein neues Zuhause würde ich mir nicht suchen.. der Sohn muss raus und nicht du sollst weichen! Er ist in euer Leben wieder eingedrungen und hat nichts im Haus verloren. Vor allem mit dem Alter nicht.

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