Erstes Jahr selbstständig?

5 Antworten

Aus der Erfahrung ist die Meisterschule eine gute Vorbereitung auf das eigene Unternehmen. Doch sollte man da keinen zu großen Fokus auf die Selbst-Erledigung der steuerlichen Pflichten legen.

Das ist in der Regel überhaupt nicht wirtschaftlich. Besser ist es, wenn man sich auf Kerngeschäft, Kundenwerbung und die normalen Bürogeschichten konzentriert.

Den Rest weg. Ab an den Steuerberater.

Es geht doch damit los, dass ein Buchhaltungsprogramm auch nicht selbsterklärend ist. Mal abgesehen davon, es kostet auch Geld. Pflege von Soft- und Hardware.

Mal unterstellt, Du nutzt ein CAD-Programm für Gartengestaltungen. Wenn da der Rechner aufgerüstet werden muss, ist das nicht witzig. Nur weil CAD noch auf einem alten Betriebssystem läuft und die Buchhaltungssoftware was anderes verlangt hat man dann schon einen Spagat.

Ich habe gerade das Problem zu lösen. Für mich mit Windows 10 in der 64- und der 32-Bit-Version und dann muss ich noch alte Software auf XP Pro am Laufen halten.

Und mein Computer-Dealer hat gerade seinen Laden dicht gemacht. Da stehst Du da. So wie ich jetzt. Ich bin ja kein Komputer-Fuzzie. Die vielleicht auch nicht. Dabei wird das aber schnell gebraucht.

Solche Dinge passieren einem nach meiner Erfahrung im Schnitt alle fünf Jahre. Ob das besser wird? Keine Ahnung.

Trotzdem ist für die Meisten die Konzentration auf die drei genannten Bereich Kerngeschäft, Kundenwerbung und Büro in der Menge der Arbeit ausreichend.

UND die Zeiten, die mit Buchführung, Umsatzsteuervoranmeldung, Lohnsteueranmeldung, Abschluss, Steuererklärung zu tun haben besser in den Bereichen eingesetzt.

Ich selber komme aus dem Bereich. Für mich ist die Ausfüllung von einem Betriebseröffnungsbogen vielleicht eine Sache von einer halben Stunde. Da unterstelle ich Dir nicht mindere geistige Fähigkeiten, sondern die mindestens die dreifache Dauer. Ist halt die Frage was man gelernt hat.

Bei den laufenden Dingen, wie Kontierung, Erfassung, Kontrolle, Auswertung einer Buchhaltung werden diese Zeitunterschiede in der Regel noch verrückter.

Kostenlos ist es auch nicht. Das Programm wendet man einmal im Monat an, bevor man das auswendig kann und sich Routine einstellt.

Dann hast Du ja die Verpflichtung Dich auf dem Laufenden zu halten. Was steuerlich da so geändert wird. Das betrifft die Gesetzgebung und die Rechtsprechung. Durch Newsletter und andere Internet-Geschichten auch nicht organisierbar. Also wieder Kosten für einen Info-Dienst.

Lesen und verstehen? Nunja, es liegt nicht immer am Sachverhalt, sondern auch mal an Autoren, dass man zwar die Worte sieht, aber deren Sinn nicht vernimmt. Dauert eben auch. Ein aufbereiteter Info-Brief vom Steuerberater, den kann man lesen, braucht man aber nicht.

Zeitersparnis - mehrere Stunden im Monat. Wobei man ganz viel Dinge lesen muss, weil ja die Änderungen und Rechsprechung nicht sinnvoll nach Branchen getrennt werden können. Rückschlüsse musst Du aber für das eigene Unternehmen ziehen.

So reicht jetzt, hoffe ich habe Dir das Problem einfach plastisch machen können. Guten Businessplan entwickeln. Auftragsvolumen wirklich kalkulieren und dann auch für die Umsetzung vor sich selber einstehen und die erreichen!

Erstens viel mehr Spaß, zweitens viel mehr Erfolg und drittens einfach voll des Sinnes!

Alles wichtige drin, top.

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@wfwbinder

Danke! Das sollte Dich aber von Ergänzungen oder so nicht abhalten! Nehme mir bei Deinen Kommentaren ja auch diese 'Frechheit' raus. Bin auch überzeugt, dass FragestellerInnen hier damit besser geholfen wird, wenn wir einfach mal den Vorhang hoch ziehen und zeigen was da eigentlich los sein sollte oder ist.

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es wäre hilfreich, wenn du dir eine Kettensäge zulegst, damit du die Knüppel, die dir in den Weg gelegt werden, zersägen kannst.

(war jedenfalls meine Erfahrung)

Nein, aber ein Steuerberater wäre ganz gut.

Nach der Gewerbeanmeldung erfolgt (automatisch) die steuerliche Anmeldung und damit sollte man spätestens einen Steuerberater aufsuchen und sich beraten lassen!

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